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KC-Blätter · 1912-02-01 · Heft 5 (1.2.1912) · p. Seite 98

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 5 (1.2.1912)
Date
1912-02-01
Page
Seite 98 (sequence 22)
Language
German
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98 Punkte können hier jetzt noch nicht erörtert werden. Auch eine große Zahl anderer Punkte der letzten Tagesordnung erscheinen nicht zur Veröffentlichung geeignet. Der G. A. hofft aber, in kürzester Zeit und besonders zum kommenden K. C.-Tag an die K. C.-Verbindungen mit einer Reihe von Anträgen herantreten zu können, die sich aus seinen Beratungen heraus kristallisieren werden. o- ■o. F. Pavaria. Am 9. Januar waren 10 Jahre verflossen seit dem Tage, an dem die Bavaria gegründet wurde, die berufen sein sollte, noch der endgültigen Suspension der Badenia den von ihrer Vorgängerin begonnenen Kampf um die Verwirklichung der K. E -Tendenz fortznsühren. Wie oft, zumal in den ersten Jahren, glaubte man, daß auch sie das Schicksal der Badenia teilen müsse. Rur eine kleine Mitgliederzahl war infolge der mißlichen Verhältnisse anfangs bereit, für unsere Ziele einzutreten. Aber allmählich besserte sich die Lage, sodaß 8 Jahre nach ihrer Gründung die Bavaria es wagen durfte, wieder Kouleur zu tragen. Heute steht unsere Korpo ration nach innen glänzender beit» je da. Einen nicht geringen Anteil an diesem Erfolg) hat neben der unermüdlichen Arbeit unsrer alten Herren und der nicht genug zu schätzenden Unterstützung der Heidelberger Philisterschaft der Zauber, den unser Heidelberg noch immer mit ungeminderter Kraft ausübt. Auch unsere alten Herren haben die Romantik, die grade im hiesigen Stndentenleben noch immer stark ausgeprägt ist, empfunden und stets der Stätte der Ruperto-Earola ihre Zuneigung entgegengebracht. Die Korporation beging den denkwürdigen Tag durch eine Festkneipe. Zahlreiche A. H. A. H. 'Kb. Kb. aus Darmstadt, Freiburg uni) München, Vertreter der Philisterschaft und sonstige Gäste gaben durch ihr Erscheinen ihr Interesse an tmsren Bestrebungen kund. Die Festrede, n der am Schlüsse der Hoffnung Ausdruck gegeben wurde, daß die Bavaria auch weiterhin imstande sein werde, mit allen Kräften an dem großen Kampfe des Judentums um Recht und Gerechtigkeit teilzm nehmen, gipfelte in einem donnernden Salamander auf ein weiteres „Vivat crescat (lorean Bavana!u Im ferneren Verlauf der Kneipe brachten uns die Kb. Kb. die Glückwünsche ihrer Verbindungen dar. Besonders gefreut haben uns die Worte des Vertreters der hiesigen Friedrich-Loge, der auf die guten Beziehungen zwischen Korporation und Philisterschaft hinwies. Eine echt Heidelberger Fidulitär schloß die Kneipe. Schon der Verlauf dieser Kneipe bewies, daß das zweite Halbsemester dem ersten an Gemütlichkeit nicht nachsteht. Daneben wurde auch die Korporationserziehung nicht vernachlässigt. Durch die T a n z st u n d e, an der sich fast alle Aktiven beteiligen, soll unsren Bb. Bb. Gelegenheit gegeben werden, sich in den gesellschaftlichen Formen zu vervollkommnen. Besonderen Wert legen wir neben dem selbstverständlich stramm durchgeführten Fechtbetrieb auf den Turnunterricht, der wöchentlich in zwei Stunden von einem städtischen Turnlehrer abgehalten wird. Aber auch die Wissenschaft kam zu ihrem Recht. Am 16. Dezember fand ein wissenschaftlicher Abend statt, an dem a. B. Kurt Alexander einen Vortrag über „Ferdinand Lassallehielt. Der Redner behandelte das Thema vom litterarhistorischen Standpunkte ans und beleuchtete eingehend das Leben und Wirken dieses eigenartigen. höchst interessanten Mannes. — So gaben alles in allem die ersten Wochen einen glänzenden Auftakt für den weiteren Verlauf des Semesters. Hhivellinia. Die Rachricht von dem Ausgang der Karlsruher Wahl wurde von den Bundesbrüdern des Kandidaten mit äußerster Spannung in Freiburgerwartet. Dort hatten sich in den Harmoniesälen die Liberalen Wähler Freiburgs versammelt, um die badischen Stichwahlresultate zu empfangen. Schon bevor die Wahl des Freiburger Fortschrittmannes von Schultze-Gävernitz feststand, kam wie von ungefähr von der Türe her in die vielhundertköpfige Menge der immer mehr anschwellende Ruf: „Haas in Karlsrtlhe gewählt". Und dann ein Jubeln. Händeklatschen, Trampeln unten im Saal und oben auf der Gallerie, daß es wie ein Orkan toste. Minutenlang wurde die frohe Botschaft bejubelt, und es stieg uns, seinen Bundesbrüdern, heiß ins Herz, daß der uns am nächsten stand, der so von Allen applaudiert wurde. 'Abends auf der Ghibellinenkneipe waren die alten Herren und Vorstandsmitglieder des A. H. V. Friburgo-Ghibellinia Dr. Fritz Strauß und Dr. Ernst Hochschild mit ihren Damen anwesend. In beredten Worten schilderte Fritz Strauß unser Hochgefühl und pries den Tag. an dem der erste K. E.er in den Reichstag einziehe. Hochschild wies noch darauf hin, daß Schwarz-weißblau recht schön gegenüber Schwarz-Blau leuchte. Depeschen mtb eine Reihe von Kouleurkarten grüßten den Mann, dessen Wahl uns so sehr erhoben hat. Es gelang uits, nach Weihnachten noch einen krassen Fuxen zu gewinnen: stuck, med. Ernst Goldschnndt aus Mainz. Philistriert wurden Berberich und Reichmann. > ^Licaria. Auf dem B. E. vom 15. Januar wurde das Gesuch des Zweitchargierten und Schriftwarts Hans Schindler, ihn zu dechargieren, geneh-

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