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KC-Blätter · 1912-07-01 · Heft 10-11 (1.7.1912) · p. Seite 202

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 10-11 (1.7.1912)
Date
1912-07-01
Page
Seite 202 (sequence 18)
Language
German
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202 c) Die Gründnngsgeschichte des K. C. (ESetnc Versastümg. K. C.-Statut, Beschlüsse, der eigentliche Kartell-Convent (jk. E. Tag). 5. Ausführliche Geschichte der eigenen Verbindung. (Die Niederschrift einersvlchen ist jederK.B. zu empfehlen, un Ltf. soll sie mit kurz unter 4 b) erzählt lverden.) 6. Die Organisation der K. C.-Berbindungen. Die Negierung — Chargen, Aemter.Wartschaften und deren Funktion. Di e beschließenden Körperschaften (Convente). Die Gesetze der Verbindung. Comment! Das studentische Ehrengericht und seine Geschäftsordnung. Nechtspslege und Disziplin der Verbindung. Strafbefugnisse, der Ehrenrat, seine Bedeutung und dessen Kodifizierung. Die Veranstaltungen der Verbindung; der Verkehr der Verbindung nach außen und im Verband usw. Ltf. 7. Die Tendenz im weiteren Sinne. a) Allgemeine Geschichte der Juden in Deutschland. Die kulturellen Entwickelungstendenzen. b) Die Entwickelung der rechtlichen und gesellschaftlichen Stellung der Juden in Deutschland. Die äußere „Jndenemanzipation". Die Hauptdaten, Edikte und Gesetze in den Hauptlnlndesstaaten. Kortr. c) Die geistige, kulturelle und politische Anpassung der Inden an das Deutschtum. Die innere Jndenemanzipation. Der Heimatsbegriff. Judentunr und Deutschtum keine Gegensätze. Das Recht des deutschen Inden aus wahres Deutschtum. 6) Die Feinde. Die Geschichte des Judenhasses in Deutschland vom Mittelalter bis heute. Die Spielarten des Antisemitismus. Aortr. e) Das „Rassenproblem" unter besonderer Berücksichtigung der Folgerungen ans den ,.NasseM)eorieu" in Bezug auf das Judentum. Rassenantisemitismus und Rationaljudeutum. f) Moderne Strömungen innerhalb des Judentums. Der Zionismus! die jüdischen nichtstudentischen Verbände. Ltf. 8. Fortsetzung von 7. Politisches zur Tendenz: a) Der Humanitätsgedanke in seiner Entwickelung. Das Reformationszeitalter. Die französische Revolution. Die napoleonische Zeit. Die Reaktion. Alles im Zusammenhang mit dem Aufkeimen politischer Betätigung der Juden und für diese. Wortr. b) Die Ideen des Liberalismus, ihre parteibildende Kraft, ihre Wirkung auf die Stellung der Juden in Deutschland. Deren eigenes Wirken im altliberalen Sinn, besonders als begeisterte Vertreter des deutschen Einheitsgedtmkens. Vortr. c) Die politischen Parteien Deutschlands unter besoudererAeriicksichtigung der antisemitischen Gruppen. Ltf. C) Schluß. Die Weiterführung der K. C.-Tendenz im praktischen Leben. Die K. C.-Propaganda. Der ganze hier ausgefiihrte Stoss ist nach der zeitlichen Folge, in der er gebracht werden soll, angeordnet. Die Lehrdauer soll dabei 2 Semester umfassen. Dabei ist zu beachten, daß mancherlei parallel laufen kann und besonders bei den Punkten 7 und 8 eine genaue Einhaltung der Reihenfolge gar nicht nötig ist. Allerdings darf kein Punkt eines einmal vom K. C. beschlossenen Lehrplanes (der durchaus nicht der vorliegende zu sein braucht) ini Fuxenunterricht ausgelassen werden. Roch ein Wort über die „Fureuprüfung". Sie ist ja wohl vor der Burschung noch bei allen K. V. K. V. üblich, aber vielfach ist sie zur Formalität herabgesuukeu. Es konnte nur nützlich sein, wenn man sie streng und ernst nähme und gelegentliche Zurückweisungen nicht scheute. Von jedem werdenden Burschen sollte man die freie Behandlung eines oder anderen Themas der Punkte 4, 7 oder 8 verlangen. Ich halte dies für wichtiger als die Beherrschung der ganzen Muster formeller Dinge, an denen unser Verbinduugsleben reich ist. Und mm zum Schluß! Von einer Organisation im K. E. wollte ich gesprochen haben. Ist sic wirklich nötig, fragen viele. So viel steht fest: Bis jetzt ist feine da. Es fragt sich also, gehen wir einen neuen Weg oder bleibt alles beim Alten. Viele wünschen, ich weiß es. das Letztere. Mancher flüchtet um die bisherige Bequemlichkeit in der Ausübung seines Fuxmajorates, andere aber haben Sorge, daß die Individualität des F. M. erstickt werde, wenn eine Organisation den Einzelwillen lenkt. Alle Bedenken aber müssen fallen, wenn die Erkenntnis Platz greift, daß unsere Zukunft und unser Wirken im höchsten Maße von einer einheitlichen und zielbewußten Erziehung unserer Füxe abhängt.

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