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KC-Blätter · 1912-11-01 · Heft 2 (1.11.1912) · p. Seite 37

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 2 (1.11.1912)
Date
1912-11-01
Page
Seite 37 (sequence 9)
Language
German
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37 weis des Blutes, der „Rasseumerkmale". Die Liebe zum Baterlande konnte man uns ebensowenig abstreiten wie nnser tüchtiges Mitnnrken zu dessen Wähle, so mußte aus dem Blute unsere Minderwertigkeit abgeleitet werden. Das Schlimme ist. daß auch von unserer Seite so manche der Rassenspekulation folgten, freilich mit anderen Schlußfolgerungen. Wir K. (5.er machen diese Bewegung nicht mit Wir glauben nicht, daß unser Blut anders oder so entscheidend anders sein sollte als das unserer christlichen Mitbürger. Wir glauben an unsere Liebe zur Heimat und ,;«m Baterlande und gehen in Ausfluß dieses (Glaubens unbeirrt unseres Weges. Beharrlich verfolgen wollen wir unser Ziel, und der Erfolg wird nicht ausbleibeu, locnu Treue und Kraft einträchtig znfannuengehen. Und mit unserein Wirken hoffen wir den Geist der Zeit mitbildeu zu helfen, daß einst der Kampf unnötig werde und ruhen möge hüben und drüben! * * * S\. E. und DZ. I. <L. In der öffentlichen ^knmnier des „Jüdischen Studenten" vom 2U. August l'.N2 befaßt sich da» Präsidium des B. I. E. mit den Angelegenheiten des Si. E., wohl in Erwiderung des Artikels von l)r. Mainzer im Inniheft der K. C.- Blätter. Obwohl wir entschlossen waren, auf die weiteren Presseangriffe im „Jüdischen Studenten" nicht» zu erwidern, sehen wir uns zu unserm Bedauern nochmals genötigt, zur Ehre der Wahrheit einzelne Punkte des erwähnten Artikels richtig zu stellen.!. Unsere Behauptung, das; der Bund jüdischer Korporationen, vertreten durch das Präsidium, uns mit einer Feindschaft überfüllt, wie uni* sie selbst von nichtjüdischen K'orporationen nicht geivöhnt sind, besteht zil Recht. Wir brauchen ntir darauf hiitzuweisen, daß der B. I. C. ausdrücklich „gewollten Kampf" gegen uns in seinem Organ, dem „Jüdischen Studenten", gepredigt hat. 2. Bon uns ist nicht behauptet worden, daß das K. Z. B. oder ein offizieller Vertreter desselben sich bei uns über feindliches Verhalten vonseiten des Bundes jüdischer Korporationen beschwert hat. Eine derartige Darstellung vonseiten des Präsidimus des Bundes jüdischer Korporationen entbehrt jeder tatsächlichen Grundlage. Einzig und allein ist von uns erwähnt worden, daß anch Mitglieder des K. Z. B. sich uns gegeilüber unliebsam über die gehässige Keilarbeit des B. I. E. beschwert hätten. Diese Behauptung bleibt bestehen und kann zu jeder' Zeit erhärtet werden. 3. Unsere Behauptung, das; der B. I. C. bei seiner Keilarbeit mit Unwahrheiten über den K. C. arbeitet, bleibt bestehen. Es sei nur hingewiesen auf die vom B. I. E. ansgestrenten Unwahrheiten, daß nur unsere Mitglieder zur Irreligiosität oder zur Dause führten, und auf die in dem „Jüdischen Studenten" vorn 25). Februar 15)12 Seite 33tt ausgestellte Behauptung, nach dem E.-Programm sei der einzige Inhalt des Indeseins der Kamps gegen den Antisemitismus, eine Behauptung, die dem klaren Wortlaut unseres jeder Rümmer der K. E.-Blätter vorgedrnckten Tendenzparagrapheus zuwiderlätlft. 4. ''Ans den Streit bezüglich der Freiburger- Mensur-Angelegenheit brauchen mir nicht einzngehen, nachdem nur dieser! nusiührlich wiederholt dargelegt haben. Für jeden, der sehen will, ist leicht zu erkennen, daß der ganze damalige Streit durch das provozierende "Verhalten eines Mitgliedes des A. I. E. bedingt rvar. Es sei noch daran erinnert, daß auch die Beröffentlichung späterer Fälle von Provokationen durch Angehörige des B. I. E., besonders der äußerst charakteristische im Januarheft der K. C.-Blütter /Seite 7! mitgeteilte Fall, der sur den Bonner B. I. St. recht kompromittierend war, seitens des B. I. E. tlicht widerlegt werden konnte. Wenn der B. I. E. seine Feindschaft gegen uns mit einer Pflicht, für die „wohlverstaudenen" Interessen des Gesamtjndentnms zu känlpseu, begründet, so möchten nur darauf Hinweisen, daß die Anschauung der Herren vom B. I. E. über das „uwhlverstandene Interesse" eine subjektive Ansicht bildet, und daß wir uns mit unserer anders gearteten Auffassung von wohlverstandenem Interesse des Gesamtjudentums in guter Gesellschaft befinden. Der Geschäftsführende Ausschuß des K. C. I Ludwig Holländer.

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