Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1905)
- Article
- Die Gartenstadt
- Date
- 1905-11-01
- Page
- Seite 354 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- 354 - von kaum mehr als etwa 20000 Mark (200 Hektar ä 100 Mark) selbst in sehr vorteilhaften Küstenlagen anzunehmen, woraus ersichtlich wird, dass neben Verbesserungsarbeiten, Häuserbau usw. der Bodenpreis fast verschwindet.3) * * * Nehmen wir nun an, die zionistische Organisation gab die Direktiven, und die Terraingesellschaft hat den Boden erworben. Jetzt werden Anmeldungen entgegengenommen und Auskünfte erteilt. Es melden sich solche, die Industrien gründen, solche, die Landparzellen erwerben und gleich beziehen wollen, solche, die sich Parzellen und Häuser vorbereiten lassen möchten, und solche, die als Arbeiter kommen wollen. Sind die „Industriellen" mit den erhaltenen Informationen zufrieden, so mögen sie kommen und bauen und sonst tun, was nötig ist. Haben sie nicht genug Geld, so gibt ihnen irgend eine Bank, was nötig ist — vorausgesetzt, dass sie die Sache für gesund hält. Hält sie sie nicht für gesund und kann der Unternehmer die Gelder nicht selbst aufbringen, so unterbleibt besser, was nicht hinreichend fundiert erscheint. Mit dem, der pachten und bauen will, steht es ähnlich. Hat er das Erforderliche, so mag er tun, was ihm gut scheint,, fehlt ihm Geld, so kann er es nur bekommen, wenn die Sache sich geschäftsmässig machen lässt. Für solche, die sich Parzellen mit Häusern, Bäumen usw. vorbereiten lassen wollen, werden Zahlungstermine vereinbart werden können, die sich auf Jahre erstrecken mögen, während deren sie zu Hause ihre Geschäfte allmählich liquidieren können. Die Landgesellschaft oder eine spezielle Organisation kann die Ausführung solcher Landvorbereitungs- Aufträge übernehmen. Zur Ausführung sind natürlich, soweit als angängig, jüdische Arbeiter zu verwenden, und es wäre ein System auszuarbeiten, nach dem diese Arbeiter sich ihre Parzellen durch Arbeit erwerben können. * * * 3) Zu diesem Punkte dürfte noch von Interesse sein, dass eine bedeutende deutsche Firma für Gemüse-Sämereien ein Samen-Sortiment für den Preis von 8,50 Mk. anbietet, mittelst dessen auf 204 qm (also auf etwa ha) der ganze Gemüsebedarf für eine grosse Familie gezogen werden könne! Wenn wir einen Spielraum von mehr als dem doppelten lassen, so hätten hiernach immer noch reichlich 20 Familien für Häuser und Gemüsegärten auf einem Hektar (10 000 qm) Raum.