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KC-Blätter · 1912-04-01 · Heft 7 (1.4.1912) · p. Seite 134

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 7 (1.4.1912)
Date
1912-04-01
Page
Seite 134 (sequence 10)
Language
German
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134 QCHmflt Ijaluv „sie erlärle, zu einem bestimmten Prvzenjsab Hilden ansiiehinew .',n wollen." Dieser Irrtnm, der dem „Allgemeinen Deutschen Bnischenbnnd" in geivissen reisen den Warnen „Prozentburschenschast' eingetragen bat — gewöhnlich werden -•'> genannt — ist weit verbreitet, und, es ist deshalb um so dantbarer zu begrüßen, wenn er einmal offen ausgesprochen wird. Der A. D. B. nimmt zu dem Iudenvroblem in 81 seinerBllndeSsahnngen Stellung: ..Der deutsche Burschenschafter ist bestrebt, die Entwicklung des Vaterlandes int Sinne der sittlichen Ireilreit zu fördern. Der A. D. B. nimmt iedoch eine politische oder rel igi ö se Parteistellnng n i >ht ein, tvünscht aber die Eriverbnng einer ivissenschastlich-politischen Bildung. Er >oill Erhaltung und Belebung der Einheits-und sireibeitSgedanlen im Iniande und Unter' stühnng des nationalen Elementes im Auslände." Dieter Paragraph hat nieder jemals eine Einschränkung in den Bnitdessal.mngen erfahren, noch besteht eilt ähnlicher ..Prazentparagrapb"' in den Sahnngen irgendeiner A. D. B. Burschenschaft, da diese jenen allgemeinen in feiner UR'ise rvidersprechen dürfen. Wie Herr Wolfs sich dieses Prinztp in der Praris dnrchgefnhrt deitkt, ist zu amüsant, um noch ein Wort darüber zu verlieren; es wäre aber interessant gewesen, zu erfahren, als was für Persönlichkeiten sich v>m Wolfs die dem A. D. B. ungehörigen Inden denkt, wenn sie solches Prinzip anerlennen und sogar zn dem ihrigen machen. Vielmehr hat der A. D. B. die politische und gesellschaftliche E»leichberechtigiiug der Ittden bereits i tt f e i n e n U r e i s e n verwirklicht, die der M. E. s ü r d i e d e u t s ch e S t tt d e n t e tt s eh a f t in seiner Weise erstrebt, roomit nicht gesagt sein soll, das; er. als lebenslräftiger Verband, nicht auch die Tendenz verfolgt, die '.Ilealifiernng seiner „\kni auch in der übrigen Stlidentenschaft und im detttschen Bolle zu erreichen. Wir glauben, sehr geehrter Herr Bedaiteur, es nicht umsonst ztt tun, wenn wir Sie bitten, dieser Bichtigstellnng einen iltaum in Ihren Blättertt \\\ getvährett, auch wenn Sie selbst schon erklärt habet,, mit Herrn Wolfs „nicht in allen Einzelheiten" nbereiitzttftimmen. AUt studentischem (virufi! Die Berliner Burschenschaft im A. D. B. llteogermania I. A. Hermann Obermann X Die Juden im sichte der moderne» Dassenforschung. ■ Schluff. Bon Dr. med. Joses H i r s ch (Vicai'iae, Spreviae) Berlin. Die alten Aegypter, Assyrier. Perser, Juden, als erste historische Kulturträger, und später Römer und Griechen haben mit den Germanen nichts gemein, als das; ne zu der gemeinsamen Rasse der Mittelländer gehören. Germano-Kelten und früh abgesprengte Teile der mittelländischen Rasse, die lange in Unkultur lebten und erst mit den römischen Eroberungen und mit der Völkerwanderung Anteil an der Geschichte der Kultur uahrnen. Sie mußten erst von der Kultur der alten Völker berührt werden, um ihre eigene große Kulturfähigkeit zu erringen. Als ägyptische Wissenschaft ihre Triumphe feierte, als eine jüdische Religion ihr Licht verbreffete, als Hellas die Schöitheit der Kunst zur Vollendung brachte und Rom seine staatenbildende Kraft bewies, waren die Keltogermanen eine unkultivierte Masse, die in primitivstem Götterglnuben zur Versöhnung der Gottheit Menschenopfer brachte. Die Germanentheorie ist das Produkt der Eigenliebe teutomaner Phantasten. Sie ist ein Glaube, der an Ueberhebung himmelweit das überschreitet, was andere Völker in wehr oder welliger berechtigtem Rassenstolz hernarbrachten. Man har den Juden häufig zum Vorwurf gemacht. das; ihre alt-ehrwürdige Schritt sie als. das auserwählte Volk bezeichnet. Was bedeutet diese naive Aeufferung eines alten Volkes tut Vergleich zu dem Glauben au die alleimge Knlutrsähtgkeit der germanischen Rasse! Was die Stellung der Juden als Resse im Sinne der heutigen Forschungen nnbelangr, so gehören sie also der dunkelfarbigen brünetten Gruppe der weißen Rasse an und zw n dem Teil, der Vorderasien und'die Rordknste B'rtkas bevölkert. Diese Völkerschaften faßte man früher als semitische Rasse zusarnmen. In Wirklichkeit bedeuten die Begrine semitisch und indo-germanisch nur Zusammengehörigkeit zu einer Spracheneitlheit. nicht zu einer Rassenernheit. Die Juden haben sich wohl mit den nahverlvandten Stätnnlen vermischt, den H.rhitern und Amoritern usw., sind aber trotzdem eine homogene Gruppe geworden, bei der seit zwei Jahrtausenden eine wesentliche Blutmischung nicht etr,getreten ist. Die Blondheit vieler Juden hat nur der Einsprellgung gertttanischer Elemente nichts zu tun. sondernerklärt sich aus besonderer,'silchi tv :'! innerhalb des jüdischeuVolkes. Diese Erscheinung entspricht der Veränderlichkeit der mittellänt>ifd)eu treffen Rasse. Die Kullurerrungenschasten der Ittden sind echt jüdische und müssen als solche unbestrtnen bleiben. Der Monotheismus als fortschreitender Kulrurfaktor über Jahrtausende ist vom Judentum der Welt übermittelt worden. Ein wichtiger Grundsatz aller Rassentheoretiker war die Unterscheidung zwischen hochwertigen und minderwertigen Rassen. Eine jede Rasse habe gesonderte kulturelle, körperliche, geistige und seelische Eigenschaften, die sich von Geschlecht zu Geschlecht forterben. unverrückbar, von einer Rasse zur anderen unüberbrückbar. Die Semiten sind im Sinne dieser Rassenfanatiker minderwertig, die hypothetischen Jndogermcmen dagegen eine hochwertige edle Rasse. Der Fluch der Minderwertigkeit verfolgt

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