Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
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- 1871-01-01
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- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
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24 bisherigen Darstellpng sich ergiebt. Wer theilnehmend dem Seelenleben des Kindes näher getreten ist, wer ihm Sinn und Interesse sorgsam abgelauscht hat, der weiß, daß es die ganze Natur rings herum beseelt, daß es ebenso die Gottesgestalt wie nicht minder die Thierwelt mit menschlicher Empfindung und menschlichen Formen ausstattet, und daß endlich die Wundererscheinung, jeder Eingriff in die Naturgesetze, für das ihm mangelnde Bewußtsein ursächlichen Zusammenhanges kein Wunder, ja vielmehr eine Nothwendigkeit ist. Was über- oder widernatürlich, kann ihm nicht so erscheinen, und es sühlt von den Ungeheuerlichkeiten der bunten Märchenwelt sich mehr und inniger angesprochen, als von jeder aus der Wirklichkeit geschöpften oder sie nachahmenden poetischen Erzählung. Man würde an der Kindesnatur ein Unrecht begehen, wenn man die Welt farbenreicher Herrlichkeit ihr zerstörte, wenn man den überredenden Schein ihr verlöschte. Wie der Leib seine Speise, so fordert als seine natürliche Nahrung die kindliche Phantasie jene Fülle bunter Bilder, mit deren Entziehung sie, und mit ihr das Organ aller späteren, über das bloße Verstandesleben sich erhebenden geistigen, und alles die Menschenthätigkeit doch auch überragenden idealen Strebens geschädigt würde. An diesen zarten Kindessinn schmiegt die Sagen- und Geschichtserzählung der Bibel sich an. Was des Kindes Eigenart und Bedürfniß, war auch die Eigenart des Menschengeschlechts auf der Kindesstuse seiner geistigen Entwickelung, aber der hebräische Volksgeilt hat der sonst uneingeschränkten Phantasie doch Schranken angelegt, er hat sie an das Gesetz des ethischen Maßstabes gebunden, er hat das Gefühl der Lust und Unlust an den sittlichen Werth der Begebenheiten gebannt, er hat die Gebilde der Sage und der Historie in die Formen des religiösen, des an den heiligen Gott gebundenen Geistes gegossen. Mit diesem ethischen Geiste muß die Bibelgeschichte auf den unteren Schulstufen überliefert werden, man vermeide sorgfältig jeden anderen reflectionellen Eingriff, er