Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1912-02-01 · Heft 5 (1.2.1912) · p. Seite 99

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 5 (1.2.1912)
Date
1912-02-01
Page
Seite 99 (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2268830-2268846-2268852--0365-2269569
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

99 mißt, so baft eine Neuwahl erforderlich wurde. Die Besetzung der Chargen ist nunmehr folgende: Ernst Oppenheimer X. 1. C. W.. F. W. Otto Adler <X, 2. E. W., Z. W. Fritz Ehrlich D<X, K. W. Ludwig Vogelsteiu, S. W. Auf den! a. o. B C. vom 19. Januar wurden die Brandfüre Altmauu, Engel. Leyens, Librowicz, Meyer, Ncnorntzkv. Oppenheim, Scheyer und Stein rezipiert. Vheno-Silesia. Am 20. Januar fand hier in der Gronau der Kaisers Geburtstagsk o m tu e r s d e r B ouner Studentenschaft statt, ^tiut 1. Vtale seit ihrem Bestehen nahm die Nheno Silesia an diesem teil. Anwesend waren 15 Rheuo-Sileseu. An Stelle von i. a. B. Ernst Jonas, der bisher die dritte Charge bekleidet hatte, wurde a. B. Akar Bannt zürn .OCX gewählt. Adolf Heymann tBnv.)wurde zum A. H. ernannt. Khnringia. Wie im vorigen Winter, so finden auch in diesem alle 14 Tage Vortrags- und Diskussiousobende statt. Im letzten Monate sprach u. a. Herr Dr. Goldmaun aus Oppeln in geistreicher und interessanter Weise über das Thema: „Warum sind wir Inden, und warum bleiben wir Juden". Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen. Wir danken au dieser Stelle noch einmal dem hochverehrten Redner für das freundliche Entgegenkommen, das er durch den Vortrag uns bewiesen und für das Interesse, das er für den K. C. hat, und überall, wo es ihm möglich, ait den Tag legt. Ferner sprach noch unser l. A. H. Referendar Riesenfeld über: „Das Verbindungswesen". — Auch der sportlichen Betätigung bringt die Verbindung ein großes Interesse entgegen. Wir gehen beinahe täglich auf die Eis bahn und treiben viel Wintersport. Der Turnabend (Donnerstag findet in diesem Semester in der Turnhalle des Elisabethgymnasinms Arletiusstr. 3 statt. Dte Beteiligung an diesem ist sehr rege. Doch wäre es zu wünschen, daß sie von seiten der älteren i. a. B. i. a. B. und Kb. Kb. eine größere wäre. M. P. /Königsberg. Die hiesigen K. C.er haben einen Stannntijch „Friburgia" mit den Farben „schwarzfilber-rot" (Furenfarben: rot-silber-rot) gegründet, der bereits die Genehmigung des Rektorats erhalten hat. Der Wahlspruch lautet: „Durch 'Nacht zum Licht". Erster Chargierter ist Martin Nosenthal (Sprevia). Adresse: i. Fließstraße 19. Si. tz.-Wappentafes. Auf Veranlassung einiger Aktiven der Licaria fertigt der „Akademische Wappentafel-Verlag" in München eine K. C.- Wappentafel an. (Vgl. Inserat.) H^erjonat-MachrichLen. ,')linr 'M i t g l i e d e d e ö i)i c i ch *> t n » o wurde gewählt: I)r. Lndroig Haas (Bad., Frib. Ghib. > Das \’l ]') e s sü r e r a m c u Ücftono: Dr. Cnrt Call» m a ii il i Dpr.», De s m e b iz i u i s d) e Sin a 1 o c > a m c u: Ludwig B d) I c) i ii n er iDhur.) Mid Hugo B e i b c r i d) (Ghib.).;(um Dr. iur. promovierte: Fritz b'SahlhauS Gn.), .»um Dr mctl.; Hugo Berberis, (0)hib.), .gmn Dr. phil.: Dipl. 'Fug. Siemueö Weil (Bad.- Karlsriihe). Patentanwalt wurde Heer-mi Wert hei wer (Bad.-.Karlsruhe). d's v e r m ä h lt e sich Dipl. Fug. H e rzenberg (Viadr. Darmstadt). Die Geburt eines Sohnes zeigte an: Rechtsanwalt L u f; (Bad.). Düchev-- und Nlättevschau. Cb= Dr. Teki.r Ä. Tlreilljaber. Der Untergang I der deutschen Juden, eine vvltsU'irtschaftliche Studie. München. E r n sl R e i n h a r d t. lieber ein Buck', das. wie das vorliegende, ickwii eine grobe Fabl a;K>ntin'lieber teile» lobender, teils abweisender Äintiien bervergernsen hat, eine wettere gros'.e Mvitit \\\ fdnvihen. ist uiritl beabsicknigt. Hier soll nnr Fnteresse für die in diesem Buwe aufgeworfenen Fragen geweckt werden. Os 'Oll daraus bingewieseu werden, das; diese Studie mit tribsche»; Situ; gelesen werden muH. Sie ist nicht rein wusensebastuch. beleben ftatiftifiCjcii Angabe;; bringt tuto der Berfas'er auch seine Gedanken über die Ursachen, die die statistisch festgehaltenen Orgel" uisse gezeitigt Iiaben, mid über die Mitte! und Wege, andere Verhältnisse berbeiznsüliren. Db die statistischen Angaben als flassiscki zu bezeichnen sind, lägt nch ohne eingebendes spezielles Studinm nicht sagen. Dr. Segall*) bestreitet es. Ich tonnte feftftcUcu, das; eine als besonders charakteristisch hervorgehobene 'Angabe bezüglich der prozettlnalen 'Alwahme der Juden in Gelsenktrchett aus einer vom Bersaww nick,4 beachteten Oingelneindnilg jndenarmec Bororte beruht. Aber wettn auch dem Verfasser itn einzelnen manche Irrtümer unterlaufen sind, so mit»: man sich ihm doch darin anichlietzen, das; die Berinehrung der deutschen Inden ausfallend gering ist. Das dentiihe Judentum wird durch Mischehen und Dausen immer wied>.-r seiner sührenden Männer beraubt, und erleidet durch diese bändige Decapitatio einen enormen Onergievertnst.") Tl>> Uhaber weist nach, das; wir durch den ständigen Rückgang der Eigenvermebrnng nieht mehr im Stande sind, den durch Abwanderung, Mischehen mtd Dause ent'; benden Verlust zu decken. Wenn wir trotzdem langsam tu; Iaht znnehmcn, so ist das der Inwandernng und Ratncalisation östlicher Juden znzusdsreibea. llnd da dieser von Seilen der *) Im deutschen Reich, Ao. 9 n. 10, 1911; Zeitsch. s. Dem. n. Stat. d. Juden, Heft 11. 1911. **) Dr. Zollschan in einem Vortrag, Berlin 1911.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.