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KC-Blätter · 1913-01-01 · Heft 4 (1.1.1913) · p. Seite 93

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 4 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 93 (sequence 17)
Language
German
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GlG Vervsnds-Warh richten. Licaria. Der am 12. Dezember nlolnir Tod des Prinzregeliten Vnttvold von B»»hern hol auch das Berbindnugsleben starr beeinflußt. UiimitloUmv nach der SVuuöc von seille»»» Ableben legten sämtliche.Korporationen Vvlltra»»er an. Am folgenden Tage hielten wir eine Tranerkneipe nf»; i. a. "B. Salomvn hielt die Tranerrede, in der er besonders die Milde itnd Toleranz des verstorbenen Regenten hervorhob. Darauf schloß rin Tranersalama»der die kurze, aber stimmungsvolle Feier. Ferner lud der Rektor der Universität die Vertreter der Verbindungen lind studentischen Vereine zu einer Besprechnlig Lider die Teilnahine an den Beisetzungsfeierlichkeilen ein. Cs »vurde beschlossen, daß sich alteKvrvorationen nn der Spalierbildnng für den Trauerzug beteiligen sollten. Die sarbentragenden Verbindungen erschienen in Couleur, die Chargierten sämtlicher Korporationen in Votlwichs mit der VerbindilngSsahtie, Die zu beiden Leiter» der Straße ausgestellten Reihen boten ein feierliches lind ernstes Bild. Rach 2stttndige»n Warle,» nahte die Spitze des schier endlosen Tra»»erzugeS, der besonders dlrrch die Teilnahme der allerhöchsten und höchsten Persönlichkeiter» eine starke Wirk»,lg hi,»»erließ. In die Verbindung traten außer den bereits Clenannlen ein: »tu«l. mell, tlent. tzlldlvig Rothschild aus Konstanz und Rtml. meil. Franz Cohn atlS Vreslnii. Inaklivierl wurde»r Paul Caa,l jRH.-Sil.) und Richard Oppenheim. Die Lchlltßkneipe des HnlbsemesterS fand an» 18. Dezember statt. Die Ferien dauern bis zum H. Januar NUN. Vavaria. Der vergangene Monat hat fortgesetzt, was der Lernesteranfang begonnen hatte. Frohsinn und Gemütlichkeit haben es »nieder verflicht, »ins den eigerien Reiz eines Heidelberger Wintersemesters voll und ganz znm Peivnßtseill zu bringen, und eine eifrige Beschäftigung mit den unsere Tendenz berührenden Fragen fördert noch ans Zlveckgesichtspnnkten heraus einen har- »noniichen Verbinduitgsbetrieb. Auch die »vechselfeitigen Beziehungen zwischen der hiesigen Philisterschast und »»ns sind in steigendem Maße gute. So hatten »vir Einladtingen erhalten von der Vage zu einem äußerst interessante»» Vortrag über „"'IIIjüdisches Fraueuleben" und von der hiesigen Gemeinde zu einer »vürdigen Chalnikaseier, »vogegen »vir die hiesigen befreundeten Damen bei einer »vohlgelungenen Darnenkneipe -- zu der in dankensiverter Weise arich viele A. H. A. H. ersäiienen »varen u»ld bei einiger» andern Tanznnterhalnnlgeir begrüßen kvllnten. Daneben vernachlässigten »vir aber »»ichis irr nrrferer Verbindurrgserziehnng. Reben einem eifrigen Fechtbodenbetrieb sorgen »vir auch durch wöchentliche, stranuu d»»rchgeführle Turnstunden für die körperliche Ansbildnng unserer Mitglieder. — Wir schlossen, das Halbsemester am 10. Dezember mit den» üblichen Frühschoppen im „Weißen Bock" und eröffnen die 2. Hälfte des Wintersemesters am 8. Januar auf dieselbe Weise. Ghibellinia. Hinter unv liegen unvergeßlich schöne Stunden, die das Semester trotz unserer geringen AktivitaS genußreich gestaltete»». Auf Crbummeln in die herrliche Umgegend, auf Tanzkränzrhen mit unseren Damen, ans gemütlichen Kneipen und fröhlichen SkiauSflüge»» schloffen sich die B»»»»deSbrüder zu immer innigere»»» Fre»»»,dschastSverhältuiS zufalnrnen. Doch trotz des gel,»ütlichen Tones, der in der Verbindung herrscht, »vurde ein straru»l»er Fecht und Tnrnbetrieb »»»»frechterhalten. Unser»»» l. A. H. Trips beglückivuniche»» »vir auch an dieser Stelle »»och einmal zu seiner Hochzeit. Das Halbsemester schloffen »vir mit einer gemütliche»» Feuer,zangenboivle auf de»»» Srhloßbera. - Das Semester beginnt »viedcr a»n 10. Januar INUk. Thttringia. Beso»»dere Creignisse sind in diesem Mv»»at innerhalb der Verbind»n»g nicht vvrgefallen. Unsere Kneipen, besonders aber die ns,»zielten Abende, sind nach »vie vor von den anlvesendrn K. B. K. B. u. Bdbr. Bdbr. recht zahlreich besucht. Wir hatten die Freude vom 10.— 12. ds. M»s vier Saro-Bavaren in unserer Mitte zu sehen Alle 14 Tage findet auf der Kneipe ei», DiSknssionsabend statt. Es hielten Vorträge in diesem Mvnat nrffer Fuchs Fraeuket über Moses Mendelssohn, in dem Frnenkel neben dem Lebenslauf Mendelssvh»»S beifen Einftllß auf die CntwicklnngSgeschichte der Inden schilderte. Den zweiten Vortrag hielt Herr i)r. Krakauer von ei»»er verehrt. Amieitia, Vereinigllng jttd. Theologe»», über Bnodhismus und Indent»»»»». Rheno-5ttefia Das Wintersemester fd»etut uns halte»» zu »vollen, »vas es uns zu Beginn versprach. Ci»» echtes, rechtes Lludentenleben herrscht bei uns, ein Band schöner Har»nvnie »»»»»schlingt unsere rech» staniiche AktivitaSdamit ist die Vorbedingung für ei,» gemnlliches Innen, leben gegebe»». Für diese»» Ton fröhlichster «Gesell »gkeit legen Misere ivöchentlichen Kneipen »vie überhaupt alle offiziellen »md sak»»llativen Abende beredtes Zeugnis ab. Einen besonders schöne»» Eindruck Hinte» ließ »vohl bei allen denen, die daran teilnahine»» — und deren »var es eine stattliche A»»znhl — unsere Ehaniikakneipe, deren Höhepunkt eine Tvmbvla bildete. Auch eine amerlkanische Versteigerung veranstalteten »vir nn diesem Abend, deren Erlös »vir dem Fonds zur Unterstützu»»g der notleidenden türkischen Inden über»viesen. Ai» den Vortragsabenden des Bonner Vereins fürjüdische (beschichte »n»d Viteratnr, in deffrn Vorstand »vir d»»rch unser»» n. B. Kurt Alerander vertreten sind, und an der Veranstaltungen des Illgeiidvereins nahnie» »vir offiziell teil. Ferner fanden auf imserer Kneipe verschiedene Vorträge statt, so der unseres I A. H. lir. Erich Marr„über den Baltankrieg und seine polnischen Folgen^ und der n,»sereü l. a. B. Kurt Alerander iMer „Rationaljudentllin" - es »varen lehrreiche Abende für rrns. "Ueich nn Genüssen aber »varen mut» die Tage, an denen »v»r Tv»»re»l in die Eifel »»nd ins Abrgebirge unter»»ahmen, dere»» Abschluß da»u» ein geinütllches Zufnmtnenfeitt bei einer dampfenden Fenerzangenbowle bildete. Willterspvrt konnten »vir z»r uitserm größten Leid- »vese»» noch nicht auSüben, da uns Schnee und Eis noch nicht bescheer» »var. Bei so mannigfacher Abwechslnng und so frohen Stunden, die »»»»S Bonn auch im Winter bietet, dürfte ll,»fern Rundesbrttdern, die neu zu uns ka»»»en, ihr Entschlnß nicht gereuen, dieses Sen»ester in der Rhena- Silesia zn verbringen. -in unfern» Beda»»ern verließe»» »ms unser l.A.H. vr.Rier mtb unser l. nengebnckener A.H. Me»jersberg,der nach beftanbenent eferendarera»r»er» philislriert »vorden »var, und nun seine Reise i»»s „Philisterland" antrat. Wir begleiteten u«rsere scheidenden Bundesbrüder, nachden» sie a»»f feuchtfröhlicher Abschiedskneipe für lange Zeit zum letzten Rial mit uns den Becher geschwungen

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