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Altneuland · 1906-06-01 · Heft 6 (Juni 1906) · p. Seite 179

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 6 (Juni 1906)
Article
Wasserwirtschaft und Wasserbau in Palästina
Date
1906-06-01
Page
Seite 179 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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— 179 — In diesem Tale befindet sich das ehemalige Bad Amatha mit seinen heissen Schwefelquellen, welche ca. 2,0 cbm Wasser pro Sekunde liefern! Die Temperatur dieser Quelle stellte ich auf 46° fest. Oberhalb dieses ehemaligen Bades erweitert sich das Tal so, dass ein Kessel von ca. 3 km Länge und 1 km Breite vorhanden ist. Würde man hier durch eine Talsperre einen Stauweiher anlegen, wodurch der Wasserspiegel des Jarmük ca. 15 m höher gehoben werden könnte, so hätte man in bezug auf die, auf der Ostseite des Sees und des Jordantales gelegenen Berglehnen ein disponibles Gefälle von ca. 45 m, d. h. man könnte die jetzt unfruchtbar liegenden Bergfüsse zu den schönsten Weinbergen durch künstliche Bewässerung machen.*) Hierdurch wäre beinahe schon die halbe Umgebung des Sees Genezareth in fruchtbares Terrain umgewandelt. Ein Teil der Westabhänge des Jordantales könnte von dem Dschaludfluss, welcher an der hochgelegenen Ruinenstadt Besan vorbeifliesst, bewässert und dem Jordantale durch ein eingebautes Wehr das fruchtbringende Wasser zugeführt werden. Wenn wir berechnen, was die Talerweiterung im Jarmüktale mit einer Länge von 3 km und einer Breite von 1 km bei einer durchschnittlichen Wassertiefe von 10 m fassen würde, so haben wir And 3000-1000.10 30 000 000 cbm, das sind 30 Millionen Kubikmeter. Nehmen wir nun pro Hektar und Sekunde 1 Liter Bewässerungswasser an, auf eine 3 monatliche Dauer, also in den Monaten Juni, Juli und August, so haben wir eine Bewässerungszeit von 3-30-24-60-60 8 000 000 Sekunden. Wir benötigen somit pro Hektar in den 3 Monaten 8 000 000 1 oder 8000 cbm. 30 Millionen stehen zur Verfügung, somit könnten wir ein Terrain von ou 4000 Hektar mehr als genügend o bewässern. Nehmen wir einen Preis von 3 Pf. pro aufgespeicherten Kubikmeter Wasser an, womit sich unser Baukapital noch mit ca. 5°/0 verzinsen würde, so käme pro Hektar eine jährliche Abgabe von 8000-3 240 IB., eine Abgabe, welche im Verhältnis zum erhöhten Bodenertrag verschwindend klein ist. *) Wir müssen den Verf. dahin verbessern, dass Weinberge in Palästina auch auf Abhängen von Bergen keiner künstlichen Bewässerung bedürfen, da die natürlichen Niederschläge für die Rebe hier ausreichen. D. Red.

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