Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
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- 1871-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
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22 stößige streng ausgeschlossen werden. Was von den Men, und besonders den Orientalen, schon in Folge ihrer climatischen Lage, mehr aber noch ihrer anders gearteten Anschauungsweise von dem Verhältnisse des Körperhaften zum Geistigen, in nackter Deutlichkeit bezeichnet werden konnte, was ferner von den Erwachsenen mit unbefangenem Sinne ausgenommen wird, das ist für die zartfühlende Jugend, für ihren idealen Sinn, der mit einer gewissen Verleugnung alles Körperhaften mehr in das Seelenhafte der Menschennatur sich versenkt, ebenso verletzend als gefährlich. Ferner wird Alles, was mit den Forderungen echter Religiöfität im Widerspruch steht, durchaus abgewiesen werden müssen. Die Bibel hat sich nicht gescheut, von ihren vollkommensten Typen, von den Heroen menschlicher Gesittung und nationaler Größe, sie hat sich nicht gescheut, von Moses und Ahron, von den Königen David und Salomo, von dem Propheten Elia menschliche Fehler und Gebrechen zu verzeichnen und zu tadeln, sie hat es ausdrücklich anerkannt, daß kein Mensch aus Erden gerecht sei und nicht sündige, sie hat gerade aus der an der Menschennatur wahrgenommenen Unvollkommenheit zu dem Ideale der göttlichen Heiligkeit sich erhoben, und wir verfahren daher ganz in ihrem Geiste, wenn wir das, was wir in ihren Personen, in ihren dichterischen Ergüssen, in ihren augenblicklicher Drangsal erpreßten leidenschaftlichen Ausbrüchen als menschliche Schwäche erkannt, mit dem Maße echter Religiosität messen und von uns weisen. Es ist die Pflicht des Lehrers, in Treue und Aufrichtigkeit die volle Wahrheit des Sittengesetzes in die Brust der Jugend zu pflanzen: er begehe keine Täuschung an sich und der Jugend durch Entstellung und Künstelei, er halte sich fern von Voreingenommenheit, die zu unwahrer Verdunkelung ihre Zuflucht nimmt. Der unverfälschte Jugendsinn nimmt Anstoß daran, oder muß zugleich geistig und sittlich darunter leiden. Die Enge der Gesinnung richtet in dem heiligen Werke