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Altneuland · 1906-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1906) · p. Seite 218

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1906)
Article
Die Auffindung des wilden Emmers (Triticum Dicoccum) in Nordpalästina
Date
1906-07-01
Page
Seite 218 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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— 218 — gütigen Weise über die Ursprungs- und die Herkunftsfrage des Weizens aufzuklären, verhält sich dieser wilde Emmer (var. dicoccoides) vom Herrn on zur Kulturart wie das wilde Einkorn (Tr. monococcum L.) der Balkanhalbinsel und Vorderasiens zum Einkorn, das in Europa und Kleinasien (Troja) seit den ältesten Zeiten angebaut wird. Beide Wildarten unterscheiden sich durch das nämliche Merkmal von den Kulturformen, nämlich durch die an den Rändern und am Grunde der Aehrchen dicht behaarte Spindel, die bei den kultivierten Emmer- und Einkornformen nur wenige Härchen aufzuweisen habt. Körnicke betrachtete aber alle Einkornsorten als eine dem Kulturweizen weit ferner als diejenigen des Emmers stehende Formenreihe, da (nach H. de Vilmorins Versuchen) eine Kreuzung zwischen Tr. monococcum und sämtlichen Formen und Unterarten der Tr. sativum entweder überhaupt nicht gelingt oder wenn ja, wie es Beyerink festgestellt hat, die erzeugten Pflanzen unfruchtbar bleiben. Dem gegenüber ist die Zusammengehörigkeit der übrigen Formen des Kulturweizens, Spelz und Emmer mit inbegriffen, durch die Fruchtbarkeit erwiesen, die sie alle untereinander an den Tag legen. Zwischen den Kulturformen, die als vulgare, turgidum und durum unterschieden werden, sollen in Wirklichkeit keine Grenzen bestehen. Da bei Triticum Spelta und Tr. dicoccum die Aehrenspindel sehr zerbrechlich ist, darf angenommen werden, dass beide Unterarten der ursprünglichen wilden Stammform (die nach meiner Vorstellung als „missing link" vielleicht längst verloren gegangen ist) am nächsten stehen. Wegen der auffallenden Aehnlichkeit der Hüllspelzen bei Triticum (Aegilops) speltoides (Tausch.)] und bei Tr. Spelta sprach Körnicke die Vermutung aus, dass die wilde Stammart in einer noch unbekannt gebliebenen Aegilopsart zu suchen sei. Die heute noch, wie uns nun Aaronsohn belehrt, an den östlichen und nördlichen Gehängen des Herrn on so viel verbreitete wilde Weizenform, die zu der Unterart dicoccum gehört, nötigt uns durch ihre Merkmale zu der Annahme, dass als erste Kulturform sich zunächst der Emmer entwickelt habe. Da nun die heutigen Kulturformen von Emmer und Spelz sehr scharf und ohne Uebergänge geschieden sind, so geht Kör nick es Vermutung dahin, dass Tr. Spelta und Tr. dicoccum als Unterarten bereits differenziert waren, ehe sie in Anbau genommen wurden. Von Tr. Spelta hat bisher keine wilde Stammart nachgewiesen werden können. Als Parallelformen von Tr. dicoccum möchte Körnicke jetzt

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