KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 10-11 (1.7.1912)
- Date
- 1912-07-01
- Page
- Seite 201 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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201 schlummernden Wokksinlkinkte gegen die Inden, uslv." Lombroso hat hiermit Bismarck als den Bahnbrecher der Ahlwa r d t, Pnckler und Genossen hin gestellt! Das nannte ich einen „Gipfel", das „eine Verleumdung von kolossaler Frivolität" — itub ich muß Herrn vn. Löwenstein dringend um die Erlaubnis bitten, dieses mein scharfes Urteil an frechterhalten zu dürfen. 3. Die echte wissenschaftliche Bedeutung Lombrosos, dessen „ungeheure Arbeitskrast" ailch ich achte, festzustellen,' ist hier weder Raum genug, noch die richtige Gelegenheit. Wenn ich ihn einen „Eharlatan" nmmte, so meinte ich damit seine Me t h o d e, deren feuilletonistisch-kritiklose Oberflächlichkeit im letzten Lnstrum auch voll vielen seiner früheren Anhänger rückhaltlos zugegeben und als durchaus unwissenschaftlich scharf geragt wird. Ich gebe aber zu, daß ich mit dem Aufdruck „Eharlatan" eilüge Kilometer 51t weit gegangen bin und ziehe ihn als unparlamentarisch zurück. 4. Daß Lombroso „bei allen Gelegenheiten zur jiidischen Fahne gestanden hat", ist durchaus unrichtig! Ein Mann, der z. B. (in eben jener Schrift, in der er in einer „beiläufigen Bemerkung", wie I>. Voroenftein sagt, Bismarck zum ältesten Radau ^Antisemiten stempelt) vom „selvaggio uso liella circoncisione“ „der barbarisch en (!) Sitte der Beschneidnng", von den „stupid! riti della n/.ime Pasqnali“ „voll den stnmpfsinnigen (!) Gebräuchen der ungesäuerten Osterbrote" (S. 14) spricht, also uralte jüdische Volkssitten „einfach mit einigen Worten abschlachtet" (um mit Dr. Löwenstein zu reden), hat wahrlich keinen Anspruch mehr, zu „unseren Großen" gerechnet zil lverden. „Gott schütze rnls vor solchen Freunden — d an n werden wir uns vor unseren Feinden besser zu schützen wissen als mit ihnen." l)r. jur. Moritz de Jon ge. Der Furemmterricht im K. E. BorschbM zu seiner Drftamfatiüu. Bon Dipl. Inip I. Iaco.bvvicü (Bindrinn-Dnrmstadt). (Schlns;) Die nnil folgende Festlegung des Lel-rstofses siir den Fnrennnterricht im K. (5. soll llichts anderes bedeuten als einen der vielen Vorschläge, die man hier leicht Mticheil kann. Ich benierke auch, daß meine Disposition iveder Anspruch daraus erhebt, lückenlos 51t sein, noch die einzige richtige Stoffanordnilng zu bilden. Aber sie soll zeigen, wie ich mir eine systematische und prinzipielle Gliedertutg des Lehrstoffes im Nahmen der Vorschläge denke, die ich in der vorigen Nummer der K. C.-Blätter vorgebracht habe. Im Folgenden bezeichne ich'mit Ltf. die Punkte, die eine eingehende Behandlung im „Leitfaden" finden sollen, mit Vvrtr. jene, die zudem noch in Form von Vorträgen durch geeignete „Spezialisten" gebracht werden mögen. Aufteilung des Stoffgebietes. Ltf. A) Einleitung: Erziehnngsprinzipl>'n, Lehrmethodik und Allgemeines über den Furenuntericht. Persönliche Anforder ungen an den F. M. Sein Wirken und sein Verhalten gegenüber beit Füren. B) Kursus: 1. Das persönliche Verhalten des V er b i n d u n g s st n deuten. Begriff der Bnndesbrüder lichkeit; Verkehr der , Bb. Ab. nntereinander und mit der Verbindung. dr>s allgemein-mensch liche Verhalten: der Begriff der Ehre und der Ehren hui rigkeit — das ideale „Burschentum". Einiges über das persönliche Auftreten nsw. 2. Die deutsche Studentenschaft. Ihre Gliederung — „Wildenschast" und Korporationen. Vergleich. Einige Daten über die organisierte Wildenschaft und ihre Tendenz. Die Verbindungen und Verbände. Kurze Schilderung ihrer Tendenzen — die eigene Tendenz «kurze Behandlung-. Die spezielle Gliederung der ortsansässigen Studentenschaft. Ltf. 3. Die Geschichte der deutschen Studentenschaft mit Ausnahme des K. E. Besondere Berücksichtigung der Burschenschaften und des V. D.St. nebst Anhang: die jüdischen und „paritätischen" Verbindungen. Ltf. 4. Die G e s ch i ch t e des K. E. a) die einzelnen Verbindungen und ihre Geschichte in kurzer Darstellung. b) die K. E.-Tendenz im engeren Sinne: Prinzip der Eigenwürde und des Selbstbervns'.lseins. Wahrhaftigkeit und Wille zur geistigen und körperlichen Abwehr aller Eingriffe, Einschränkungen und Kränkungen, die den- Juden widerfahren. Die „nulo diugte Sali .jnktintt" tll hh frw fstisnnmienhnuij' Xu\> Prinzip hrt Erklusivität und deren Konsegnenz: BedingteDaseitt'.'berechtignngdeszk.C. — Ziel desselben: Herbeiführung eines Kulturznstandes. der sein Wirken überflüssig macht. Vaterland und Judentum. Die Betonung deutsch-vaterländischen Geistes. Der Tendenzparagraph.