Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
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- 1871-01-01
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- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
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23 der Jugenderziehung fast gleichen Schaden an wie ihre Unlauterkeit. Endlich drittens wird all das aus dem biblischen Geschichtsstoffe auszuscheiden sein, was in sich weder von geistiger noch sittlicher Bedeutung ist. Mag immerhin der Talmud dem Unwichtigsten in der Bibel die gleiche Bedeutung wie dem durchsichtig Heiligsten beilegen; im Jugendunterricht darf dieser Grundsatz keine Anwendung finden. Allerdings wird beispielsweise die Geschichte Simson's nicht unterdrückt werden können, obwohl sie Nichts von dem echt ethischen Hebräergeiste verräth, obwohl sie vielmehr in ihrer ganzen Anlage, und besonders in ihrer Werthlegung auf äußere Körperkraft zu der griechischen Sage, freilich ohne deren künstlerische Gestaltungssähigkeit hinneigt; sie und Anderes dergleichen wird der Jugend darum nicht entzogen werden können, weil diese Gestalten Gemeingut der Kunst und Literatur geworden sind und darum den Anspruch erheben, dem Gedächtnisse zugeführt zu werden. Dagegen giebt es gerade im Richterbuche und keineswegs bloß in diesem Vielerlei, was ohne alles Bedenken aus dem Unterrichte beseitigt werden kann. Was haben die Richter, Schamgar, Tola, Jair und Andere für eine Bedeutung? Was wird von ihnen erzählt, daß ihre Namen verdienten, weiter der Nachwelt überliefert zu werden? Was uns von ihnen erhalten ist, macht den Eindruck fragmentarischer Reste, eines historischen Torso. Das mag, wie jeder Torso der alten Zeit, für den Gelehrten, für den Sprach- oder Alterthumsforscher seinen Werth haben, für die lernende Jugend ist es durchaus werthlos, ist es den vertrockneten Blumen gleich, die in das Herbarium des Gedächtnisses abgelagert werden und die als überflüssiger Ballast dem Bessern und Nützlichen den Raum verlegen. Wir haben zuletzt uns noch über die Art und Weise auszusprechen, in welcher der Lehrer den historischen Charakter der biblischen Geschichte zu behandeln hat, wenn dies nicht schon unausgesprochen zum Theil aus der