KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1910-1911
- Issue
- Heft 6 (1.3.1911)
- Date
- 1911-03-01
- Page
- Seite 95 (sequence 13)
- Language
- German
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95 Laßt einen Auren stundenlang gegen den Wind ein Segelboot führen, sei es.auf der Kieler Fvhrde oder in der Kvtlstauzer Bucht; wandert mit ihm öfter durch die jagenden Schauer eines Winterfturms. und redet dann uorf) vom Bierkomment als Erziehuugsiuittel nur Disziplin. Bor einigen fahren konnte mau auf den Hollen des Feldbergs einen jungen Auren unserer Freiburger Verbindung sehen, der im Skilauf den Norwegern, unfern Lehrern im 8filauf, ebenbürtig war; es nürd jedem unvergeßlich sein, wenn er ihn laufen sah. Selbstverständlich war dieser Skiläufer ein äußerst schlechter Biertrinker; das ist ganz natürlich; dein! Sport und ^Alkohol vertragen sich wie! Feuer und Wasser. Wir utüssen wählen .pvischeu. Beiden; Sport o d e r ''Alkohol, so lautet die Frage. All einer Zeit, die jährlich wachsend eine Zahl von Gebildeten hervorbringt, die bonnifU und entschieden jeden Alkohvlgennß als fthädlich und verderblich bekämpfen, da scheint luir eine Glorifizieritug des Bierkomments höchst nuzeitgemäß zti sein. Ter Bierkomnleut scheillt mir s p e z i e l l f ü r uns aber noch doppelt verderblich: wir stellen N bis 4 null mehr (Geisteskranke, als wir unserer Zahl nach stellen sollten; die Zahl der jährlichell Wallfahrer llach Karlsbad und Riarieubad ist, soweit wir iu Betracht kommen, viel groß; wir haben die Zeit jahrhllndertelanger beiden ulld Berfolgllngeil zwar riberstandeil, aber mit geminderter Rerveukrast und mit Dispositionen zu allerlei Krankheiten. Wenll wir diese Zeiten überstehell konnten, so war mit weseut 11cf)c Ursache die (5'nthaltsainkeit vom A l k o h v l;j jeht sollerl wir diese alte Bätertngend allsgeben, zli nnserm Verderben, eirles Phautmues wegen. Wir lvissen alle, daß die Evuleur-Verbiudnngen, die nicht getragen werden von einer gesunden Adee, alle schon längst an Blutleere zu Grunde gegangen wären, ivenn sie nicht jedes Semester Rekrntiernngsmnnnschaften aus rein äußerlichen Griiudeii erhielten. Wir itehen auch im Zeichen einer Adee: im Dienste bewußter Begenerationsarbeit: zu dieser gehört unbedingt lind vor allen! körperliche Tiichtigmachnug; die verhindert der Alkohol und begünstigt der Sport. Die Frage, wem wir dienen sollen, Sport oder Alkohol, scheint mir überhaupt keine Frage zu sein. „Mit jedeni Schluck Bier, nimmt der Für i auch zugleich eine Dosis Disziplin in sich auf".! so schreibt Paul Alsberg; er vergißt aber, daß * gleichzeitig der Für ein für uns doppelt fchäd-! liches Gift in sich anfnimmt. j Ach begrüße den Tag. an welchen! der erste! Abstinent bei uns aktiv wird; vielleicht wird er j viel fechttüchtiger und „bierehrlicher" sein, als; alle Biertrinker zusammen; er wird sicherlich! viel wertvollere Arbeit für unsere Regeneration! leisten, als die tüchtigsten und eifrigsten Anhänger > des Bierkonnnents. MKklörmische Nachrichten. Deutschen Burschenschafter entnehmen wir folgendes Preisausschreiben für einen Stamm tischnänder. das vielleicht auch für manchen Sl. E.er von Antereste ist. Bon den Mitteln, die ans der vom Kgl. Württ. ^andesgetverbeinnsenm zu Stuttgart veranstalteten Stndentenknnst Ausstellung des Aahres 19iW übrig geblieben sind, tvird nach dem seinerzeit geäußerten Wunsche des Ebrenansschnsses und der Anrn aber malS ein Preisausschreiben erlassen, um die Beweg!lng zur Hebung deutscher Stndentenknnst anch in der Folgezeit wach zu erhalten. Taniit möglichst vielen Künstlern, Knnsthaltdwerkern und Kmhtiudustrielleu Gelegenheit gegeben werde, sich an diesen! Wettbewerb zu beteiligen, hat sich das Kgl. Württ. Landesgewerbemusemn von der , Kgl. Zentrlllstette snr b»le!verbe und Handel die? Ermächtigung erbeten, für das Fahr 1914 ein! Preisausschreiben für einen Tischnänder zu erlassen.? Shne;l!üctsiiht auf das Material wird ein Tisch! stünder oder Stannntischzeichen gefordert, wie solche für die von Vereinen, innnentlich von studentischen Vereinen bei egten Tische in (Rasthöfen oder Kassee hällsern üblich sind. Der Aufbau nnd die (>'»rvßc i bleibt dem künstlerischen Entwurf überlassen: gefvr-! beut wird hu : die Anbringung einer Anschrift sz. B. i „Belegte Plätze" oder „Für den Verein XV"),! sowie eines Korporationswappens oder die Rücksicht-! nähme auf ein Wappenfeld. das nachträglich in! einer materialgerechten Technik eingefügt werden! kann. Die Arbeiten können sowohl in Silber als! auch in unedlem. Metall, Holz oder Keramik ge-