KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 3 (1.12.1911)
- Date
- 1911-12-01
- Page
- Seite 4 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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4 halten muß Stellung genommen werden. Redaktion und Kuratorium baden bisher nach dem Grundsätze strengster Objektivität ihr Votum abgegeben. Das werden sie auch irr Zukunft tun. Für sie darf einzig und allein das Interesse der Zeitung, daS Interesse des K. C. den Maßstab für die Beurteilung der Arbeiten abgeben. Das mögen die Verbandsbrüder stets bedenken, dabei auch die Schwierigkeiten des Zimtes des Redakteurs und der Kuratoren im Auge behalten. Dann werden sie nicht, beleidigt, bei Seite stehen, sondern doppelt eifrig danach zu streben suchen, das nächste Mal etwas Treffliches zu schreiben. — An alle Verbandsbrüder richtet die Medaktio» einen dringenden Appell zu fleißiger Mitarveit. Durch Kevurrg des Ansehens der A. §. Matter wird das Ansehen des ganzen A.E.gehoven * * Der studentische Feil (Rachrichtenteil) soll weiter ansgebaur werden. Das ist jedoch nur möglich, wenn die Redaktion die Unterstützung sämtlicher Verbandsbrüder findet. Es ist Pflicht aller Verbandsbrüder, die Redaktion über alle in Betracht kommenden Vorgänge rechtzeitig und eingehend zu orientieren. Erwünscht ist insbesondere die Einsendung von Zeitungsausschnitten, die, von der Redaktion gesammelt, allmählich ein reiches Material abgeben werden. Die Gerichte der Verbindungen bedürfen einer grundlegenden Aenderung. Der Semesterberichtsstil muß endlich verschivinden. Es ist nicht notwendig, daß alle Berichte mit dem sakralen „Wir eröffueren das Semester mit einem . . . . “ beginnen. Die Berichterstatter der Verbindungen müssen die Berichte abwechslungsreicher und interessanter schreiben. Die Berichte müssen bei den Lesern den Wunsch erregen, mit dabei zu sein; sie sollen die Alten Herren animieren, häufiger zu ihren Verbindungen zu fahren. — Inhaltlich müssen die Berichte reicher sein. Es interessieren nicht nur Kommerse und Kneipen, sondern weit mehr die ernste Arbeit der Verbindungen. Ueber das Vortragswesen und die Diskussionsabende ist daher eingehend zu berichten. Ausnahmsweise sind in diesem Monat die Nervaudsnachrichten sämtlich in die Beilage gekommen, um sie den Lesern unverändert vorzuführen. Die Aufnahme der Adressenänderungen, die in diesem Monat besonders groß war (200) mußte aus Mangel an Zeit zur Bearbeitung unterbleiben. Die neuen Adressen werden in das Adreßbuch ausgenommen. Was den Inseratenteil angeht, so ist es unerläßlich, daß alle K. C.er, Verbindungen und Altherrnverbände ihre zu publizierenden Nachrichten in den K. E. Blättern veröffentlichen. Durch eine Annonce geben sie deren Inhalt nicht nur in sehr bequemer Weise bekannt, sondern sie ultterstützen auch wesentlich die K. C.-Blätter. Bei reichen o-ekdmittekn können wir erste Männer zur Mitarbeit heranziehen, wir können die Blätter durch Abbildungen abwechselungsreicher gestalten, wir können unfern Blättern eine beffere Ausstattung zuteil werden lassen. Auf die Beträge aus Annoncen sind wir angewiesen. Wir bitten daher um eifrige Werbearbeit. Die Mitteilung von Aamiliennachrichten im Hause befreundeter K. C.er ist erwünscht, damit sich die Redaktion an die betr. K. C.er zwecks Inseriernng wenden kann. Die Werbearbeit möge sich auch auf ASonuements beziehen. Ist es nicht eine Schande, daß wir nicht mehr als 60 Abonnenten haben? Bei 700 Mitgliedern! Man sollte doch meinen, daß jeder K. C.er mit Leichtigkeit l — 2 Abonnenten bringen könnte. Die Ausgaben würden sich bei größerer Abonnentenzahl nur wenig vergrößern, die Einnahmen würden aber beträchtlich steigen. Ich hoffe, daß dieser Appell an die Verbandsbrüder nicht ungehört verhallen möge. Die Expedition der Blätter ist das Schmerzenskind der Redaktion. Der Versand der Blätter macht solch große Arbeit, daß die Redaktion ihrer Hauptatlfgabe, der Bearbeitung von Artikeln, dem Studium einschlägiger Fragen, dein Lesen von Büchern und Zeitschriften etc., nicht in der gewünschten Weise Nachkommen kann. Die kolossale — mid recht wenig interessante - Arbeit entsteht aber nicht bei dem regulären Vertrieb, sondern durch die den ganzen Monat währende Nachsendung der Blätter. Im vergangenen Monat sind nicht weniger als 120 Erempkare der Zeitung als unveliellvar zurückgekommen, weil dre V.rbandsbrüder ihre neue Adresse nicht rechtzeitig mitgeteilt haben. DaS sind unerhörte Zustände! Und daun beschweren sich die Herren auch noch, daß sie die Blätter nicht bekommen haben und schimpfen über die Bummelei der Redaktion. Eilte Durchsicht der zurückgekommenen Eremplare ergab, daß fast nur junge und jüngste Semester in Betracht kommen. Das Verhalten dieser ist eine grobe Aiszipkintokgkeit und Hlückkchtslokgkeit gegenüber der Redaktion. ■— In Zukunft werden die Exemplare für die Aktiven an die Verbilldungelt gesandt. Ein Aufdruck aus den Krettzbündern wird die Bummelei der betr. K. E.ec erschweren. Insbesondere wird die in Einrichtung befindliche Kartothek hoffentlich dazu beitragen, daß eine solche Unordnung unter den Adressen der Verbandsbrüder, wie sie in diesem Monat eingerissen ist, nicht mehr Vorkommen kann. Ich hoffe, daß sich der Januarversand wieder in geordneten Bahnen befinden wird.