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Altneuland · 1906-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1906) · p. Seite 229

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1906)
Article
Bericht der Palästinakommission
Date
1906-07-01
Page
Seite 229 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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— 229 — und vor allem wegen des beschränkten Raumes zurückgestellt werden. Letzterem Mangel abzuhelfen, sollte eine Ehrenpflicht unserer zionistischen Organisation sein. Damit auch ein gemeinsames geistiges Band die in den verschiedenen Idiomen redenden Schüler verbindet, wurde mit Unterstützung des Odessaer Komitees ein hebräischer Sprachkursus eingerichtet, denn die Unterrichtssprache der Schule soll die hebräische sein. Sehr erfreulich ist es auch, dass Prof. Schatz, der unermüdliche und aufopferungsvolle Leiter der Kunstgewerbeschule „Bezalel" schon jetzt die Grundlage für ein jüdisches Nationalmuseum in Jerusalem zu legen beginnt. Er hat schon eine Reihe jüdischer Altertümer, Münzen usw. hierfür gesammelt, auch haben verschiedene jüdische Künstler wertvolle Arbeiten dem Museum geschenkt, unter andern Max Li ebermann ein von ihm gemaltes Bild, Hermann Struck eine grosse Anzahl seiner Radierungen, Lilien eine Reihe Zeichnungen, ausserdem ist der Messias von Glizenstein, der den letzten Kongress in so herrlicher Weise schmückte, in der Schule zur Aufstellung gekommen. In dieser Beziehung ist aber noch viel zu tun, jede Ortsgruppe sollte es sich angelegen sein lassen, Geschenke für das Nationalmuseum zu sammeln, während es Sache des Nationalfonds ist, wie für die Bezalelschule, so auch für diese hoffnungsvolle Kulturstätte ein passendes Heim zu schaffen. Was die Nationalbibliothek betrifft, so konnte dieses schöne Projekt leider nicht weiter gefördert werden; bei dem Mangel an Mitteln und bei der Unwahrscheinlichkeit, solche in näherer Zukunft in irgendwie ausreichendem Masse zu erlangen, wäre es vermessen gewesen, irgendwelche Schritte zu tun, die von den jetzigen sehr eifrigen Verwaltern der Abarbanel-Bibliothek als Misstrauen ausgelegt werden könnten, oder die ihnen die Arbeitsfreude und das Verantwortlichkeitsgefühl für diese Bibliothek hätten rauben können, zumal dieFrrge der Nationalisierung dieser Bibliothek hierdurch de facto nicht im geringsten gefördert worden wäre. So schön auch die Idee einer Nationalbibliothek an sich ist, so können wir derselben doch erst dann näher treten, wenn wir über einen grossen und sicheren Fonds für Kulturzwecke in Palästina verfügen. Neuerdings traten wir auch der Frage der Bekämpfung der Malaria in Jerusalem näher. Einer unserer Gesinnungsgenossen, ein erfahrener Arzt, hat sich angeboten, nach Absol-

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