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Altneuland · 1906-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1906) · p. Seite 230

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1906)
Article
Bericht der Palästinakommission
Date
1906-07-01
Page
Seite 230 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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— 230 — vierung eines Kurses an einem der Institute für Tropen-Hygiene auf eigene Kosten eine Saison in Jerusalem zuzubringen, um die Kampagne gegen die Malaria resp. die sie verbreitenden Mücken zu leiten. "Wir hoffen bis dahin die nötigen Mittel zusammen zu bekommen, um die sachlichen Ausgaben der Kampagne bestreiten zu können und ihm eine Hilfskraft mitzugeben, welche ihn hierbei unterstützt und die Sache eventuell selbständig weiterführen kann. Der neugegründete Palästinaverein ist unserer Ansicht nach berufen, solche Projekte, wie die Nationalbibliothek, das Nationalmuseum, die Malariabekämpfung usw., tatkräftig zu fördern. Wenn der Verein auch vorderhand noch keine grosse Bedeutung hat, so glauben wir doch, dass er eine weite Entwicklungsmöglichkeit haben wird. Es gibt Tausende guter und palästinatreuer Juden, welche den politischen Gedanken des Zionismus nicht zu folgen vermögen, sich aber an der kulturellen und wirtschaftlichen Hebung des Landes gern beteiligen werden- Für die wirtschaftliche Hebung suchen wir durch den Palästina- Pflanzungsverein, durch die vom Palästina-Industriesyndikat zu gründenden Gesellschaften, durch den „Bezalel" einen neutralen Boden zu schaffen, für kulturelle Zwecke soll der Palästinaverein die unpolitische Basis abgeben. Er wird eine gute Grundlage für gemeinsame Arbeiten mit anderen Institutionen abgeben und gleichzeitig den noch nicht zionistischen Schichten zeigen, dass man durch Beitritt zur zionistischen Organisation noch nicht zu einem eingefleischten Theoretiker geworden ist, sondern auch die Gegenwartsarbeit in Palästina hoch zu schätzen und zu organisieren versteht. Auf diese Weise schafft man dem Zionismus viele Freunde und kann namentlich auch durch Festlichkeiten, an denen sich dann auch Nichtzionisten gerne beteiligen werden, die nationale Idee und die national-kulturellen Institutionen in Palästina gleichzeitig fördern. Was die Gründung einer Mittelschule in Jerusalem betrifft, die nach der Meinung vieler ein absolutes Bedürfnis ist, so hat der „Hilfsverein der deutschen Juden" auf unsere Anregung hin sich dieser Frage ernstlich angenommen, und wir Zionisten werden versuchen, durch Aufbringung erheblicher Fonds das Recht zu erwerben, auch unserseits an der Organisation und Leitung der Schule teilzunehmen. Regen Anteil genommen hat die Palästina-Kommission an der Gründung des Pflanzungsvereins „Palästina", ja man

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