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KC-Blätter · 1912-01-01 · Heft 4 (1.1.1912) · p. Seite 68

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 4 (1.1.1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 68 (sequence 12)
Language
German
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68 des Mensnrwesens wurden eitlem besonderen Ausschüsse überwiesen. Einige dieser Vorschläge seien hier genannt: „Bei der Beurteilung der Mensur ist der Gesamteindruck, Glicht ein einzelner Gang zn Grunde zu legen. — Beim „Zucken" ist zu prüfen, ob dieses auf Feigheit („Kneifeil"') beruht oder ohne Willen und Wissen des Paukanten geschieht. — (Sin Mitglied darf wegen Mensnrnntüchtigkeit nur abgegeben werden, wenn es drei ungenügende Mensuren geschlagen hat, sofern nickt besondere Uiuftäube eine frühere Ausschließung rechtfertigen. — Jedem Mitgliede, das lediglich wegen Mensnrnntüchtigkeit den Austritt erhalten hat, ums; Gelegenheit gegeben werden, durch Schlagen zweier genügender Mensuren sich die Mensnrtüchtigkeit zu erwerben und sich die Rlöglichkeit zn schassen, in die Burschenschaft wieder aufgenouunen zn werden." — Dann ist noch von einer Anzahl von Beschlüssen der verschiedensten Verbände zn berichten, die ans Abänderung einiger Bestimnumgen des Vorentwurfes ziun Strafgesehbnche bezüglich des Zweikampfe s Hinzielen. Weitere Beschlüsse beziehen sich ans die — so notwendige — Aendernng des studentischen Vereinsrechtes, ans die Aufnahme einer Anzahl von Korporationen in die einzelneil Verbände (so Vineta-Heidelberg in den D. C., Grimensia- Leipzig llnd Saronia Würzburg in den L. C., Gothia Hannover in den R. D. C., Silingia- Breslail in den di. S. E.) lnld ans Satznngsändernngen. die Fein allgemeines Interesse haben. Erwähnt sei noch ans der großen Zahl der Beschlüsse ein Beschluß des S. E., nach welchenl es den aktiveil Korpsstudenten (wohl ans K'eilgri'nldeil) lvieder erlaubt ist, ailf deil Konnnersen der Abiturienten in Eonlenr zil erscheinen, einige Beschlüsse des D. E.. die sich für einen regeren Sportbetrieb in deil einzelnell Biirschenschafteil anssprechen, sowie ein Beschluß des N. D. C., der ans den Ueberschüsseil des Selbstverlages seiner Zeitschrift „Deutscher Burschenschafter" einen Betrag voll 1200 Mark zur Unterstützung völkischer liub wissenschaftlicher Bestrebungen verwenden will. lieber die Tagung des K. C. in Breslau ist bereits in Nr. 2 berichtet worden. Dr. Alfred Alsberg. Jüdische Jngenduerrlnsbewegung. Aon cand. iur. W alter A i ch li e i m e r (Licariae) Stuttgart. lieber 70 „jüdische" Jngendvereine! — Schon wieder „Absonderung"?! — Leiden wir Deutsche nicht genug ullter Klassenkampf?! Vernichtet lind zerstört dieser ewige Hader unter uns Deutschen nicht die besten Kräfte?! — Anstatt Einheit und Geschlossenheit: Kampf allüberall! Und hier lesen wir: über 70 „jüdische" Jngendvereiile! also nelle Trennung, neuer Kampf, neue Feindschaft! utld vor mtjcrm geistigen Auge sehen wir schwärzer und schwärzer den Himmel mit Wolken sich bedecken — als ob nicht geling der Wolken wären. Darum hinweg darilit?: „Die Gegensätze der Rasse und des Bekemltllifses, diese Gegeitsätze. die für den moderneil Alenschen etwas Tr-.nnendes nicht nlehr darstelleil dürfen, soll nlan ignorieren, soll man verwischen und verschwinden lassen, aber nicht betörten und konservieren . . ." jGedenkrinmmer der „Mitteilungen" des Verbandes der jüd. Ing.-Vereine U. 4. S. ID- „Angerischeinlich hat das Volk Israels sich in deutschem Land trat; mancher tiugerechtfertigten Bedrückung und Znrüc! Dtznng dauernd rvohl gefühlt. Will dasselbe aber auch in dentscheirt Land von den beutTd>i'n Elementen wohl gelitten sein, so darf es nicht an der Zersetzung, sondern muß an der Erhaltung der deutschen bürgerlichen Drdnnng Mitarbeiten." sa. a. O. S. 4 | lHl)'o himveg mit „jüdischen" Jngendvereinen! 9tene kortfessionelle Bereinigimgeit verdicken die trenuenbe Alan er der Zerrissenheit des deutschen Volkes, und anstatt Steine von dieser Mauer abzntragen, errichten wir eine neue Schicht daneben ans! — Gleichberechtigllilg wollen wir. Gleichberechtigung verlängert wir — nicht nur in Theorie — nein, wir fordern, daß „praktisch" die Gleichberechtigung dnrchgeführt wird, die Verfassung rrrid Gesetz verbürgt. Nach „Gleichberechtigung" streben wir, nach „Einheit" — und wollen uns dennoch selbst „trennen" von den andern?! Ist dies nicht ein Widerspruch? Rust man ans nicht mit Recht zrr: „.und eine Mauer „Airs irnsern eignen Werken baut sich auf." — Wer Geschichte schreiben will — und um ein Stück Geschichte handelt'.'es sich hier—, der muß sich hineinversenken mit seinem ganzen Ich in die tiessten Gedanken, in all die Regungen, in all die Bestrebungen der Menschen, der Zeit, mit der er sich befassen will. Das „Ideal" der Einheit uiiD des Friedens, wer dies zu erstreben sucht, der ist abhold jedweder Bewegung, die diesem hemmend sich in den Weg legt: damit jeglicher Sonderorganisation. Wie aber jedes Ideal, um cs nochmals zu sagen, „erstrebt" wird, von frischen Menschen

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