Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
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- 1871-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
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12 net wird, das hat vor dem heiligen Gott keine Geltung, er, der Herz und Nieren prüft, schaut in die geheimsten Werkstätten, richtet nach den Beweggründen und nicht nach den Erfolgen. Alle Erdengröße wird des falschen Schimmers entkleidet, nur was in seinem Sein und Thun des Göttlichen theilhaftig, hat Werth und Bestand. Aller Erdenglanz erbleicht, nur der Erdenjammer dringt zu Gott und findet bei ihm den gesuchten Schutz. Die Könige und die Fürsten, die Priester und die als die Säulen, als die Träger der Lehre sich gebärden, verwirft er, wenn sie seine Wege nicht kennen und nicht gehen, und er wendet sich zu den Wittwen und Waisen, zu den Fremden und Bedrückten, zu den Verkündern seines Willens, den Verfolgten, die um ihn und der Tugend Willen „Schmach tragen". Die Wirrniß in den Lebensschicksalen der Einzelnen, die wilde Flucht geschichtlicher Begebenheiten wird an das feste Gesetz göttlicher Waltung und göttlicher Gerechtigkeit gebunden, Alles, Erfolg und Mißrathen, Glück und Unglück, erweist sich als nothwendiges Bedingniß, als die aus der sittlichen Natur der That entsprießende Frucht, als ein unabwendbares Werk der Vergeltung. Keine andere Geschichtsauffassung, die nach dem Jdeenhintergrund der historischen Begebenheiten forscht und sie an den einheitlichen Faden der Idee zusammenflicht, reicht in dieser Pragmatisirung der Geschichte an den biblischen Geist heran: wie einseitig auch immer und wie schwer auch mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen, steht doch dieser Pragmatismus an subjectiver Wahrhaftigkeit und an harmonischer Geschlossenheit einzig in der Geschichte da, und ebenso einzig in der Ausdehnung ihres Maßes aus das Thun jedes Einzelnen, auch des Geringsten der Menschen. Dies ist der Grundzug des Geistes, der durch die Bibel daher schreitet, uud mit diesem ethischen oder göttlichen Geiste tritt sie an die Jugend heran. Das Kind ist emporgewachsen, umschwirrt von den Lebenserscheinun-