KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 5 (1.2.1912)
- Date
- 1912-02-01
- Page
- Seite 97 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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bei. bh\ dem in seiner amtlichen Eigenschaft natürlich die Denkschrift dev Senat» bekannt war nnd dem infolge seiner Tätigkeit akv früherer Professor an Nilwersitüten tu Deutschland nnd im Auslände ein weiter Blick und loiigjälirige Erfahrungen ungute lammen, legte eingehend dar. daN ivir nicht einer Universität alten rtilo, toolil ober einer Hochstlmle bedürfen, nur sie beispielsweise in Algier und Mailand Vorhänden sei, luv ebenfalls melirere .Zitftikntc .',usammengesas;t seien. Das .nvlvuialivstitul, das?,nr '»eil nur durch die vvm Aeichstoloniatamt nberrviefenen aber solche '>rrderer, die sich eine Ausbildung vder «vvrtbildnng in den tvlvnialen ^Wissenschaften erwerben wollen, besucht wird, müsste Studierende bekommen. Dieses unstitn! müstte der gern iverden. um den sich andere Disziplinen gruppieren werde», hinsichtlich des Besuchs der Irenen Hochschule rväre in erster Vutie ans eine grvste ,stahl von v\ir »nd Ausländern zu reclinen. lvie sie sich zur .'»eit ans den andern grosteu, iiberiüMen Universitäten Berlin, Leipzig, Binnchen befänden. Diese grasten Universitäten tonnten, ohne das; ibre Eristen.; irgendruie beeinträchtigt würde, ',» lvnnsten einer neuen entlastet werden, hu dieser Beziehung ständen wir dem Anslande nach. Wir hätten nichtznviele, sondern zu wenig Universitäten. Daher wäre eine Universität. die jenen besonderen in Deutschland bisher noch nickt oder nur in geringenr Maste befriedigten Bedarf nisten naäilomme, dnrchans am Platte. Die »non,peilen Bedenken suchte der Direktor des Phhsitalischen Staalvlaboratorinmv Professor De- Böller, zn zerstreuen, indem er darlegte, das; die zur .zeit in Hamburg schon bestehenden wissenschaftlichen Institute denjenigen der mittleren Universitäten jedenfalls gleichkommen nnd das; für einen grosten Teil der wissenschaftlichen Disziplinen bei Errichtung einer Hochschule der Etat kaum twch erhöht zu iverden braucht. Sehr erfrischend wirkten die lavidaren. vielleicht etwas groben Worte dev Direktors der.l-n-schalle ^ichtrvark, der in der Diskussion lediglich sagte. . Ter kostspieligste Lurus. den sich ein Einzelner oder der rovr leisten könnte, sind Beschränktheit und Unwissenheit.' Diese Worte waren toohl in erster Vinie gegen die M-brheit der Hamburger Oberlehrer gerichtet, die. iocu» in hthamburgische Vcin sehroer begreifen werden, eine heftige 'Agitation gegen die Errichtung einer Hochschule ins Werl gefetzt haben. ^1111 auch nach dem (betagten eine Abstimmung unmöglich war, so halte man doch den Eindruck, dast auch diejeingeii Akadeniiter. die bisher der b>>ründnng einer Universität vder einer hochsil-nle ui-e Haupt feindlich gegen über ilanden, dennoch dem geschiide, ien Plan eines bisher in Deutschland noch nicht bestehend.-u Instituts, den der Settat demnächst vorlegen wird, nuvt eine wohlwollende Prüfung versagen iverden. Bemerkenswert ist. dast tticht, roie bedauerlicherweise der eine Aeserent erklärt hatte, die Ztansmanitfchasi dem hvchschnlproielt kühl gegenülu! steht. .stnt Gegenteil, gerade die .hnndelslamuter tind .n'lugleiche Aiaufleuio haben in ruhltger Ertenntnis. dast s c materielle Entwick lung die kulturelle nicht aussthlie!.! dal; Handel und Berkehr einerseits und die geplante >-ochst-huke andererseits in günstiger Wechselwirkung;n enn-nder stehen werden, die hdee bisher stets rvarm l>esnrvu,:h,-k. sti'äheres über die Art der neuen Hochschule zu sagen, ist erst möglich, wenn das angekin oigte Pro'.ekt da ist. Der Berfaffer behält sich vor. hierüber sich dann näher zu änstern. De. A l b c r t h o 11 a ii b e t, hanrburg l^rtbnrgoä>»hibelliniaet. KreiSurg. Am lS. Januar Htl J tttachte der Wingo l r hier eine Verbindung ans. Farben: schwarz-weiß-gold: lUüttc: weist. Neköanös^'G ach richten. n) & E)csch>iftsf.i!jrender ^ltsschul; des Sl. iS. Wer je Gelegenheu baue, bei Dem XHufbau einer neuen ^nftitutiou nritzrnvirken. die eine so weit verzweigte Organisation dar wie der G. A. des K. (5., wird die Schwierigkeiten ermessen können, die es gekostet hat das Getriebe in einen regelmäßigen Gang zu bringen, Nachdem auf dem K. E.-Tag zu Breslau die Einrichtung des G. A. mit den wohl allen $?. E.ern bekannten Aufgaben beschlossen war. konstituierte sich der G. A. noch Ende Oktober in Berlin. Bon den zehn auswärtigen Mitgliedern des G. A. trafen die Erklärungen zur Annahme der Wahl alsbald ein unb so schwierig die Herstellung e nes geordneten schriftlichen Berkebrs mit den auswärtigen Mitgliedern — d. h. einerseits die anslvärligen Mitglieder über alles in den Berliner Sitzungen Besprochene bis ins Einzelne zu unterrichten, anderseits von allen arlsrvärtigen Mitgliedern zur nächsten Sitzung pünktliche und bis ins Einzelne gehende Meinungsäußerungen zu haben — schien, so ist es doch dem Eifer der Berliner und dem Fleiß der auswärtigen glieder zrl danken, daß der G. A. jetzt seine TaeK feit rasch und exakt auszuüben imstande ist. -- -. Gelegentlich der Konstitution wählte der G. A. zum stellvertretender; Borsihenoen Dr. Edmund Werner. Berlin — zum ersten Borsikzerrden war vom K. E.-Tag bereits Dr. Ludwig Holländer gewählt —. außerdem ernannte der G. A. ein Vtichnnitglied des G. dl. Bruno Ferlchenfeld-Berlin zum Schriftführer mit der Ausgabe, die Protokolle der Sitzungen und die Korrespondenz des G. A. zu führen, Iu Kuratoren der K. E -Blätter wurden gewählt: Dr. Mar Mainzer Frankfurt a. Main. Dr. Ernst Hochschild-Eolnmr und Karl Lköwen» steiu-Aachen. Einen großen Teil der Tätigkeit des G. A. nilnmt naturgemäß noch die Erörterung der Geschäftsordnung ein. rrach der der G. A. zu arbeiten hat und um die sich besonders die Mltgtieder Dr. Josef Hirsch Berlin. Dr. Paul Alsberg- Berlin rmd Dr. Julius Heilbrouner-München verdient gemacht haben. Im 'besonderen schweben noch eingehende Berhandlrurgen rrach der Art, in der das Schiedsgericht am zweckmäßigsten einzurichten sei. Große Aufmerksamkeit widmet der G. A. auch der jüdischen Irtgendbewegung und ^,^er ^L^ge^ einer-'weitgehenden Propaganda des Einzelheiten über alle diese