KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 4 (1.1.1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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94 hatten, zur Bahn und sangen ihnen nach alter studentischer Sitte den Scheidesang. Auch ihnen schien diese Trennung aus den» Kreise nicht leicht zu fallen, in dem sie sich »vohlgesühlt lind in dein sie fröhliche Stunden verlebt hatten. Unsere Ferien beginnen am 31. Dezember und dauern bis zum 7. Januar. F. Bl. Zriburgia. llönigtberg. Im lebten Mvnat veranstalteten »vir, u,n wieder einn»al mit der Philisterschast in Berührung zu kommen, eine Festkneipe mit anschliegendem Ball. DaS Fest verlief m allen Teilen sehr harmonisch; besonders schön und eitidrurksvoll war die vom Erstchargierten Bloch geleitete Kneipe, in deren Berlauf die Vertreter des Zeurrnlvereins, der Kantloge und des IllgelidvereinS ihre freirndschastlichen (Besinnungen für unsere Berbindung in warnten Worten AuSdriirk gaben. Der Fechibetrieb, Säbel- und Schlägerboden, ist nach wie vor ein sehr stranuner. Stach denWeihnachtüferien gedenken »vir auch, mit de,n offiziellen Turnen zu beginnen. Philistriert wurden unsere älteren i. a.B. i. a. B. ArrrSdorsf, Cohn, Ehrlich und Levy. hanseatischer Landerverband. Am 30. Dezember konnte der hanseatische Landesverband des K. C. fein erstes Stiftungsfest feiern. Den Beginn der Beraustaltungen bildete die Festkueipe am Solinabend in den Rnmtien des Curio-Hanses. Die graste Anzahl der erschienenen Berbandsbrttder war ein deutlicher Berveis von der glänzenden Organisationstätigleit der Laudesverbandsleitung, die von Kb. Gnmperts sBiadr. Darnlst.) in tätigerer Rede gefeiert rvurde, ivelche in ei»» begeistert atlfgenollillienes Hach auf den verdienten Vorsitzenden Ab. Lachlnanu a»isklang. Besonders be»nerkenslvert rvar die interessa»»te Tendenzrede, mit der Kb. Redakteur Dr. Baschivib (Bau.) die Kneiptafel erfreute. Cr behandelte die K. C.-Idee von der Seite des Gefühls und brachte damit viele neue und wichtige Pimkte in seiner Rede vor. Noch manch laitnige Siede feierte die "Bedeutung des Tages. RechSanlvalt irr. Frank rviinschre als Gast in längerer, geistreicher Rede den» .VMS. »mb besonders dem jungen Landesverband ei»t „Vivat, crescur., tloreat in aeternum". Die Fidelität dehnte sich entsprechend der Nachtlänge des 31. Dezembers noch recht ans. Am nächsten Bor»»»iltag vereinte uns ein Frühschoppe»,, z,l dem die K. E er tm Band erschienen, in, Restallrant Palnnt. Fiir den Abend hatte Kb. Vachmann in gastfreiester Weise den K.C.ern und ihren Damen sein geräumiges Landhaus in 4Na»»ke»»ese z»rr Berfligung gestellt. Die hanseatischen K.C.er waren mit ihren Gattinnen, Couleur bauten und -Schlvestern in grvster Zahl erschienen. Rach den, Abendessen, »vährend dessen Verlauf Kb. 1'r. Bliv der» verehrten (ttaftgebern, Kb. Lachinaun und Frau Gernahlin, den Dank aller Anwesenden übermittelte, vereinte Männlein »»ud Weiblein studentischer (besang > und Tanz bis zum letzten . ',ng gen Hamburg. Dankbar »verden alle Teilnehiner darin übereinstiinmen, dast ein schönerer Abschlust als der Abend bei Lachmnnns, der Höhepunkt dieses ersten StiitnngssefteS, sicher nicht haue gesunden »verden lörttten. R. A. Personalnachrichten. DaS Assessorerainen bestanden: Lichtechten» (Frib.-Ghib), Hirgo Ehrlich (Spreo., Frib.j und Ernst Müller (Liest. Das 31 eferendarera»»»e»r bestanden: Walter Richheimer (Lie)., Sondheiiner (Lie., Bav.), Meyersbcrg (Lie., Rhen.-Sil.) und Crnft Jonas (3then.-Sil.,Lic.) Das medizinische Staatsexamen bestand: Jul. Levy (Lie.). Die zahnärztliche Staatsprüfung besta»,d: HanS Schindler (Vic.). Das Physikum bestand: Hugo Levy (stihen.-Sil., Lie.). Zum l)r. med. promovierten: Oskar Gans (3ihen. Sil.), I»tl. Levy (Lie.) »urd Kleernann lLic.) Ztltlt lir. jur. prumoo»erten: Leo Oppenhein» lLic.) und Ehrlich (Spreu., Frib.) kkadeinifche Nachrichten. Die hamburgische Universität. Bereits im Febr»»arheft 1013 hatte »mser l. Kb. l)r. Alben Holländer über die eifrige»» Bestrebungen für utib wider die Gründung einer Universität in der grössten unserer Hansastädte berichtet. Bor »venige»» Tagen hat nun der haniburgische Senat den ersten vsfiziellen Srliritt znr Gründimg der llniversität getan und ei»»e eingehende Gesetzesvortage über „die haniburgische Universität n»id die »vissenschnftlichen Attstalte»»" mit einer »»»»»fangreichen Begründung verössentlicht. (Vergl. „Hamburger 3iachrichte»»" von» 3:i. Dezember 1013.) Der folgende Ausz»»g aus der Begründung der Vorlage, den »vir der „Fra>»kf»»rter Zeitlmg" (0. Rkorgenblatt vom 34. Dezember 1012) entnehmen, dürfte von allgemeinerem Interesse sein: „In der sehr umfangreiche»! Begrüirduug feines Antrages erklärt der Senat zunächst, dast nach Prüfung aller anderen Vorschläge die Gründling eitler Universität nach Muster derjenige»» der übriger» Bundesstaaten als der allein gangbare Weg erschienen sei. Die Hernnziehullg von Studeliten sei nur rnüglich, »venu ihnen die in Hnmbilrg verbrachte», Semester allgerechnet »vürden. Zu dieser Anrechrrrmg hätten sich die übrigen Bundesstaaten, vor allem Preußen, nur i»n Falle der Schaffu»»g einer wirklichen Universität bereit erklärt. Dagegen habe das preustische M uiiiic-mtuiftcrium ausdrücklich erklärt, dast an der Haiilbnrger Universität die theologische »urd die »llediziriilche Fakultät fehlen körrnten. Ein beso,»deres Bedürfnis für eine theologische Fak»»k. tüt in Hamburg fei bish-c von keiner Seite geltend gemacht, illSbesvndere oucl, nicht von de», kirchliche» Behörde»» und der Geistlichkeit. Die bisherigen Vorlesllngen über Missivnsioesen und Missivnsgeschichte solle»» ausdriüklich forkgeust »verden. Ueber die Möglichkeit, dast später in Han»burg auch eine medizi»»ische Fakultät ins Leben gerufen werden könnte, drückt sich der Senat recht vorsichtig aus, »ve»ln auch gesagt wird, dast die Behauptung, das; früher oder später doch eine »uedizinische Fakultät hiu-.u io mmen müsse, nicht zu Recht bestehe. Die vvrgeschlageue Universität sei etlvas durchaus Zlveckentsprechelldes und Gutes, das nicht durch einen Hiniveis aus die Vorzüge eines »»och Besseren bekämpft »verden dürfe, z»m»al die Errichtung ei»,er medizinischen Fakultät „ich» wie die anderen vorgeschlage neu Fakultäten erforderlich sei, u»n den Fortbestand des Kvlvuialiustituts zu sichern. Für die philosophisch- »»aturlvissenschastliche Fak»»ltät, die von vorrlherein in z,vei selbständige Fakultäten geteilt werden soll, stehen gegenrvärtig aus dern Lehrkörper des Vorlesungswesens