Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 4 (April 1906)
- Article
- Syrien als Wirtschafts- und Kolonisationsgebiet
- Date
- 1906-04-01
- Page
- Seite 112 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Amman 1× ep/1044017
- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
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— 112 — Jerusalem und Beirut-Damaskus erhalten sich selbst, während der französischen Hauränbahn Damaskus-el-M'zerib eine Entschädigung für die durch die Konkurrenz der Mekkabahn angeblich zu erwartenden Verluste seitens der türkischen Regierung bewilligt wurde. Nach Vollendung dieser Bahnen wäre von grosser Wichtigkeit nur noch die Strecke Aleppo-Iskanderün, die der Bagdadbahn schon konzessionierte Strecke Aleppo-Adana mit Zweig Verbindungen nach Marasch, Aintäb und Biredjik, sowie die geplante Strecke Jerusalem - Nabulus - Dschenin bis 'Afuleh an der Haifa-D er?ätbähn. Von geringerer Wichtigkeit ist die sehr schwierige Verbindung von Jerusalem über Jericho mit der Hedschasbahn ungefähr bei 'Amman, ferner die Verbindung von Tripoli und Ladikije mit der Damaskus-Aleppobahn, sowie die Küstenbahn von Gaza bis Ikariderün, oder doch wenigstens von Gaza bis Haifa resp. Beirut. Der Bau der Küstenbahn ist aus militärischen Bedenken vorläufig ganz ausgeschlossen, aber auch gegen die Iskanderünbahn sträubt sich der Sultan entschieden, und das gleiche würde auch für die Ladikije- und Tripolibahn der Fall sein: da ferner die Jerusalem-'Ammänlinie aus finanziellen Gründen vorläufig unausführbar ist, so bleibt nur der syrische Teil der Bagdädbahn und die Nabulusbahn in greifbarer Nähe. Immerhin wäre dann kein Teil der asiatischen Türkei so reich an Eisenbahnen wie Syrien, und für die dringenden Bedürfnisse des Verkehrs wäre genügend gesorgt, namentlich dann, wenn gleichzeitig auch die Zufuhrwege der Eisenbahn durch Ausbau der Fahrstrassen gehörig berücksichtigt und Haifa und Jaffa ordentliche Häfen erhalten würden. 4 Innere Reformen. Weit ungünstiger liegen die Verhältnisse leider in bezug auf die inneren Reformen. Wer sich vergegenwärtigt, welche Mühe die Mächte haben, um der Türkei nur die allernotdürftigsten Reformen bezüglich Makedoniens aufzuzwingen, der wird auch bezüglich Syriens für die nahe Zukunft nicht sehr optimistisch sein. Und doch, wie wenig gehört dazu> um aus den jetzigen geradezu jämmerlichen Zuständen heraus in ein wenigstens erträgliches Milieu zu gelangen. Nichts ist lehr-