KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 7 (1.4.1912)
- Date
- 1912-04-01
- Page
- Seite 141 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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141 »uns; ja bie Schulzeit iMitorln’orfjeii werden, wenn man sich für da§ Studium der Universität meldet. Nur einige Stunden helfen dann das Geld zn verdienen, das man;,um 2clum drancht. :vVn ädrigen sind die Studentinnen der Heutzeit durchaus nicht nur ans das hnüftifle gestellt. Sie wissen sehr wob!, das; ein frischer freist nur in einem gesunden und kräftigen -Körper ruhen kann, und allerhand Sportvereinigungen haben sich gebildet, nm neben dem dreist auch dem Körper sein Recht werden zu lassen. Sie Studentinnen vvn heute erheben aan,; und gar nicht den Anspruch darauf, den weltlichen ^erg:nl ,ungen so weit wie möglich abgeneigt zu sein. Es gü>t nntt r ihnen vorzügliche .Tänzerinnen, brUlante Schlittschuhlaufnnnen, Tarnen von Grazie und Gewandheit. und cs ist sogar sehr amüsant zu beabachten, lvie erstaunt die Herren der Schöpfung sind, wenn auf einer Gesellschaft oder aus einem Ball eure besonders schneidige und gute Tänzerin sich als Studentin entpuppt. WevvanLs^Wachvichten. Versag und 'AledaKtiorr der St. (5.-Blutterfind mul) Wolksgartenllraße 12 verlebt worden. Fr. H.-?9appentafel'. Die im vorigen Hefte angelündigte St E.Wappentafel ist erschienen. In gediegener, fnrden prächtiger AuSsührung enthält sie die Wappen säuttlicher K. E.-Berdindnngen. die das alte, herrliche Rathaus Breslaus, der Gelntrtsstadt des K'. E., ilmrahmelt. Die Wappentafel ist eine Zierde jeder Stndentenbtlde nnd ivird aitch den Alten Herren eine schöne Erinnerung an ihre Studentenzeit sein. Die Tafel ist zum Preise von 10 Mark vom Akadeillischen Wappentafel-Berlag in Müucheu Kausingerstraße 5, zu beziehen. Fr. ^.-Adreßbuch 1012. Diesem Hefte liegt für die it. E.er das neue Adreßlnlch bei. Weitere Exemplare werden zum Preise uou 1 Art. von dem Verlag der St C.-Blätter an K. C.er abgegeben. §»previa. Mit unserem Sernesterschluß-Kolnmers ain 24. Februar traten wir seit langer Zeit wieder einmal in die weitere OesfentUchkeit. Wir batten auf Veranlassung der älteren Berliner K. C.er eine große Reihe bekannter Persönlichkeiten eingeladen. Zu unserer großen Freude war ein großer Teil derselben den Einladungen gefolgt. Besonders danken wir für ihr Erscheinen den Herren Prof. Ludwig Stein. Prof. Albert Albn. Professor Neubcrg, Dr. Hochfeld und Chefredakteur Goetz. Die Tendenzrede hielt unser Kb. Dr. Kurt Friedmann, wofür wir ihm auch an dieser Stelle und rn herzlichen Dank ailssprechen. A. H. Pavarla. In der lehren Woche des Semesters wurden wir durch den Besuch einer Anzahl Kb. Kb. aus Freiburg. München llnd Bonn sehr erfreut. Das freie, ullgebuildene Heidelberger Studentenleben verfehlte auch auf sie seinen Eindruck nicht. Sie alle versicherten lins beim Abschied, daß ihnen die paar Tage, die sie bei uns verbracht hatten, stets eine angenehme Erinnerung sein würden. Am 29. Februar beteiligten wir uns an dem Fackelzng der gesamten Studentenschaft bei Gelegenheit des Prvrektoratwechsels. Einen schönen Abschluß des Semesters bildete die Schlußkneipe, die am 2. März stattfand. Wie bei allen Festlichkeiten, hatte auch dieses Mal die Heidelberger Philisterschaft ihre Vertreter gesandt. Ganz besonders hat es uns gefreut, daß unsere l. K. B. „Biadrina" offiziell ertöne nen war. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß bei dieser Kneipe zllm ersten Riale auch die neue Thuringenkouleur bei uns vertreten war. — Noch einmal sollten all diesem Abend die Bnndesbrüdi r. die zu Schluß des Semesters Heidelberg verlassen. mit uns vereint sein. Im Anschluß an das herrliche Lied Löwenbergs: , Wo zwischen grünen Bergen munter Des Neckars klare Woge rauscht. Wie in das dnft'ge Tal hinunter Die Burgruine sinnend lauscht, Wo Du von Kummer mußt genesen, Wie tief er auch im Herzen ruht: Da bin auch ich einst juilg gewesen. Ich war zu Heidelberg, zu Heidelberg Student! gab eine Ansprache unseres a. B. Kurt Alexander der Hoffnung Ausdruck, daß neben der Erinnerung au Heidelberg auch die Ennnernng an unsere Korporation in den Scheidenden wachbleiben werde. Das Bewußtsein, daß das Ziel, das wir K. E.er verfolgen, noch lallge nicht erreicht sei. sonderil daß wir zu seiner Verwirklichung noch nnermüdlich weiterkämpfeu müsien, möge die Scheidenden und die Zurückbleibenden unlöslich miteinander verbinden zum Wohle der Korporation! Eine sehr gemütliche Fidulitäl beschloß die schöne Kneipe. Bevor die Bundesbrüder ihre Ferien antraten, vereinte uns Montagmorgen noch einmal der traditionell gewordene Frühschoppen im .Weißen Bock." Wenn wir am Schluß einen Rückblick auf das verflossene Semester werfen, können wir mit seinen Verlauf zufrieden sein. DaS harmonische Zusammenleben der Bundesbrüder machte einem jeden den Aufenthalt in der Verbindung angenehm. Besonders erfreulich waren die guten Beziehungen zur Heidelberger Philisterschast, deren Unterstützung wir an dieser Stelle noch einmal rühmend erwähnen wollen.