KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 3 (1.12.1912)
- Date
- 1912-12-01
- Page
- Seite 61 (sequence 9)
- Language
- German
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61 null es sich auf dem Weltmärkte behaupten. Bürger mit Unternehmer-Willen und Unternehmer-Fähigkeit. Daß diese Fähigkeit im freien Wettbewerb sich doch bezahlt macht, ist nur ein Zeichen ihrer Seltenheit und ihres hohen volkswirtschaftlichen Wertes. Daß die deutschen Juden dieses wertvolle seelische Ferment tu so hohem Grade besitzen. dessen haben sie sich weder zu schämen, noch brauchen sie es zu verbergen. Auch sehe ich keinen Grund, es durch berufliche künstliche „Umgruppierung" der Juden beseitigen, gleichsam unschädlich machen zu wollen. Weltanschauung und Geschichte haben die Juden besonders geeignet gemacht zum 9lufbau der modernen Volkswirtschast; ihre Unternehmer- Fähigkeiten sind gerade in unserer Zeit dem deutschen Volke besonders wertvoll. Ich sehe keinen Grund, weshalb die Juden den wirklichen Wert ihrer Leistungen für das VolkSganze. den uns gerade die objektive Betrachtung der statistischeil Ergebnisse glänzend bestätigt, nicht rühvlend hervorhebell sollten! * * * 3uv TKefovm 600 imiftifdx’n üfitöutnuv Die ^lengestaltung deS juristischen Bildungsganges ist heute eine der brenilendsten Fragen des ösfeullichen Gebens geworden. Bera»»laßt durch die immer miederkehrenden Angriffe gegen die „Weltfremdheit" der Richter wird der Ruf nach einer Blenderung der Vorbildung unserer Juristen immer stärker. In der Presse ivie in der wissenschaftlichen Literatur und in den Parlamenten tauchen Tag für Tag neue Resorrnvorschlage ans. Auel) der letzte Juristeutag hat sich mit der Frage beschäftigt uub neuerdings ist bereits die preußische Regierung in drei sehr bemerkenswerten Gelassen zu tief einschneidenden Res 0 nm'u ü be ege gangen. Unter diesen Verhältnissen war eS ein guter ■ Gedanke, in umfassender Weise die Ansichten derer festzustelleu. welche an diesen ündernngen am nächsten beteiligt sind, nämlich der juristischen 3tuboutcu selbst. Bisher wurdet! Vorschläge zur Reform des juristischen StudiuniS fast nur von den Hochschullehrern oder praktischen Juristen gemacht. Wenn der eine oderandere zur Stütze seiner Anschauung auch eine Aeußerung ans studentischen Kreisen heranzog, so geschah es doch immer nur insoweit, als die Aeußerung mit der eigenen Meinung übereinstnmnte. Es ist das Verdienst der Freistudenten- .schnft gewesen, zu versuchen, durch eine allgemeine Umfrage an die juriftifdjc Studentenschaft festznstellen, ivie denn tatsächlich diese über das Hochschulstudium denkt. Wir »vollen »licht verschweigen, daß uns lieber gervesen »väre, die Umfrage »väre von einer neutralen Stelle ans erfolgt. Denn wer die Mitarbeit aller wünscht, muß auch von vornherein allen die Möglichkeit eines Mitbe» stimmnngsrechts und einer Ko»»trolle geben. Aber es »väre wohl verfehlt, »vegen dieser Angelegenheit, die »mr eine Frage des Taktes darstellt. die gute Sache selbst leiden zu lassen. Soeben »verden au die Studierende der juristischen Fakultäten aller deutschen Bundesstaaten Fragebogen verteilt, in welchen die Kom- »nilitonen aufgefordert »verden, ihre Gindrücke, Beobachtungen und Erfahrungen »nitzuteilen. Der Fragebogen, der uns vorliegt, zeigt, daß der Vetter der Umfrage Herr cand. iuf. Fraustädter, diese in vorzüglicher Weise und mit großem Geschick vorbereitet hol. svdaß man wohl mit Recht aunehmen darf, daß auch die spätere, außerordentlich schuiierige Verarbeitung der Antrvorten bei ihm in guten Händen liegt. Deshalb sollen auch an dieser Stelle »uiferc Verbandsbrüder. denen, soweit sie R> chtsstudenten sind, das Frageheft von der Uuiversitätsbehörde zugehen »vird, aufgefordert »verden. dasselbe auf das gewissenhafteste zu beantworten, da nur dadurch ein Erfolg der Arbeit erivnrtet »verden kann. Zugleich entsprechen »vir gerne einer Bitte der Freistndentenschaft und geben de»» Ausführungen des Herrn Qberlandesgerichlsrat Professor Dr. I. W. Hedemann über diese Umfrage 'Kaum. St. . (Sine Sie jitviIIil'che Ltirüentei 1 fcßaff. Bei» Pros. Dr. X Hede 111 >» 11 >i, Flierl,videsgerichtürnt. .!. In diesm Tagen soll in ganz Deutschlaud sämtlichen Studenten der Rechtswissenschaft eilt großer Fragebogen in die Hand gegeben »verden. Das Unternehmen geht von der Deutschen Freien Studentenschaft aus, die für diesen Zweck eine eigene^juristische Stndienkommissiou gebildet hat. De»»» Studierenden »verden MO Haupi fragen vorgelegt. die meistens »loch in eine ganze Reihe von Unterfrage,» zerlegt sind. Den Leser wird es am beste»» unterrichten, »veun ihm sogleich ein paar Proben der gestellten Fragen vorgelegt »verden. Da heißt es et,va: Wie de»»ken Sie über eine praktische Tätigkeit neben de»»» Uuiversitätsstudinm lNebenpraxiS?)? Wie denken Sie