Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 8 (August 1905)
- Article
- Die Einbürgerung der Smyrnafeigen in Kalifornien
- Date
- 1905-08-01
- Page
- Seite 242 (sequence 4)
- Language
- German
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- 242 — i&97 die Einfuhr im Durchschnitt 9630 155 Pfd. 4 330 600 kg im Werte von 548812 Dollar etwa 2750000 Frcs. jährlich betrug. Während ^ber 1895 noch 11 855 890 Pfund eingeführt wurden, gelangten 1899 nur 7 284058 und 1900 8 812487 Pfund Smyrnafeigen nach Amerika.1) Die Verminderung der Einfuhr muss zweifellos auf den Zolltarif von 1897, nach dem jedes Pfund eingeführter Feigen mit 2 Cents 0,10 Frcs. verzollt werden musste, wie auch auf die geringere Smyrnaernte zurückgeführt werden, die durch die Fröste von 1898 verursacht wurde. Wenn wir uns an die Angaben von Taylor halten, nach denen nur drei Viertel der Einfuhr von Smyrna herstammen, so gelangen immerhin noch rund 6 600 000 Pfund über 3 000 000 kg von Smyrna nach Amerika, die ihr in Kürze verloren gehen könnten. Es ist aber wahrscheinlich, dass die kalifornischen Pflanzer sich mit der Beherrschung des eigenen Marktes durchaus nicht zufrieden geben werden. Wir wissen ja, mit welcher Schnelligkeit ihre .Obstkultur sich entwickelt hat, und dass bedeutende Mengen kalifornischen Obstes jetzt nach Europa gelangen. Aehnlich wird es auch mit den Feigen sein. Sie werden gewiss den englischen Markt, sowie den von Triest erobern, d. h. die beiden wichtigsten. Wenn wir diese Beherrschung der Märkte durch Kalifornien für möglich, ja sogar für leicht halten, so geschieht es nicht etwa aus dem Grunde, dass Prof. H i 1 g a r d schon in den von Mr. Roeding erhaltenen Feigen 1,42 Proz. mehr Zucker gefunden hat, als in den besten Provenienzen von Smyrna. Und auch nicht aus dem Umstände, dass die Kalifornier vermöge ihrer rationellen und wissenschaftlichen Kulturmethoden, dank dem Studium der geeignetsten Beschneidung und Düngung, durch eine konsequente Auswahl (Selektion) Erträge und Qualitäten erzielen werden, wie man sie in Anatolien noch nicht kennt. Mit einer sogar etwas geringeren Qualität als die von Smyrna, ausschliesslich aber durch eine sorgfältige Trocknung und Verpackung werden die Amerikaner die Provenienzen von Erbely und Emely schlagen. Man erhält hiervon eine Vorstellung schon aus der sorgfältigen Behandlung, die Mr. Roeding seinen ersten sechs Tonnen zuteil werden liess. i) 1901 and 1902 war die Einfuhr 9 933 871 resp. 11087131 Pfund im Werte von $458 513 resp. 487 733.