KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 10-11 (1.7.1912)
- Date
- 1912-07-01
- Page
- Seite 213 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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213 geschwungen! Wer glaubt, das; sich das deutsche wehrhafte Coulcnrstttdententnm überlebt habe, der irrt gewaltig. Noch nie hat es i» solcher Blute gestaudeu wie jetzt. Auch hat es bis heute seine» streng nationalen Charakter gewahrt und ist mit derZeit mitgegaugen. Der deutsche Coulenrstudent von heute vertrödelt seine Zeit nicht m i t Trinken, G eldaus g e b e n u n d Al 011 e g) d) w ä n 3 e n, w i e viels a ch a n g e n 0 m m e n wird. Davor bewahrt ihn die stramme Zucht und der gute Geist, der duvri)iocfl in den schlagenden Korporationen herrscht. Gewitz ist in bicfcu verbänden eine Stätte ungebundener Fröhlichkeit und echten studentischen Lebens, und mancher schoppen wird geleert. Aber das allein füllt das Dasein des Couleurstudenten nicht aus. Die Mensur stahlt den Charakter des jungen Mannes und bewahrt ihn vor schlaffer Verweichlichuug. Hub so ist cs kein Wunder, daK gerade die schlagenden Korporationen auf den deutschen Hochschulen in graster Blüte und hohem Ansehen stehen. Darum ist es Pflicht jeden Akademikers, dafür einzutreten, dast die Schiägermensur auf den deutschen Hochschulen nicht nur erhalten bleibt, sondern straffrei belassen wird. Wucher--- und Wläkkevfchau. -D Akademische Monatshefte. (1. Juni 1912.) 29. Jahrgang. Heft 2. Der Kösener Kungrest und der Abgeordnetentag 1012. Beschlüsse: ..Auswärts studierende Inaktive haben sich beim S. C. ihres Aufenthaltsortes schriftlid) anznmelden." Den ehemaligen Aschafse uburger Korps wurde gestattet, unbeschadet der bisherigen Rangfolge im Münchener S. C ihr altes Stistnngsdatum zn führen. Ferner wurde beschlossen, für die Beschaffung eines Flugzeuges „Rudelsbürg" den Betrag von 2'»UU<1 Mark durch «vammlungen aufznbringen. Der Antrag, eine Neuorganisation der „Akademischen Monatshefte" zu veranstalten, lüitrbc einer dreigliedrigen Koiillnistion zwecks Vorbereitnng und Vorlage an den nächsten Verbaudstag überwiesen. Dabei wurden folgende Richtlinien ansgestellt: „Das Organ soll in Zukunft den 'Namen „Deutsd)c Korpszeitung" führen, halbmonatlich in kleinerem Format erscheinen mit reicherem Inhalt, wobei and) aktuellere Fragen erörtert werden sollen. Die Meldungen in den Heften sollen fvrtsallen. dagegen soll das Organ womöglich dnrd) offizielles Abonnement der Aktiven und Inaktiven wesentlich verbilligt werden." Vorort des S. C. für das nächste Jahr ist Königsberg. Jul Abgeordnetentag der Altherrenverbände wnrde im Anschlnst an die Mensurdebatte im Herrenhaus die Duellsrage eingehend besprochen. Cs wurden Sdiritte envvgen. deren Ziveck dahin führen soll, dast endlich die studentische Bcensnr für straffrei erklärt werden soll. In einer gemeinschaftlichen Sitzung v.mrde die Kos euer Frage besprochen. (Da die Frage nicht spruchreif war, soll der nächstjährige. Küsencr wieder in Naumburg tagen.) — Zur älteren Geschichte der GreisSwalder Korps. — Zur Duellsrage. (Berichte der Magdebnrgisdien Zeitung und der Hamburger Nachrichten.) — Staatsbürgerliche Crziehnng. Deutscher Wurschenschasler. (1. Jlmi 1912.) 22. Jahrczuug, Heft 3. Das Vortragslvesen im Verbände. — Ehre. — Akademische Matter. (1. Jimi 1912.) 27. Jahtstuust, Nr. 0. Die Mitarbeit der Vereine deutscher Stndenteil in der nationalen Jugendpflege. — Die Finanzen des Deutschen Reiches und ihre Reforuic». — Kulturkampf und Parteienlwicklnng. u\, Jl,t,! mm y, n, rj.iiHdonij, vir-, «, Ans Wisteiifchoft Hilf» Leben. Ans [fiibnilijrl,ni Zeitschriften. lTeilweiler Abdrirrk an anderer Stelle dieses Heftes). - Zur Tagiulg des Kyffhültser-Verbandes der wehrhaften Aerelne Deutscher Studenten in der Ostmark in Znaim. Hines Bursche» Arohnatnr. Erinnerungen von Dr. .stourab Dt ü st er. SJ!. G. Elwert'sche Verlagsbuchhdlg. Marburg. Brasch. M. 2.— Der in der Studentenschaft wohlbekannte Geh. Saniiätorat Dr. .Küster in Berlin, der frirfjrre Bonner Francone und nachherige Gründer der A. D. 'B Burschenschaft, gibt in dem lstl) Seiten starten Büchlein "-nimerungen an seine Studentenzeit heraus. Der Verfang, der kürzlich feinen 70. Geburtstag gefeiert hat. hat d - ..Philistern" auch heute noch nicht gelernt uub sich ein echtes Bnrfchenherz bis in das Greisennlter bewahrt. heute freut er sich seiner tollen vier ersten Semester iu Bonn (Ujt»t—63), seiner Viensuren und lustigen Streiche. Dem Aufenthalt in Bonn ist der grösste Teil des Buibes gewidmet. Wir sehen die heute fast alle noch beste!,>.u den Korporationen, die damals „ohne Bedenken jüdi'chc Blitglieder, wenn sie ihnen brauchbar erfdjieueu, ansnaln!»'u". wir Horen von ihren gegenseitigen Reibereien, wir Denen uns über den goldenen rheinischen Humor der Bonner Studenten und lachen über die von den Studenten an geschmierten ehrbaren Bürger, wir wandern in die herrliclre Umgebung Bonns, nach Heisterbach „mit seiner grostartigen Klosterrnine und seinen herrlichen Bud)enwäldern", nncl> dem Drachenfels rmd nach der Löwenburg, wir trinken unsere Bowle beim „Aennchen" in Godesberg, nur lieben „die Johanna und morgen die Susann«" („Die Lieb' ist immer neu. das ist Stiidententren") — und erinnern nns!>ei der Lektüre gerne unserer eigenen Bonner Studentenzeit ,00 wir im Kreise lieber Freunde und liebevoller Freundinnen vielleicht es noch ärger getrieben. Den Bonner Semestern folgen Semester in Berlin, Würzbnrg und dann wieder Berlin. Ten Schlug des Buches bildet eine Darstellung der Bedeutung der A. D. B.> Burschenschaft. Das kleine Büchlein wie der Verfasser mit Utecht in seinem Vorwort hcrvorbein. gefd)ichtlid)e und des onbeiö knltnrgesdiichtliche Bedeutung Den jungen Studenten und den Alten, „die sich ein studentisches Herz bewahrt haben", fei die Lektüre des fumoien Bächleins empfohlen. Per herein deutscher Otudcnten zu Berti». Wt'sc-U, .,'jjt'se, Gdschj.hj. vUiff I < (frilft jfwttfrl, Berblg des B. D. St. zu Berlin i Deutsche Kanzlei, Berlin SW. N). Preis M Pseuuig. Der V. D. St. in Berlin beabsichtigt, unter dem Gesamttitcl „De nt sch-ata de mische Schriften" eim il/t-,ln- >/b,chhlU''b ftii; Jjfif b'inmit, 1 nutz y’-trlitfttifü ,,,'Unlg riifht tot tnuljiljai Stade,Uenschau" tu«'«,?,- ,»>"• i. Der Verbs,chi, brr sofort in nnö anssteigt, das; diejc unter einem*harmlosen Titel erscheinettdett Hefte antiienritifche« Anstrich haben, wird gleich bei dem ersten Hefte, das Wesen, Ziele und Geschichte des Berliner V. T. St. behandelt, bestätigt.