Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1905)
- Article
- Bericht der Generaldirektion an den Verwaltungsrat der Jewish Colonization Association für das Jahr 1905 [Nachricht]
- Date
- 1905-11-01
- Page
- Seite 375 (sequence 6)
- Language
- German
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- Safed 1× ep/1046078
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— 375 — Die Rinderpest. Dank energischen Vorbeugungsmassregeln mit einem -an Ort und Stelle erzeugten Impfstoff war man in der'tLage, mehrere Monate hindurch die Rinderpest, die in der Umgebung wütete, von der Kolonie fernzuhalten. Leider aber befiel sie auch die Herde der Kolonie im Oktober vorigen Jahres und verursachte bedeutende Verluste. Die Kellereien von Zichron. Es wurden 2700 Kantar verarbeitet, weniger, als vorausgesehen wurde, infolge der grossen Dürre. b) Athlit. Die acht in Athlit installierten Pächter gelangten nicht zu •einem befriedigenden Ergebnis. Es ist wahr, dass es nur ein Versuch war, und dass die Bedingungen der Niederlassung nur vorläufige waren. Sie erhielten nur je 12 ha Boden und 1500 Frcs. Vorschuss zum Ankauf von Inventar und zu seiner Unterhaltung. 3. Die Gruppe von Tiberias. Auch die Kolonien der Tiberiasgegend litten stark unter den Mäusen und der Dürre. Die Rinderpest, von der man sich ziemlich lange bewahren •konnte, erschien in Melhamijeh Ende 1904. In Jemma wurden von 36 Kolonisten 12 859 Dunams bestellt, die 34 850 Frcs. -an Ertrag lieferten. Die Zehntenabgabe betrug 8000 Frcs., d. i. 21,9% des Bruttoertrages. In Melhamijeh haben 21 Kolonisten 3200 Dumans bestellt und erhielten nach Abzug des Zehnten, der 26% ausmachte, 8870 Frcs. In Mesha haben 21 Kolonisten durchschnittlich je 800 Frcs. eingenommen, mach Abzug des Zehnten. In Bedschen hat der Versuch mit 21 Pächtern, den wir im letzten Jahre unternahmen, keine befriedigende Ergebnisse geliefert. Jeder Pächter hat von •einer Fläche von 250 Dunam nur 450 Frcs. erhalten. Wenn die schlechten Ergebnisse der letzten Ernte zum Teil den ungünstigen klimatischen Bedingungen zugeschrieben werden müssen, so muss auch anerkannt werden, dass die Kolonisten hierfür zum Teil verantwortlich sind. Wir befassen uns gegenwärtig mit der Separation (Ifraz) unserer Terrains von Sbech und Lubieh, die ca. 13 000 Dunam Land ergeben wird. Wir hatten auch zuletzt 27 000 Dunam in Delaika Issa und Delaika Sahu katasteramtlich für uns übertragen können. Der grösste Teil dieser Ländereien ist noch nicht verwendet worden. 4. Die Gruppe von Galiläa. a) Rosch-Pinah. Die Dürre, hat auch hier ihre Wirkung nicht verfehlt, und die Ernte von 1904 war geringer als die von 1903. Ausserdem hatten die Kolonisten eine allzu hohe Zehntenabgabe zu leisten, die 25% des Bruttoertrages ausgemacht hat. Die Weinberge lieferten 800 Kantar (a 300 kg) Trauben, wovon 300 in den Kellereien von Rosch-Pinah zu Wein verarbeitet wurden, während die übrigen 500 Kantar nach Safed zu guten Preisen abgegeben wurden. Die Trauben werden in Safed zu verschiedenen Zwecken verwendet, teils werden sie als Esstrauben verbraucht, teils zur Rosinenfabrikation verwendet, teils zu Wein verarbeitet, aus dem Alkohol destilliert wird. Die Kokonernte war mittelmässig: es wurden nur 700 kg erzielt. In Machnaim wurden 318 Dunam Boden mit Tabak angepflanzt. Die Ernte ergab 12 371 kg Tabak, d. i. 39 kg per Dunam, ein Ertrag, der die früheren Erträge bedeutend übertraf. Indes scheint die Tabakkultur wenig gute Aussichten zu bieten. In bezug auf Qualität lässt der in Rosch-Pinah erzeugte Tabak noch zu