KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1910-1911
- Issue
- Heft 5 (1.2.1911)
- Date
- 1911-02-01
- Page
- Seite 82 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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82 Vertretung zu schaffen, wo eine K. C.-Verbindrmg vielleicht niemals existenzfähig ist. Wenn aber der Gründung einer Verbindung in dieser Weise vorgearbeitet wird, ist es möglich, den richtigen Zeitpunkt zur Gründung wahrzunehmen. Denn wo überhaupt die Existenzbedingungen für eine Kartellverbindung bestehen, ist es oft Sache des Zufalls und des Augenblicks, daß alle Vorbedingungen für eine Nengründung zusammentreffen. Mehr als alle wohlgemeinten K. C.- Beschlüsse v e r m a g hier die Tatkraft und das Organisationstale nternzeln er K. E.er. Denn die Grundlage jeder Gründung ist ein fester Stamm erfahrener, arbeitsfreudlger K. C. Burschen. Allerdings sollte niemals eine Gründung ohne die MitarbeN einer K. C.-Organisation unternommen werden, die den Gründern einen Rückhalt und die Legitimation verleiht und die der jungen Verbindung in ihren ersten Semestern eine sichere Stütze ist. Der K. C. kann diese Aufgabe nicht übernehmen, weil ihm eine geeignete Zentrale und auch der unmittelbare Konnex mit den einzelnen K. Gern fehlt. Das wird daher stets Sache der Verbindungen bleiben müffen. denen Orte gruppen und Landesverbände zur Seite treten können. Das bestätigt auch die Geschichte aller bisherigen K. E.-Gründungen. die nicht von einer Verbindung ausgegangen sind, die aber stets nur durch die Tatkraft und Opferwilligkeit einzelner tüchtiger »K. C.-Burschen durchgeführt wurde. Meines Wissens ist nur ein Mal — bei der Gründung der Rhene-Silesia ~~ ein K. C.-Beschluß vorausgegangen. Aber auch hier erfolgte die Gründung erst ein Jahr später und war tatsächlich nur das Werl' einzelner K. E.-Vurscheu, denen die Licaria helfend zur Seite stand. Ich bin überzeugt, das; auch unter unfern jetzigen Aktiven noch der Geist herrscht, der in dem ersten Jahrzehnt bis zur Gründung des K.C. die rasche Ausdehnung des K. (5.-Gedankens ermöglichte. Darf auch über die äußere Emwicklung die Vertiefung und Festigung der K. (5.- Jveen nicht vergessen werden, so muß sie doch damit Hand in Hand gehen, da erst durch die a l l g e m e i n e Verbreitung des St. (5. eine vollkommene Durchführung seiner Aufgaben möglich i ft. <?= Nevöanös-Wachvichien. & Berlin. Am 7. Januar fand in den Wiiumcu des Brüdervereins eine Festlichkeit statt, an welcher sich fast sätittliche Berliner AL C.er — etwa IM an der Zahl — mit ihren Damen beteiligten. Um 0 Uhr abends begannen sich die mit vorttehnrer Eleganz ansgestatteten Empfangssäle zu fiiücii, und bald bot sich dem Auge ein farbeitprüchtiges und frohbeivegtes Bild dar, welches das Herz jedes K. E.ers mit inniger Freude erfüllen mußte. Bei dem Souper ergriff zunächst der Vorsitzende des A. H. B. Sprevia. l)r. Oppenheimer, das Wort, um die Anwesenden willkommen zu heißen und gleichzeitig seiner Freude darüber Ausdruck zu geben, daß'der erste Versuch, ein ganz internes Fest für die Verliuer Ai. E.er und ihre Tarnen zu veranstalten, einen so gläuzeudcu Erfolg gezeitigt hätte. Im weiteren Verlauf des Soupers nahm Ai. V. l)r. Holländer das Wort zu einer markigen Ansprache, die in den Appell an die K. E.eriuuen und Ai. C.er ausklang, sich stets des Zusammengehörigkeitsgefühls bewußt zu bleiben. Dann feierte D,. Rahmer (Spreviae) die Damen in launigen Worten, und die fidele Stimmung, die auch unter dem Einfluß bezüglicher Lieder und Aufführungen immer gehobener wurde, erreichte ihren Höhepunkt, als am Ende des Soupers ein Semefterreiben standfand, welches durch humoristische Lieder und Mieden gc würzt wurde. Um 1 Uhr Aachts mürbe die Tafel aufgehoben; an das Souper schloß sich alsdann ein Ball, bei dem die tanzlustigen Damen voll und ganz ans die .Kosten kamen, und erst in den frühen Morgenstunden trennte. man sich mit dem Bewußtsein, ein paar unvergeßliche Stunden verlebt zu haben. Dr. W. HIM'lliuia. Es schieden aus der Verbindung ans: Wolf. Bing: mit Geuehmiguug feines Ailstritrsgefnches: Z i p p e r t. e c i p i e r t wurden: Hellwitz. Levl). Loebinger.Haafe, Iacobfohn, Nengarten, Beernuurn, Schindler. Inaktiviert wurde Simon. Alte Herren wurden: Rawack, Friedländer. Statillisches aus dem St C Ädreßöuch. Das Adreßbuch, das nunmehr allen AL C.ern zilgegarigen ist. bringt mit der Annehmlichkeit einer solchenZufammenstellung an sich ein interessantes Material für statistische Erhebungen, namentlich über die Berufsverhältnisse unter den Al C.ern. Insgesamt zählt der AL C. — den akademischen Stammtisch Badenia-Aiarlsruhe ausgenommen — 675 Mitglieder. Davon sinddie Juristen mit 310 bei Weitem in der