KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 6 (1.3.1912)
- Date
- 1912-03-01
- Page
- Seite 115 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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115 Nus dem Vorhandensein der Dolmen jedoch auf Gleichartigkeit der Nasse zu schließen, ist ein noch kühneres Unterfangen, als aus der Sprachenvcrwandtschast die Nasseneinheit ableiten zu wollen. Was das Auftreten von körperlichen Merkmalen bedeutet, so muß diese Frage später erörtert werdett. Jedenfalls hat die Germancntheorie, ich möchte fast sagen, die abendländische Welt erobert. Jeder Deutsche fühlt sich als echter Sproß germanischen Blutes, der sich gegen den semitischjüdischen Eindringling zu wehren hat. Von den Anhängern der Germanentheorie wird nun weiter gefolgert, jede Nasse sei an ihre körperlichen und geistigen Eigenschaften gebunden, die Entwickelung einer Nasse sei daher unmöglich, infolgedessen müsse das Judentum minderwertig bleiben. Daraus erwachse für die germanische Herrenrasse die Pflicht, das minderwertige Judentum einzudämmen, ein Eindringen des Judentums in den germanischen Volkskörper zu verhindern. Gegen eine solche intolerante, unversöhnliche Denkungsweise. gegen einen solchen Glauben an eine Erbsünde, die sich unerbittlich von Generation zu Generation erneuert, müssen wir Juden mit aller Energie uns wehren. Die Selbstachtung gebietet uns, diese Pseudowissenschaft zu widerlegen, die Unfehlbarkeit des Germanenglaubens zu zersprengen. Dieser Forderung wird das Zollschan'sche Buch gerecht, das mit wahrem Wissen und echter Wissenschaft eine Kritik an die germanische Theorie anlegt und tatsächlich positive Schlüsse für die Bewertung unserer jüdischen Rasse zu gewinnen sucht. Unsere Pflicht, die Pflicht eines jeden K. Cers und eines jeden Juden, ist es aber, das Rüstzeug sich zu erwerben imb die positiven Grundlagen einer wissenschaftlichen Abwehr zu erfassen. Es sei uns allen fern, im Streben nach einer richtigen Bewertung unseres Judentums das Deutschtum anzugreifen und herabzusetzen. Man muß nicht, um ein bekanntes Wort umzudrehen, seine deutsche Kultur verleugnen, um ein treuer Jude zu seilt. Wir Alle sind ja. welcher politischen und jüdischen Richtung wir angehören mögen, in deutscher Kn ltur erz0 gen, freuen u n s a n deu Er fn h r u nge n deutschen Geisteslebens und beweisen dieses Gefühl d e r Z u g e h ö r i g k e i t z u m d e u t - schell G e i st e s! e b e u durch Mitarbeit am deutschen Staats leben. Die Juden waren stets tolerant, zuweilen zu tolerant, da diese Tugend auch ein Fehler in politisch-sozialem Sinne iverden kann. Wendeit wir uns nult der eigentlichen objektiv e n R a s s e n f r a g e zu. resp. Rassenzuhörigkeit der Juden S t r a a tz unterscheidet drei Hauptrassen: Mittelländer oder weiße Rasse, Mongolen oder gelbe Rasse, Nigritier oder Negeroölker, schwarze Rasse. Auf die sogenannten Urrassen, aus der sich die Hauptrassen entwickelt haben, einzngehen, ist nicht Zweck dieser Zeilen. Für unsere Betrachtung interessieren die Mittelländer, die weiße Rasse. Die Mongolen zerfallen in einen chinesischjapanischen Stamm, uitd in einen nordischen Stamm, die Esk mos. Das Verbreitungsgebiet dieser Rasse wird verständlich, wenn man sich vor Augen hält, daß die bewohnte (vrbc vor Jahrtausenden ein anderes Aussehen hatte, und da, wo heute Meere sind, ausgedehnte Länder waren. 51111t Teil auch umgekehrt. S t r a a tz teilt die Mittelländer ein — in einen nordisch-germanischen Stamm, in einen romanischen Stumm, der das südliche Europa bewohnt, und in einen afrikanischsemitischen Stamm, der Borderusien und bte Nordküste von Afrika bevölkert hat. Zn dem letzteren afrikanischen Stamm gehören demnach die Juden. Aus dieser afrikanischen Stammmasse haben sich die semitisch redenden Völker herausgebildet. Der Stammsitz dieser Völkergruppen war Mesopotamien. Die gesamte mittelländische Rasse saß an dem südlichen und westlichen Abhange des Himalaja. Z 0 l l s ch a n folgt der S t r a a tz'schen Einteilung der weißen Rasse nicht vollständig und teilt nach Hurley d e ganze mittelländische Rasse in 2 Hauptgruppen ein, in die Tanthochroe. hellfarbene und dieMelanochroe, dunkelfarbeite brünette Gruppe. Erstere bevölkert das nördliche Europa, letztere das südliche Europa, die Nordküste von Afrika und zum Teil Vorderasien. Zur melanochroen brünetten Gruppe gehören die Juden, aber außer den Juden der größte Teil der der semitischen Sprach-'ngruppe angebörenden Völker, während die blonde Gruppe der Rasse angehören, die man früher fälschlich als indogermanisch bezeichnete. Wie erklären sich nun die zwischen der brünetten Gruppe eingeftreuten Inseln von Hellfarbenen, Blondhaarigen, Blauaugen? Sind diese Inseln wirklich Reste von versprengten Teilen einer germanischen llrrasse, wie die Gernmnentheorie behauptet. sind die weißen Kabyleustämme Afrikas wirklich Germanen, ebenso wie die hellfarbenen Amoriter. die den Juden die Kultur gebracht haben sollen? Wir können die blonden blauäugigen Rasseninsein mit gutem Gewissen als gleichrassig mit den übrigen Stammesbrüdern bezeichnen, meist wohl als Semiten- Die hellfarbene blauäugige Spielart unter den Brünetten erklärt sich einzig und allein aus der besonderen Neigung der mittelländischen Rasse, durch Zuchtwahl besondere Färbungen zu erzielen, aus der besonderen Variabilität der mittelländischen