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KC-Blätter · 1912-02-01 · Heft 5 (1.2.1912) · p. Seite 96

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 5 (1.2.1912)
Date
1912-02-01
Page
Seite 96 (sequence 20)
Language
German
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06 Wßademisel)r Wachvicüken. -D -L Die Hrage einer Lochschute in Kamlmrg. v*>u>ct Städte mm grvsier fi>miiuT,',idU*v Bedentung streben .>11r vidt banmii. ihre miüi'iijd)a/t!idKit Bnstitnte juoikr ,',u cntioufdn und in einer -Hochschule .plsaunuen Massen. min erfreuliches;>cii1u'u dafür, das: nicht. >oie oft gesagt wird, die >va>lslnanttsstadt die Wissenschaft verdrängt. Ueder den Staad der Universitätssrage iu «yvaut fuvt a. 'AUaiit ist vor einiger;»eit in diesen Blättern berichtet worden, Aebnlich wie in ^rantsnrt a. Binin liege«: die Verhältnisse in dambiug. Ulrich hier full nicht völlig '.Ilelies geschossen loerden. Nelson Bngenlsagen, der bnilnder ei needer ältesten denlschen bchmnasien, der <äe telntensäsnle de6 BoItaiineiliiiS, der Organisator des gesamten liaindnrgischrn Bildiingsweselis, führte Vorlesungen tdeologischer. medichnischer und jnristischer Art ein. Diese Vorlesungen, die von liauidurgischell bn'istlichen lind lge lelirteir im Rebenamte gehnlten lonrdeit. gingen sreilicki bald loieder ein, da die nloggebende 2teile, das Domkapitel, llicht melir die kosten anslvendeu wollte. x\m x\olm' Ilil.'» lourde das atademische (vpiuiiosium gegründet, ein Mittelding yvische» Schule mib llniversität. Bedeutende Männer lvie üieimarns. Büsch, vmielitt lasen hier ntediünifche. iiaturiuissenschasttiche. pbilosophische und theo logische Disziplinen. BUt der d'-ntlvicklnng der deutschen Ulliversitäten siel jedoch der Besuch des atadeniischen b)!)inna sin ms starl ob, iodos: mau dieses nicht mehr lelwusfähige ^nftitut 1 ss*> an fl) ob. Seit jener Zeit l>ot die Sbersck>:ilbelsörde Vorlesuugeil und-ilurse eingerichtet, die zum Seil allgelneiu öffentlich. \um Seit für bestimmte Berufskreise (Aerzte. Juristen. Vobvor und Lehrerinnen > ge batten werden. Die Dozenten fiub teils im von gl amte, teils im ch'ebenomte tätig. Von grober 'Bedeutung lvar ferner die vor einigeil x\olm’H erfolgte lvrnuduug der Vom bürg. >cheu 'BSissensel>aftlirt»rn Stisinug. die neben der 6-rrirlstnng und Börde ruug voll Professuren, t<rmöglichung von loissenschastlichen l>rpeditionen und Arbeiten «erwähnt fei, dos; bereits eine Südseeerpedition, die demnächst volleildet ist. von der Stiftung ons gerüstet i'N vorgesebeu bot. dass, loenll dereinst eine ollge meine-Hochschule unter besonderer Berücksichtigung der für Hamburg lvichtigeu Fächer, wie x\111ovuatumalco -Kcd)tr Seerecht. Säiisssbau. fremde Sprachen. Sropenlsiigiene, Vöttertullde errichtet ist. dos Stistnngstapitol dieser -Hochschule übermittelt werden kann. Den Beim zu einer derartigen -vochichnle stellt bereits das im Bahre 1 i>f*M erriet,tete -^auibllrgische .Uotonialinslirnt dar. B» diesem Biistitut sind die für die Rolouialwisseiischasleii in Betracht kouimen de,r Vorlesungen und Uebungeil. die Zlun Seil schoir früher in Hamburg gebolte» lvurden. znm Seil erst durch dos Boloirialinstilnt gesck,affen sind,?,usani»lengesas:t. Die nuiür liche d'-utivickulttg gebt iluu dahin, die bestebeilden loiisenschastlichen Anstalten, wobei dos jedenr deutschen Medi ziner bekoilnte bervorrogeude d'ppendorser .Urantenhons eruoähut fei. dos Vorlesnngswesen, die Wissenschaftliche Stistniig und dos -Uolonialinstilnt zilsammenzusassen und ansyige stolten. A'ur darüber, iu lvelebem Umfange uild in toelcher Weile dies;n gefchellen!:at, herrscht noch der Streit. Wenn auch viele vamburger >»,u Teil aus finanziellen, ,'glm Seil ans anderen l^rüiiden keine vochschule von der bisher in Deutschland Herrschenden Art lvollen, verschliesn sich doch die Mehrzahl llicht dem bredanten, dos: der ,\itv Beit iu voml»rrg bestellende Zustand nicht den erheblichen für die geschilderten Zustitute gemachten Aufwendungen entspricht. Die Brage ist nur die: Soll eine, llniversität oder vochschule in der bisherigen Art oder eiue Hoch-- schnse, wir sie zur Zeit in Deutichiolld noch nichst cristiert. geschossen un'vbiMi, aber in jedem Balle ur Znstitnl. das für Studierende da ist! vder soHeu mir uns lediglich auf die Bördernng der bestehenden Znuiulte, die lediglich der Bol'tb'.ldmig iu Speziolsoäieru mm der allgemeinen Volksbildung dieueu. beschränken ' Das: vaulburg ein geeigueler Boden snr eine llniversität sei, l,oben schon vor hnndert Bohren 'li t-'butju, Dahllnanu nnd andere deutsche bu-lehrten geailüen. Bin Bahre forderte der Slindikns Ur. Sieoeting;m lvlNltdnrkg einer llniversität auf. bin x\ol)r da>au» u rö'feiitlichte eine Bomlnissioll vvn 'J7 angesehenen vambrn -ern einen Bericht über eine in vambnrg zu gruuoeudllniversität. Ten Veser dieser Zeit schritt erfreut e-.> ge:vi'..;u erfahre,,. das: unter diesen Bläuueru aliä> Buden fielt m fanden, darunter (Gabriel üiieiser, ferner sein bervonagender Bollege im Brontlurter Barlomellt l)r. veekscher und norf, einige aildere. B"i Bahre 1!><>-'> trat iviederum ein ^iebeking, der verstorbene Prosidellt des Mau» tischen Lberlandesgeriäits. mit dem Vortet-lng de, lvrnndttng einer llniversität in -Homburg liervvr. T ien Anregungen, die in X>»>ort und Schrift sel>r eing.i. ud erörtert wurden. hat nun der Senat Bulge geg'oen. (zx licü den Mitgliedern der Bürgerfchasl eine vernonliche Denkschrift?,l>geben. Biue Bommissiuu von Senats und Bürgerfchostsuiitgliedern berät den Plan lveiter. .'---raussichtlich wird die von der Sberschlilbebinde bereits ' ekiggenellte. beim Senat beiiuoii>l»e Vorlage deunie-abn Biirgerschoft '»ngeheu. Die hiefigell Srtsgrnapeii der at.-. >mlifchen Verbände ider .B. B. kau» sielt leid er de.- Bein neus einer solchen ossi.'gellen lvrupt'e um!) ni'.l>t rulgnen,!,- Nen ans Arrregnirg de-.-!»ietigeu :Bl!riibeiischaflertterbauoe - :,n -l. Avvember l!»I l eine'Berlaiiiurliiug eiiiberuseii, i - e i. der -vamlmrger Akademiter .'»ntritl Halle. B» oieterfammlung wurden nach einem Aeserat für und gegen eine -Vochfeblllc von einer Aeihe von Alademiieru die B'^ einer -vochschnlgrülldnllg erörtert, l^in Votum de, OUiirbeit des aus liieigerell Saufendeil bestebeudeli 'pnblikn,ns konnte nicht seskgestellt roerdeu. Bilie üleiolutio!, v-nrde nicht gesagt. Sie wäre umtj tainn lnöglieh geioeieu. da abgesehen von den anwesenden -vumbnrger V'evfeüa, n und den Mitgliedern der Bürgerseltast nierneurd ea plane des Senats kannte, die d'ingelveihten aber pir , fchiuiegenheit verpflichtet rvaren. lieber ein beniiumle- ^-rojekt konnte man also llicht ln raten.!ll.ml>reild der Aeterent, der für me Brrichtilug einer Hochschule siät loarker »nld 'um groia:'. i> eil in .pltrefsender Weise ins -'»eng legte, vielleicht infolge einer loenig glück bäten Disposition nlld der nicht au -reichenden änderen Borm des 'Vortrages, leinen grohe»! .'oifoll fand, schien es zunächst, das: die Versaiinnlung dein iedner, der gegen die d'rrichtnlig der -vochschule sprocl». \uftimttieu wollte. Dieser Üiedner wandte gegen die llniversität rrngesähr solgeiides ein: -vambnrg apveitiere nur an den „Auch Siltdiereilde»", der domo .pileruen o nilti*. nicht an den ..A'tir Stndiereiiden". Die UniverUttv würde ein Fremdkörper sein. (>-«$ tuäre ein Unglück, toeun der -'vambnrger, der bisher gum Vorteil feiner Ang-ckdung ans andere Universitäten gegangen wäre, später ,yu auic bleiben würde Auch siuou.'gelle (vrüude sprachen da.e.gen. .',nr Zeit, wo in Deutschlands rund t>:>i)uu Versau. ^n studierten, eine neue -vochschule?,n errichten. Blau »otlte lediglich die bestehenden Institute ausbilden. Zur -^laruug trugen im wesentlicheu die Ausführltugeu des Vrofefsors der Volts- ' ivirtfchaft und Rektors am -Uolonialiustitnt Or. Röthgen

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