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KC-Blätter · 1911-02-01 · Heft 5 (1.2.1911) · p. Seite 73

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Journal
KC-Blätter
Volume
1910-1911
Issue
Heft 5 (1.2.1911)
Date
1911-02-01
Page
Seite 73 (sequence 7)
Language
German
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73 sein will gegen den Ausschluß der Juden aus den anderen' studentischen Verbänden, Sliif die Frage, wie der .St C. sich zum Zionismus verhält, wäre ungefähr zu antworten: Der .St E. lehnt den Zionismus ab, soweit er den GteichberechtignngSkampf der deutschen Juden als unnüß oder verwerflicherklärt: im übrigen verhält sich der .St E. neutral. Die Mklllsivität wird danut erklärt, daß wir der^Msicht jint», nur ein erklnsiv jüdischer Verband Wilne unseren Standpunkt in aller Schärfe dokuiRmtieren. Die Stellung zur Satisfaktion wäre oahin zu entjcheiden^ daß der .St E.er genndsäglich keinesivegs Anhänger des Duells zil sein braucht, daß aber unser Ehrgefühl in der gegenwärtigen Situation uns zur Annahme der unbedingten Satisfaktion zwingt. Ein Znmpf ums Recht. Bon vr. Ä l f r e d A l s b e r \\ i.Bcarine. -Ut|Cuu=3Ücfiao i iu <Äö(u. Alle .St E. Verbindungen mit Ausnahme der Bonner Rheno Silesia gehören den in den verschiedenen Universitäten bestehellden Vertreter- Versammlungen der Studentenschaft an. "Als gleichberechtigte Mitglieder nehmen sie an den Beratungen und den Abstimmungen über die die gesamte Studentenschaft betreffenden Fragen teil. Sie wohnen den gemeinschaftlichen Festen, den Mummcrfcit, bei, die alljährlich zur Feier des Geburtstages desKaisers oder des Bandes- Herrn oder zur Erinnerung an den (SZründer des Reichs zur Sommersonnwende abgehalten werden. Bei Fackelzügen zur Ehrung verdienter Lehrer, bei Beerdigungen kann mau sie vollzählig nach der — meist durch das Los — bestimmten Ordnung in den Reihen der gesamten Studentenschaft sehen. Sie stellen nach dem üblichen Turnus ihren Vertreter znm engeren AnSschtlß der Vertreterversammlung; ja, kürzlich lasen wir mit Genugtuung in unfern Blättern, daß die Freiburger Ghibellima zusammen mit nur 7 andern Korporationen erwählt wurde, dem badischen Großherzogpaar anläßlich seiner Silberhochzeit in Karlsruhe die Huldigung der Freiburger Studentenschaft darznbringen. Die Zugehörigkeit zu den Vertretervcrsammlungen ist für jede Korporation von außerordentlicher Wichtigkeit, da sie erst die Teilnahme Mt beu studentischen Angelegenheiten ermöglicht. Eüte Korporation, die der VertreterversammltUtg nicht angehört, steht isoliert da. Für die K. C.- Verbindungen ist die Zrrgehörigkeit von noch , viel weittragenderer Bedeutnng. Sie ist der , erste wichtige Erfolg in unserem Gleichberech tigmlgskantpfe, sie gibt llns Gelegenheit, gegtierischen Bestrebungen entgegenzntretelt und mit Wort nltd Tat dett Konnnilitonen zu zeigen, daß die gleiche deutsch-vaterländische «sicfimmiiti wie s i e auch uns beherrscht, daß auch wir von d e m selb e n H o n o r i g k ei t s g e f ii h l um' f i e dlltchdrllugen sind, daß auch wir durch die Straffheit unserer Disziplin, die der ihren sicherlich gleichkommt, imb durch unser persönliches Allftreten geeignet uub iviirdig sind, und) in ihre Korporationen anfgenoutmett zu lverden. Die Ersahrlmg hat gelehrt, daß burd) nufer Auftreten in ben Vertreterversammlungeu mancher Angriff gegen ltlts abgewehrt lverden kvllnte, uub zlvar erfolgreicher, als wenn wir uns der Hülfe fremder Korporationen hätten i anvertramm müssell. . Bei dieier Widiligkeit der Vertreterverfamm- Uiiu^cu ist es Pflidit der K. E.-Verbiudlmgen. nur ihre tüd)tigsten und triirf) redegeruandtesten Mitglieder in die Ausschüsse hineinznwähten. dcuuit nur ja nicht die ihnen zustehenden Rechte; irgendwie i'ernachlässigt werden. 1 Wie Eoiumt es mm, daß die Rheno Silesta als einzige der ihr verwandteil .Storporationeu der Vertrete rverfammlung ihrer Uniuersirät nid)t angehörtV Diese ausfällige Tatsache, ausfällig deshalb, weil doch dieselben Verbände wie au anderen Unwersitäten auch in Borln tvnangebelld in der Vertreterversammlnng sind, findet ihre Erklärung iu beu besonderen Bonner Ver hältuissen. Es dürfte fiel) lohnen, diese im Einzelnen durchzugeheu. einmal, um an einem einzelmm - Beispiel die Arbeit des .St C. zu zeigen, anderer seits, um beu häufig miftrcteubeu Märchen unserer j ndis chen Gegner von der Erfolg lvsigkeit der Anßenarbeit des K. E. — wobei natürlich imlner nlir auf Bonll hillgeroiesen » wird — entgegenzutreten. Und selbst Leute, die unfern Bestrebungen nidst direkt ungüllftig gegenüberstehen, wiederholen die gegueristheu Erzählulnzen: aus Unkenntnis, da wir bisher — | mangels eines eigenen Blattes — die Fehler nicht vor der Oeffentlichkeit allfklären korlilten. > Sv las id) vor Jahresfrist in einem Kölner - Blatte, iul Rahmen eines Artikels über „Jüdische! Studentenverbindungen" aus der Feder eines j uns nicht feindlid) gesinllteil Mitarbeiters der Zeitung:! „Der beite Beweis für die Nichtigkeit dieser 1 Behauptung (sc. Erfolglosigkeit des H. l>. m der j 'Aiederzwingung des Antisemitismus und Hebung I deü Ansehens der jüdischen Kommilitonen im Ganzen) ist die Tatsache, daß an den Ausschüssen, die an manchen Uncversitäteu zur Vertretung der Studenlenheit bestehen, die Vertreter de»

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