Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
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11 der Hebräer erläßt den Ruf: Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin ich, der Ewige, euer Gott. Er ist das Erzeugniß der ethischen,- und insofern dieses zum Ideal eines persönlichen Gottes sich verdichtet, eines religiösen Bedürfnisses, er legt daher das Hauptgewicht, nicht auf die Erkenntniß, sondern auf die religiöse Bethätigung der Gotteserkenntniß, „zu wandeln in allen seinen Wegen": darum ist das Volk der Hebräer unter allen Völkern der Träger der Religion, und zwar vornehmlich einer Religion der That. Dieser ethische Entwickelungsgang des hebräischen Volksgeistes entfaltet sich in lebendiger Anschaulichkeit in dem biblischen Schriftthum: wir hören ihn, in die zugleich erhabensten und ergreifendsten Töne umgesetzt, aus den begeisterten Weihereden der Propheten wie aus den lyrischen Ergüssen der Sänger, er gräbt in die Gesetzestafeln des Staates sich ein, er zieht, ein die Seelen erquickender und den Verstand erfrischender Strom, in den Lehren der Dichtung und der Spruchweisheit einher, und er stellt endlich mit leibhafter Sichtlichkeit in den großen Gestalten sowohl der hebräischen Geschichte als ihrer Sagenbildung sich dar. Alle Thätigkeit, sowohl des Denkens wie der Phantasie, vollzieht sich innerhalb des psychisch-ethischen Rahmens, in dem Grade, daß selbst die außermenschliche Natur mit ethischem Empfinden durchtränkt wird, daß selbst sie in den menschlichen Zirbel und in den menschlichen Jammer mit einstimmt, wenn Gott lohnend oder strafend zur Erde herniederfährt. Alles wird menschlich beseelt, und Alles wird göttlich verklärt. Alle Herzensregungen und alle Lebensäußerungen werden mit göttlichem Maße gemessen, in Allem soll der heilige Gott des Menschen Vorbild, in Allem der Mensch Gottes Abbild sein. Kein Mensch ist zu gering und kein Lebensvorgang zu unwichtig, daß Gott nicht das Wehen seines Geistes und seines Willens dann finden oder vermissen sollte. Was von den Menschen, seien es Personen oder Begebenheiten, als groß oder klein bezeich-