KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 10-11 (1.7.1912)
- Date
- 1912-07-01
- Page
- Seite 212 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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212 Ganz besonder« Wert hat Leipzig immer ans seinen Titel ultf Mnsikstadt gelegt und es führt diesen Siamen mit Riecht. Die Gewandhaus-Konzerte. die Kammermusik-Abende, die Motetten in der Nikolaikirche sind anserlesene Genüsse. sticht zum wenigsten dürfte Leipzigs zentrale Lage zwischen Weimar. Berlin und Dresden, zwischen dem Harz. Thüringen und der sächsischen Schweiz ein Kriterium sein, um zu sagen, „mein Leipzig lob ich mir". Also Ihr Kartellbrüder, die Ihr noch itid)t wißt, wo Ihr nächstes Semester hingehen sollt, entschließt Cuch, nach Leipzig zu konunen, wo Ihr anher der geschilderten Pflicht und den geschilderten Anregungen, ein äußerst gemütliches Berbindnngsieben finden werdet. K. Cer denkt an Leipzig! Bing. Sprevia. Um den Bundesbrüdern, die voll auswärts zu uns gekonunen sind, zu zeigen, daß Berlin garnicht so arm an landschaftlichen Beizen ist, wie llwn ihm nachsagt, und um ihllen zu beweisell, daß es sich hier mich im Sommer ganz gut leben läßt, mad)eu wir bald offiziell, bald inoffiziell ''Ausflüge nach den westlichen und östlichen Bororten.. So ucrauftaltetcu wir vor den Pfingstferien eine recht gemütliche. Erkneipe ill Treptow und nahlllen an deul vom A. H. B. Cprevia verallstalteten Ansflug nach Wannsee, Moorlake, Potsdam sowie an denl sehr feuchtfröhlichen Bowlenabend in Hundekehle offiziell teil. Der Berbindnngsbetrieb an sich ist recht strauml und doch gemütlich. Als ein hervorragendes Zeichen dafiir ist insbesolldere 511 erwähnen, daß uilsere Convente sich durch Kürze und dabei auch durch Würze auszeichnen. Der jedell Donnerstag stattfindende Tllrnabend verläuft immer stramm und recht fröhlich, wenn auch zu bedauern ist, daß all diesem so selten ältere Bundesbriider oder Kartell brüder teilnehmen. Bor noch nicht langer ^eit war das anders! M. C. A. K.V. Srivurgo-HkiLessinia. Dr. Lekisch- Niainz ist auf feilte« Alltrag hin vonl Amt das Kassenwarts eutluiubcu nuirbcn. Zit seinem Nachfolger wurde voll der Generalversammlung Zahnarzt Leopold Hoffmann iil Cssen iRuhr) gewählt. E. H. ViadrinaDarmstadt. Wir teilen ullcn K. C ent mit, daß der if. C.-Tag mit 17. bis 21. Oktober in Darmstadt stattfindet. Im Interesse einer rechtzeitigen Wohilungsbeschasfilllg bitten wir scholl seht Alle, die kollunen wollen, dies canck. mach. Carl Levi, Darmstadt. Casinoslraße 2 mitzuteilen. Wir geben außerdem zur Kenntnis, daß wir voil jetzt ab uilseren Mittagstisch und unsere Briefablage im Hotel Prinz Heinrich, Darmstadt, Bleichstraße haben. E. A. * * * HVrsomrknachriiHkeli. Das A s s e s s 0 r e x a nt e n bestanden Karl Löwenstein (Lic.. Nheim Sil.j, De. Fnlins Schindler (Spr.) und De. .Karl Vlmbern lGhib.). -Tivj Ule je reit bar er amen bestanden Grün (Lic.) und U0illh Herz INh.-Sil.) Das in e d i z i n i s ch e S t a a 13 e r a tu e n bestanden L v e s e r l (T!)iir.>, Wölb st ücker (1 ljun und Ul l f r e b (Sold sch inidt iLic.) Das A p 0 t h e k e r e r a m c n bestand H e i n z Cohn (Bau.);|iiiii 0 bevüc t er in Ae d. Ui cf. wurde Tierarzt Dr. Davis (Spr.) befördert. Zuni Dr. mc<l promovierten L 0 eser I (Thnr.) nnd WoIbftiicfct lThur). ZSestlmmungsmenfuren. Die Hamburger Nachrichten schrieben kürzlich: Mit grober Genugtuung werden die Alten Herren der schlagenden Verbände ans den dentsehen Hochschulen die Nachricht vernommen haben, dast die Unterrichtskominission der, prensnschen Herrenhauses eine Petition der schlagenden Korporationen der Technischen Hochschule in Aachen dabin, das; studentische Sch läge r - mensuren nicht aD Ztveikämpfe mit tödlichen Waffen angeseben werden, der Staatsregiernng zur Berücksichtigung überiviesen bat. Die Schlägermensur. insbesondere die sogenannte Bestiminungsinensur, ist. eine Waffenübung, die allster der Stählung des Körpers den Zweck hat, zu deweisen, dast der deutsche Student keine Furcht vor der scharfen Klinge des Gegners hat. Bon einer voranfge angenen Beleidigung ist keine Nede, vielmehr werdengdie Paukanten von den Fechtwarten der betreffenden Korporationen einfach gegenübergestellt, um sich im wehrhaften Kampf zu messen und ihren Mut zu zeigen. Gewiß seht eS in den meisten Fällen Schmisse; aber die Anzahl der tödlichen Unfälle ist im Vergleich zu anderen sportlichen Gebieten und zu der Anzahl der auf deutschen Hochschulen alljährlich geschlagenen Mensuren so verschwindend klein, das; sie ernstlich nicht in Betracht koiumen kann. Die Bestimmungsiilensttr ist die Grundlage, aus der sich die groben Conleurverbände auf den deutschen Hochschulen: Korps (SC.), Landinannschasten <1.0, Burschenschaften (DO und Sumer) c()af ten (VC.) ausbauen. Sie beruht auf alter Ueberlieserung und ist mit dem deutschen Studenten- und Volkstum eng verwachsen. Kanu man »ich wohl eine kleine deutsche Universität ohne CouleiirstiBt nten mit dem frischen Schmis; auf der Wange vorstelleu '■ Seien wir doch froh, das; unsere akademische Fügend das Stück altdeutschen Nittertums hegt und pflegt und daß immer noch ein recht erheblicher Teil unserer Studenten den Schläger nicht nur als Zierrat trägt. Haben doch auch Männer wie unser Bismarck den Speer aus der Mensur