Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
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- 1871-01-01
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- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
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21 nach Durchsittlichung ringenden Volksgeistes, seine Beobachtungen auf alle Einzelnheiten, aus jene kleinen Vorkommnisse des Lebens auszudehnen, die in keinem anderen Geschichtsbuchs eine Stelle finden; und dieses Eingehen aus das Kleine, dem Kinde Vertraute, gegenüber den aus jeder anderen Geschichte herausgehobenen großen Staatsaktionen, diese lieblichen Genrebilder, diese umfriedeten Idylle sind es wiederum, welche der biblischen Geschichte volle Gemeinverständlichkeit und einen von Allen empfundenen Zauber verleihen. Und dieser Zauber, wie er aus der seelenhasten Innenseite der Personen und Begebenheiten ausströmt, wird noch unendlich erhöht durch eine fesselnde Diktion, durch eine kindlich einfache, gänzlich prunklose und durch jene knappe Darstellung, welche oft das Nöthigste verhüllt und der Phantasie zur Ausfüllung des Lückenhaften freien Spielraum gewährt. Diese Ausdrucksweise ist so unnachahmlich, daß die biblische Geschichte durchaus in den Darstellungsformen, in die sie selbst ursprünglich ihren Geist gegossen, in der Schule vorgesührt werden muß, jede Umgießung, wie sie alle anderen Geschichtsdarstellungen erheischen, muß bei der biblischen Geschichte ausgeschlossen bleiben. Alles in Allem ist die biblische Geschichte weniger eine politische als eine Sittengeschichte, sie ist die Menschengeschichte in der Geschichte des Einzelmenschen, sie ist eine angewandte Religionslehre, in welcher aber, entsprechend der Entwickelung, die sie innerhalb des hebräischen Volksgeistes genommen, die Sittenlehre vorangeht und aus sich erst synthetisch die Gotteslehre aufbaut. Das sichert ihr noch heute bei dem Kindesgemüthe zugleich ihre Faßlichkeit und ihre eindringliche Wirksamkeit. Um aber beides, die Faßlichkeit und die religiös ethische Wirkung nicht zu beeinträchtigen, wird es nöthig sein, in Betreff des vorzutragenden Lehrstoffes eine sorgfältige Auswahl zu treffen. Vor Allem muß — und dagegen dürfte von denkenden Männern heute kaum mehr ein Widerspruch zu erwarten sein — alles für die Jugend Au-