Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
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- 1871-01-01
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- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
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10 des Monotheismus aus der Menscheubetrachtung unmittelbar, sie konnte nur mittelbar durch Ausdeutung des Heiligkeitsbegriffes gewonnen werden. Diesen verschiedenen Weisen in der Entwickelung des Gottesbegriffes entspricht es, daß diese Entwickelung bei den Griechen von den Weltweisen, den in der Schule der Wissenschaft großgezogenen Philosophen, bei den Hebräern von den Gottesmännern, den von dem heiligen Gottesgeiste erfüllten und zu einem heiligen Lebenswandel aufrufenden Propheten ausgeht. Ihnen entspricht es ferner, daß die Schöpfung der Vernunftspekulation, die Einheitslehre der Philosophen, ein esoterisches Besitzthum der Schule, in den Kreis der denkgeübten Jünger gebannt blieb und nicht einmal den Versuch der Verallgemeinerung wagen konnte, während das, was die Propheten dem Menschengemüthe abgelauscht hatten, während ihre Heilslehre, für Alle begreiflich, an alle Volksgenossen und in weiterem Ausblick an alle Menschenkinder sich wendete und sich in das Innenleben Aller einzuführen strebte. Damit, daß das auf dem mühsamen Wege streng wissenschaftlicher Forschung Gefundene zu dem für jene Methode unzugänglichen Volke nicht zu dringen vermag, damit daß die Gotteslehre der hellenischen Philosophie, als Produkt der Wissenschaft, in einer für die Volkserkenntniß unerreichbaren Höhe schwebte, erklärt sich die sonst uns unverständliche Erscheinung, daß neben dem Monotheismus der Philosophen, das Volk völlig unberührt in seinem Polytheismus verharrte. In diesem ihrem Ursprünge ist auch der Grund zu suchen, warum die griechische Gotteslehre bei dem rein wissenschaftlichen Ergebniß stehen blieb, in die Sphäre des sittlichen Lebens nicht hinübergriff, aus sich nicht die Vorschriften der Ethik erzeugte, die vielmehr unabhängig von der Gotteslehre, in selbstständiger Gedankenspeculation sich entfaltete, warum, mit einem Worte, die Gotteslehre der griechischen Philosophie sich nicht zur Idee der Religion ausweitete. Nur der heilige Gott