KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 2 (1.11.1912)
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 33 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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bc$ .gciitroluerciiiS, des Vereins Harmonie u. a., deren liebenswürdige Amveseilheit allein Zeltguis gab von den guten Beziehungen der Gastgeber zil Studentenmib Philisterschaft. Das haben dann ihre freundlichen llnd gehaltvollen Hieben noch bestätigt. Das begeistert gesungene „Ergo vivamus“ unseres l. l'epmnii (Vicarinc) erössnete den Komnrers. Wir danken es den verdienstvollen Schöpfern des St (5. Liederbuches, daß nun auch die wieder lNlserer Verbandsbrüder, die so geeiglwt sind sjir unsere .ltonlmerse, uns im Kranze der besten Stndentenlieder stets bei der Hand sind, lind das gilt gerade von dieser gelungenen Modifikation des aften Goetheliedes. Die Kaiser- und Großherzogsrede schloß sich dem Liede au. Dipl. Ingenieur G n m p e r tz - Viadrinae sprach sie in schlichten, tiefempfundenen Worten, die in ein donnerndes Hoch auf die beiden Fürsten ansklangen. Begeistert brauste es durch den Saal und begeistert erklang das freudige Gelöbnis: „Heil Dir im Siegerkranz." Otto B r u ck' Viadrinae begrüßte hierauf nach den enng jungen mib frischen Klängen des „Burschen heraus!" iu herzlicheil und liebenswürdigen Worten die Gäste lind lvünschte nach dem Dailke fiir ilir Erscheinen einen frohen vergnügten Abend. Weiln sein Wunsch in Erfüllung gegangerl ist. so ist es llicht zuletzt Verdienst seiner schneidigen nnb geivaridten Leitung deS Kommerses. Seinen Worten folgte nach den .Klängen des alten Ireiheitssanges „Stoßt an, Darmstadt soll leben!" das begeisterte Lied: „Drei Klänge znm Preise fürs schöne, große, deutsche Vaterland". Würdig leiteten sie hinüber zur Tendenzrede, die mm Oberingenienr mib Dipl. Ing. I a e o b o v i e s vom A. H. V. Viadrina hielt. Au anderer Stelle werden seine markigen, mit der Wrrcht der innersten Uebcrzengilng gesprochenen Worte zn lesen sein.*) Hier mag nur erivähnt werden, lvie tiefen Eindruck sie hervorriefen und wie. sie zu einer lodernden Begeisterung entfachten, die ihren Ausdruck fand in dem Salamander auf den K. C. und in bcu Tönen des Viadrina-Bundesliedes, das sich daran anschloß. Es folgten die Reden der Vertreter. Sie leitete ein der erste Vorsitzende des Allsschnsses der Studierenden an der Hochschule Darmstadt, Herr Düvel, der unter lebhaftem Beifall nusführte : om Namen des Ausschusses der Studentenschaft Tarmstadts habe ich der Verbindung iui K. (5. Viadrina dcu herzlichsten Tank fürdic freundliche Einladung;um *) Das Stenograunn sämtlicher Reden verdanken wir der fleißigen Arbeit nnseres Kb. Fritz Mayer (Lavariae). Die Redaktion. heutigen Kommerse anszuivrechen. Ich habe mich gleichzeitig der Ausgabe zu , ntledigen. der Viadrina ttnfere besten 0>l ii«f u> t'mr ific zu in in. Stirtuiiflefm zu übermitteln. Ich darf mit Freude sagen, daß ich mich in dem Streife, der hier versammelt ist, wvbl fühle und gerne unter ihnen weile. Meinen Dank und meine Wünsche raffe ich zusammen, indem ich der Viadrina ein weiteres Blichen und iÄedeihen im nächsten Jahrzehnt nnmsche. Ich leere-mein l^las ans das Wohl der viadrina. Für die St E. Verbindungen und A. H. A. H. Verbände sprach sodann Rechtsanwalt Dr. Erich K ehr- Kaiserslautern Licariae der Verbindung Viadrina verbindlichsten Dank für die herzliche Aufnahme in Darmsladt aus. Er verband damit innigen Glückwunsch zum 10. Stiftungsfest nnb die besten Wünsche für das weitere Leben der Viadrina. In der Person des Herrn Dr. Italiener- Darmstadt kam hierauf die jüdische Gemeinde nnb die Starkenbnrg-Loge — U. O. B. B. — Darmstadt znm Worte. Illach einigen einleitenden Worten des Glückwunsches znm 10. Stiftungsfeste und dem Bekenntnis, daß er in Breslau, dem Grnndttngsvrt der alten Viadrina, als krasser Für die Tendenz des K. E. schützen und die Erziehung seiner Mitglied«', bewundern gelernt habe, führte Redner, oft mm lebhaftem Beifall unterbrochen, ans: „Wir alle wissen, daß tm* Treue znm Judentum den Tendenzen des N. E. ihren Elan gibt: des weitern find es rein menschliche, vor allem deutsche Tugenden der Treue. Mannhaftigkeit und Ehrlichkeit, zu deren Hütern Sie sich berufen iahten. Ja. wenn es etwas gibt, das Ihnen d i e S y m p a t h i e e n der überwältigend großen Masse der deu11chcn Iltdcit sid)ert, bau» ist es. daß Sie deutsch sein w o l l >* n, daß Sie die idealen Trünmereien jugendlicher Schwärmer, die in Zion ihr Vaterland suchen, ablehnen, daß Sie wissen, daß deutsche und jüdische Treue ninuner heißt, sich ducken, sondern sich wehren, stolz auf sein Judentum sein und zu lvissen, daß der nicht seinem Vaterlande tren sein kann, der seinem Erlaaben die Treue gebrochen hat. Das ist etwas, wofür wir deutschen Inden, wofür vor allein diejenigen, die Sühne haben, Ihnen nid)t genug dankbar sein fiamcii. Wenn jüdische Eltern ihre Sühne aus die Hochschule schicken, dann wissen ne, daß es anders geworden ist wie vor -50 Jahren, wo der jüdische Student, wie ein Varia verachtet, die besten Jahre seines Lebens einsam vertrauern mußte, oder aber häufig unter Preisgabe seiner Menschenwürde Anschluß an die Verbindungen gesucht hat, die prozentual Juden anfnehme». und selig war, sich ein E,eduldeter neunen zu dürfen. Soßße Zeiten haben jetzt aufgehürt. Der dent'che Student jüduchen lAanbcns kennt heute den Platz, wo er hin gehört, hat einen Verband hinter i-ch. der alle diejenigen, die nur ihres ldlaubens wegen von den anderen Verbindungen ansgeschlomn und. xllfanuverkchErtzr zu frEch-rrrhlich-rm ^7^e7-7!.rrr:ar, pr ecxr&st, [’d* bewußtem Arbeiten, einen V rband, der nichts mehr wissen will von den Worten, die der große Dichter dem Shylock in den Mnnd gelegt hat: .DaS Dulden ist das Erbteil unseres Stammes", sondern der die