KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1910-1911
- Issue
- Heft 5 (1.2.1911)
- Date
- 1911-02-01
- Page
- Seite 80 (sequence 14)
- Language
- German
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80 der geeignete Platz. Ta die At. C.-Korporationen als Couleurverbindttttgen gegründet oder doch edacht sind, erübrigt sich zudem diese Frage, lochmals gesagt: Der Bierkomment ist das beste Erziehungsmittel, das dem Studenten gegeben ist. Mit jedem Schluck Bier, der dem jungen Aktiven anserlegt wird, nimmt er zugleich eine Dosis Disziplin in sich aus. Wenn aber auf der eigenen Kneipe der Bierkomment treu gemahn wird. so wird auch mif großen allgemeinen Kommersen oder auch am heimatlichen intimen Biertisch der St E.er jene äußere Korrekttzeit beweisen, welche — ocrbuubeu mit der innerlichen Vertiefung, die ihm der .VI. E. mit ans den Weg gibt.'— ihn befähigt, das dem Ai. li.iT eigene selbstbewußte, achtunggebietende Anstreten stets zu zeigen. — Wenn wir also hier zu Gunsten des unverfälschten Bierkomments eine Lanze eingelegt haben, so wenden ivir uns — mit I >r. Mnrum — gegen alle unmäßigen Saufgelage. Aber auch hier soll mildernd eingeflochten werden, daß ein vereinzelter Rausch nicht gerade das größte aller Nebel ist. Ferner werden nur cs stets gerne sehen, wenn der jeweilige Erstchargierte auf magenkranke Bleichlinge oder sonstige bieruntüchtige Aiandidaten zarte Rücksicht wallen | läßt, im übrigen aber den Komment streng handhabt. Sehr einverstanden sind wir mit einer energischen Propagierung des Sportes, wie er z. B. in Heidelberg feit vielen Jahren in den verschiedensten Arten zur Sommeruttd Winterzeit ausgeübt wird. Doch das ist eine Frage für sich, ebenso wie Fechtboden und geistige Stählung. Neugründungen. Non Al a v 1 L ö w c n ft c i n (Licariae. Rhcnv-Silcsiaei aus Aachen. ' In dem Bestreben, unsere Bewegung aaszn breiten und ihr auch an solchen Hochschulen einen Wirkungskreis zu verschaffen, wo hente noch eine K. E. Verbindung fehlt, dokumentiert sich die Lebenskraft des AI. C.-Gedankens unb der Wille zur Existenz. Wohl kein Al. C. Tag könnte sich daher wohl ganz allgemein Neugrnndungen entgegcnstellen, solange noch irgend eine Möglichkeit dazu vorhanden ist. Der Freiburger K. C. Ta g des Jahres U)Oll sprach daher etwas Selbstverständliches aus. als er es für „wünschenswert" erklärte, daß „Neugriiudungen von 5k. E Verbindungen in hierzu geeig neten Städten vorgcnommen würden" und zugleich noch eine Stadt benannte, die ihm zur Gründung „am geeignetsten" erschien. Die Bemerkung in dem Ausfall über, „Neugründungen" in Nummer 4 dieser Zeitschrift, es sei von Berbandswegen nichts geschehen, um diesen „Beschluß" tatsächlich war es nur eine als Resolution gefaßte Meinungsäußerung — zur Ansführnug zu bringen, ist unzutreffend: viel mehr wurde die damals präsidierende Verbindung > mit den Vorarbeiten betraut. Dllrchans irrig ist! aber die vom Verfasser jenes Ausfalles vertretene I Ansicht, der Heidelberger Ai. E. Tag des lclllen! Jahres habe ein widersprechendes Resultat gezeitigt. I Allerdings hat der Ai. E einer Interpellation der. , Ghibelltnia. die ll Städte für Rengründnugen in j Vorschlag brachte, nicht ausdrücklich zugestinimt. sie! aber ebensowenig abgclehnt. Die Vertreter haben i sich nur „s v lch e u »eilen lhründnngen, die ledig! l i ch a u s G x n li b eine S Ai. E. B e s ch l n s s e s > erfolgen sollen, skeptisch gegenüber gestellt". Tal! sächlich hat der Al E Tag nicht eine Gründung > überhaupt abgelehnt, sondern nur deshalb von j einem neuen Beschluß, der zur bhiinbuiift tind) gar nicht erforderlich iväre, abgesehen, iveil ihm ein solcher Beschluß unzweckmäßig erschien. Mit Recht, denn da dem Ai. E. alle Unterlagen zu einer Prüfung der augenblicklichen Durchführbarkeit einer Gründung im einzelnen Falle fehlen, und da er auch die Gründung nicht selbst dnrchfiihren und überwachen kann, besteht die Gefahr, daß ein am grünen Tisch gefaßter 'Beschluß zu übereilten Gründungen verleitet, die mir mit Rücksicht auf! den Beschluß, ohne genügende Vvrberrilmtg und l ohne hinreichende Airäste begonnen werden, j Diese Jrrtümer, welche wahrscheinlich der im Protokoll zu knapp gefaßte Bericht iiber diese Ber- I Handlungen hervorgernsen hatte, hätten mich allein ' wohl kaum zu einer besvndcrn Erwiderung veranlaßt.! Aber der pessimistische Geist, tveicher den ganzen > Aussatz von Elsas durchweht, fordert einen Wider i spruch heraus. Ein so wichtiger und verantwortungsvoller Schritt wie die Gründung einer Ai. C.-Verbindung darf selbstverständlich nur mit größter Vorsicht und Ueberlegnng getan werden. Es rväre ein nnver zeihlichcr Leichtsinn, wenn die Gründer einer Ver bindung nicht alle Schwierigkeiten der Gründung gewissenhaft würdigten und tiicht alles täten, um i einen Fehlschlag zu verhindern. Aber wir dürfen nicht ewig beim tatenlosen Ueberlegen und Bedenke« bleiben; denn schließlich kann nur ein g e s u n d e i zielbewußtcr Op 1 iini s m u s und ein entschlossenes,tatkräftiges Zug rei f e n z u m E r f o l g e f n h r e n. Die jetzigen Verhältnisse des Ar. E geben zu einer pessimistischen und zurückhaltenden Auffassung auch nicht den geri ng st en Anlaß. Die-