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KC-Blätter · 1912-04-01 · Heft 7 (1.4.1912) · p. Seite 135

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 7 (1.4.1912)
Date
1912-04-01
Page
Seite 135 (sequence 11)
Language
German
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135 die Juden durch Jahrtausende, ein Fluch der nicht abzuschütteln ist durch die Entwicklung der Zeiten. Mit einem religiös-versöhnlichen Glauben hat solche Vorstellung keine Gemeinschaft. Doch nicht mit dein Ausdruck von Gefühlsregung muh diese Seite der aus Judenhaß ge-, boreueu Weltanschauung bekämpft werden. Es ließe sich leicht ein Beweis der Hochwertigkeit der jüdischen Rasse führen, wenn überhaupt ein solcher Ausdruck berechtigt wäre und nicht m Wahrheit der kulturelle Wert und die Kulturleistungcu einer Gemeinschaft in welligeil Generationen einem ständigen Wechsel ausgesetzt wären. Die Jiiden haben es jedoch verstanden, ihre kulturellen Leistungen durch die Generationen von Jahrtausenden zn erhalten. Selbst Ehamberlain llud seine Schule können die Leistungen der Judell auf religiösem Gebiet nicht verleugnen, nur daß ste diese ails der germanischen Vermischung herleiten. Da die Amoriter keine Germanen sind, mi«ß die Ethik der jüdischen Religion als echt jüdische Leistung unuulstritteu bestehen bleiben. Wie wäre es auch sonst verständlich, daß ein Volk den Geist einer freulden Minderheit sich so zu eigenmacht, daß sie ihn durch Jahrtausende entwickelt und bewahrt. Als Beweis für die kulturelle Leistungsfähigkeit der jüdischen Gelneinschaft ließe sich eine fortlaufende Kette hochwertiger Menschen vom Altertum angefangen über das Mittelalter bis in die neue Zeit inne-balb jüdischer Gemeinschaft anfstellen. Man darf nur die Menge schöpferischer Genies aufzählen. die die Welt mit neuen Ideen und Werten beschenk: haben. Plan muß gerade die originelle schöpferische Arbeit betonen im Gegensatz zu denen, die den Juden höchstens zugestehen wollen, daß sie Makler fremder Ideell seien. Noch ein Moment ist besonders zu betonen. Eine der Hauptsachen bei den künstlich konstruierten Verschiedenheiten zwischen arischer und semitischer Rasse bildet der Gegensatz zwischen arischem Mut, kriegerischer Fähigkeit, Treue einerseits und andererseits der jüdischen Feigheit, der semitischen Untreue. Es hat eine Zeit gegeben, wo die Jiiden in den Heeren der Welt eine ähnliche Rolle spielten wie die schweizerischen Söldner. Man muß daran erinnern, daß der Verzweiflungskampf der Inden um ihre politische Selbständigkeit ein .Heldenkampf war, wie er in der Geschichte der Völker nicht großartiger gefunden wird. Was die Treue betrifft, so ist die Vasallentrene überall zu finden, wo es ein Feudal Snstem gibt, in Japan ebenso gut wie bei den alten Juden. Sauls Waffenträger stürzt sich in das Schwert, um seinen Herrn nicht zu überleben. Unser Erzvater Abraham sammelt seine Waffengeübten und schlägt den anorängenden Feilld in die Flucht. Trotz aller Rufe über Feigheit der Juden ist es keinem der antisemitischen Schreier gelungen, den Nachweis zu liefern, daß auch nur in einem der modernen Kriege der Neuzeit jüdische Soldaten ihre volle Pflicht nicht geleistet hätten. Die uns am ineisten iiueressierende Frage lautet: In wieweit ist eine Rasse an den erblichenen Besitz körperliche c. geistiger und seelischer Eigenschaften gebunden? Eine Grundlage für die Germanentheorie sowie für alle Folgerungen aus Rassentheorien bildet die Ailnahme, daß der körperliche, geistige und seelische Habitus der Nachkommen einzig und allein durch die Beschaffenheit der Eltern bewirkt würde, daß keine anderen Momente bei der Bildung eines neuen Geschlechts ausschlaggebend seien. Ohne auf die einzelnen Theorien einzugehen auf die Mendel'schen Vererbuugsgesetze oder auf die Weißmann'fche Theorie, laßt sich heute als unumstrittene Wahrheit ausstellen, daß die Erblichkeit Gemeingut aller fortpflanzungsfähigen Wesen ist, daß beide Eltern Vererbungskraft auf den Nachkommen besitzen, daß dieser eine Mischung der elterlichen Eigenschaften darstellt. Alle Theorien.' die zur Erklärung dieser unumstößlichen Wahrheiten herangezogen werden, gehen von dem Gedanken aus, daß der Nachkomme ein Produkt aus der Vereinigung väterlichern und mütterlichen Zöugungsstoffes sei. daß durch die Vereinigung dieser Stoffe, die wir als beiderseitiges Keimplasma bezeichnen, die Vererbung bedingt sei. Das Keimplasma ist der Träger der Vererbung, das Keimplasma selbst wird von Genemnon zu Generation vererbt, unsterblich, unvernichtbar. Wenn nun in der Tat auger der elterlichen Vererbung keine Momente für die Heranbildung der Nachkommen in Frage kämen, so wäre eine Aenderung der Rasseneigenschaften nur durch Blutmischung, d. h. beim Juden durch Mischehe, gegeben. Dies würde aber bedeuten. daß uns unsere Eigenschaften in gutem und in schlechtem Sinne durch Jahrtausende begleiten, absolutunverrückbar. Wenn unsere Väter demnach Händler waren und händlerischen Geist gezüchtet haben, so würden uns diese Eigenschaften als unumstößliches Erbteil von Geschlecht zu Geschlecht weitergegeben werden. Wenn nun auch die Vererbung nicht bestritten werden soll, so kommt doch gerade bei der Vererbung ein Moment in Betracht, das zwar nicht ganz unbestritten ist, aber doch soviel Stützen hat, daß wir bei unserer Betrachtung damit rechnen müssen. Dieses liegt in der Möglichkeit, erworbene Eigenschaften zu vererben. Man mutz sich diese Möglichkeit nicht in grob mechanischem Sinne vorstellen, daß etwa Eltern, die durch einen Unfall Beinverletzungen davon getragen haben, diese auf das Kind übertragen könnten, oder daß Eltern mit großen semitischen

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