Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1906)
- Article
- Bericht der Palästinakommission
- Date
- 1906-07-01
- Page
- Seite 231 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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— 231 — kann wohl sagen, dass dieser Verein im wesentlichen ihr Werk ist. Dieser Verein soll jedem Juden der Welt die Möglichkeit und die Anregung geben, sofort oder allmählich der Besitzer eines kleinen Fruchtgartens in Palästina zu werden. Zu diesem Zwecke wird eine ein Dun am (ca. yn ha) grosse Landparzelle auf seinen Namen in das Liegenschaftsbuch des Vereins eingetragen, und als Bestätigung erhält er ein Diplom, auch wird ihm lebenslänglich eine jährliche Palästinagabe in Gestalt vonLandesprodukten (Mandeln, Rosinen, Oliven, Wein, Orangen, Konserven usw.) zugesandt. Der Beitrag, um ordentliches Mitglied dieses Vereins und damit Gartenbesitzer zu werden, ist so klein (80 Mk. resp. 100 Frcs., 100 Kr., 4 Pfd. SterL), dass jeder das Ziel erreichen kann, zumal niemand gezwungen werden soll, das ganze Geld auf einmal zu zahlen; als Minimum ist angesetzt 10 Mk. in jedem der beiden ersten Jahre, welche Summe zum Ankauf des Landes dienen soll, und 6 Mk. in jedem weiteren Jahre bis zur Vollendung, mit welchem Jahre er erst als ordentliches Mitglied angesehen wird, während er schon nach Zahlung des Bodenpreises von 20 Mk. als ausserordentliches Mitglied gilt. Um aber möglichst bald viele Vollzahlungen zu erlangen, die ja zur Sicherung eines grösseren Landkomplexes und seiner Bepflanzung nötig sind, erhalten die ersten 1000 ordentlichen Mitglieder je eine, nur für die Zwecke des Vereins geschaffene und von dem Künstler Hermann Struck dem Verein geschenkte Original-Radierung, während den 100 ersten immerwährenden Mitgliedern — das sind solche, die 10 Parzellen kaufen, also 800 Mk. einzahlen — die ersten numerierten Drucke mit eigenhändiger Unterschrift des Künstlers reserviert werden. Der Verein bezweckt, einerseits ein inneres Band zwischen den Juden der Diaspora und Palästina herzustellen, anderseits aber auch möglichst vielen armen Stammesgenossen die Einwanderung in Palästina zu ermöglichen respektive ihnen daselbst einen landwirtschaftlichen Lebenserwerb zu verschaffen. 25 Vereinsmitglieder können schon eine in den palästinischen Kolonien während der Saison beschäftigte Arbeiterfamilie bodenständig machen. 50 Vereinsmitglieder ermöglichen sogar schon die volle Beschäftigung einer Familie auf den Ländereien des Vereins. Der Verein, der seinen Sitz in Berlin hat und dessen Bureau vorläufig mit der Palästinakommission zusammenfällt, ist ebenso wie der „Bezalel" auf breiter Basis aufgebaut, damit nicht nur Zionisten sich daran beteiligen können; wir hoffen und erwarten