KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 7 (1.4.1912)
- Date
- 1912-04-01
- Page
- Seite 143 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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143 erhält: es geht kein Mulus von hier, der nicht mindestens stark vorgekeilt ist. Seit Jahren haben wir regelmäßigen wöchentlichen K. C -Abend. und zwar Montags abends 9 h. c. t. im Restaurant Union. Theaterplat;; im Sommer bei gutem Wetter auf der Terrasse des Stadt. Saalbaus. Am 6 Januar hatten wir die K. C.er des des ganzen Jndustriebezirks zu einer gemütlichen Ferienkneipe eingeladen. die einen schönen Verlauf nahm. Diese Kneipe trug einen internen Charakter; Propaganda großen Stils dagegen war unsere Teilnahme an dem Festkommers zur hundertjährigen Wiederkehr des preußischen Judenedikts von 1612. Dieser Festkommet s wurde veranstaltet von der Synagogengemeinde, vom Zentralverein, vom Verein für jüdische Geschichte und Literatur, vom Jüdischen Jugendverein und von der K. C.- B.'zirksgruppe. Zwei unserer Verbandsbrüder (Jaeobovies und Marx) gehörten als Vertreter unserer Bezirksgruppe dem einladenden Festkomitee an. Der Kommers wurde im großen Saale des Stadt. Saalbaus gefeiert und war uou cci lüOO Personen besucht. Auch ein Beigeordneter der Stadt Essen war als Vertreter des Oberbürgermeisters erschienen. Es war ein besonderer K. C.' Tisch reserviert, an dem sich ungefähr 40 K. C.er aus dem Jndustriebezirk zusammenfanden, und zwar alle in Band. Dipl. Ing. Jacobovies (Viadrinae-Darntstadt) kam als Vertreter des K. C. im Laufe des Abends zu Wort. Er sprach von unserer Stellung innerhalb der jüdischen Entwicklung in dem seit 1612 vergangenen Jahrhundert und legte der großen Versammlung unser Wesen und unsere Bestrebungen dar. An seine Rede schloß sich ein vorzüglich klappender K. C.- Salamander, kommandiert von Richtsanwalt L)r. Heymann. Bochum, (Liearia. Sprevia.) Alles in allem war unser offizielles Auftreten in Halbkouleur eine Propaganda, wie wir sie uns nicht besser wünschen konnten. Es wäre zu wünschen, daß in allen Städten, in welchen viele K. C.er leben, in ähnlicher Weise die >7 ctsgruppen in deit Vordergrund gerückt würden. Aach jeder einzelne K. C.er sollte seinen Verband, namentlich bei öffentlichen Anlässen (Diskussionen ufw.) oftmöglichst weiteren Kreisen bekannt machen. Vorsitzender der Bezirksgruppe Essen ist Assessor Ludwig Mayer, Essen-Ruhr, Henrielrenstr. 1." Erich Marx. H'erjonak-Mrchrichten. Das Assessor ex amen bestand Gottschalk, (Acaria.) Das 'J> I) \) |i k u in: Ui' alter Blank. tRheno-2il., '3preu.) und 'Je e u g a r t e n (Ghib.t Das Dipla ttrera ui e it ((vIkiiiu1) >b e n c, lBad.-K.) Als 'H c d) t sa umalte lieüeu sich nieder: Danneu* bannt, <'Hl)etiU’3il.) in Düsseldorf, Dr. Amberg l lGhid.) in Berlin, Gott sch alt, iLic., Svr.) in Essen a. d. riliihr. Zum Dr. iur. et. rer. pol. pro monierte •Sj> e n r D 2 e p m a n n (2ic.) Numeri unö mäihvmm. „Geschichte der frankfurter Zeitung" 1911. ,Verlag der Frankfurter Zeitung". 6 M. Bekanntlich bat die Franlsnrter Zeitung vor 6 Jahren ihr 50 jähriges Jubiläum gefeiert, nnd es ist ^vielleicht itid)t unbefanut, daß sie als Festgabe ihren^ Frenndc'tt nnd Mitarbeitern ein Geschichlsioerk der Franksnrter Leitung darbrachte. Dieses Wert, das viel begehrt ivurde, war bald vergriffe», da es nur in geringer Auflage gedruckt war »itd iin Buchhandel nicht erschien. 'Jbtitineljr hat die „js-rnnfMaler Ztg. das Wert in Auslage für den billigen 'Preis von -»'Ul. imchiiials hergestellt iitib es erscheint im Bnd,Handel. Es sei nun auch in ^den SK- E.-Blättern daratis hingetviesen: denn die 1 HM) ceiten des großen Ldtartbandes enthalten snr das wenige Geld Außerordentliches. 'ß'icht bloß die ZeitnngSgeschichte des Blattes von Anfang an. sondern and) in origineller Darstellung dieZeit- und -HandelSgeschichte der letzten <»u Fahre,^geschöpft ans den Quellen der Feitiiitgsnmniuern. Die Fülle der hodiintereffanten. ntoderueit GeßhichtSereigttisse die von Napoleon UI. bis Bethntann-Hollweg gehen. Inland und Ausland. 'Politik tmd Oekonomie der'Moderne umfassen, sind lebendig dargestellt. Das Bttch ist ein vorzügliches Nadifdilage-'und Lefeiverk zur Bertiesuttg der heutigen Verhältnisse, lvelche in ihrer Entstehung mit allen innerett Zusammenhängen dargestellt sind. Da nun auf den Schulen die geschichtliche 'Ausbildung höchstens bis 1870 geht und nur die kriegerischen Ereignisse initteilt, muß jeder Student, der sich bilden will, nttbedingt sich in das Studium der lebten 50 Jahre vertiefen. Das soll und mitß der Al. E.er, der ja in seiner Lenden-, auch Politiker ist, erst recht tun, ttnb so sei auf das Wett hingewiesen, das wohl fdjott mancher süddeutsche Al. Ivrr allein aus yiebe ,pt fcitietti 2eiborgau fidj anschnaeit uiii.0. l)r. V). Werner Somvart, Pte .Zukunft der Zude«. Leipzig. Verlag von Duncker und Humblot. 19l2. 91 Seiten. Preis 2,5)0 M. „Unut allen Einzelheiteic abgesehen: > Indenvolk ist es, das seil den Dagett der Prophele:«. den großen ethischen Ton in das Meuschheitskonzerr 'ringt. Das große tragische Pathos, das die natürliche W»lt versittlichen tvill, stammt doch am Ende ans Inda und ist von dorther in das Ehristentum übergegaitgeu. Dem bZriechentnm ein großes Gegenlnld entgegen-,ttstellen. war unk» ist die Aufgabe Israels bis heute geblieben." ,3e<.i- 57.) Ist es wirtlich Sombart. der dies schreibt, der in seinem Buch über „Tie Juden nnd das Wirtschaftsleben" die Religion der Juden mit so ganz anderen Augen be Machtet 5 Dem jüdische Religion mit kapitalistischer b-eistesart eines ist, „ein Verstandesprodukt ohne .Herzensinbrunst, ohne Mysterium, eine geschäftsmäßige Versicherungsanstalt zeitlid)cti Glückes und ewiger Seligkeit, eine typische Händler» religion, lvelche den Reichtum als sichtbaren Segen Gottes verherrlicht!"