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Altneuland · 1905-08-01 · Heft 8 (August 1905) · p. Seite 243

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 8 (August 1905)
Article
Die Einbürgerung der Smyrnafeigen in Kalifornien
Date
1905-08-01
Page
Seite 243 (sequence 5)
Language
German
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Die maschinelle Sortierung der Feigen, das Eintauchen derselben in eine alkalische Lösung oder einfach in kochendes Wasser, das Liegenlassen in „sweat-boxes" — Schwitzkästen — usw. werden den Amerikanern die Möglichkeit geben, eine schön aussehende Ware ohne Maden und Schimmel anzubieten, die ihnen den Erfolg sichern wird. Es unterliegt keinem Zweifel, dass Kalifornien in nicht länger als 10 Jahren, vorausgesetzt, dass die Blastophaga fortfahren wird, sich dort gut zu entwickeln, imstande sein wird, 15—20000 Tonnen Feigen von einer verbesserten Smyrnavarietät zu erzeugen. Es ist auch übrigens wahrscheinlich, dass Kalifornien diese Kultur nicht für sich allein monopolisieren wird. Nicht ein Tal wird es in Florida, Texas oder Arizona geben, wo die Bedingungen für die Akklimatisation der Smyrnafeige und der Blastophagas vorhanden sind.1) Wir verweilten bei diesem Beispiel, da es uns vieles beibringt. Es zeigt uns einerseits, wie gross die Zahl von Hindernissen sein kann, die man nicht voraussehen konnte, und die während des Versuches den Erfolg der neuen Kultur vereiteln können. Es zeigt aber auch, dass nur eine wissenschaftliche Methode, die die Ursachen des Misserfolges aufzuklären versteht, die Mittel liefert, den Hindernissen aus dem Wege zu gehen, und sie zu besiegen, um schliesslich das angestrebte Ziel mit Erfolg zu erreichen. Es zeigt noch, wie grosse Anstrengungen man manchmal machen muss, bevor man eine Sache aufgibt, und dass der Erfolg sich häufig erst nach 20 Jahren Herumtappens und nach vielen Enttäuschungen einstellt. Wir würden uns glücklich schätzen, wenn diese Erkenntnis auch in die Kreise dringen würde, die die Zukunft unserer Kolonisation beeinflussen. PALAESTINA UND NACHBARQEBIETE. Das Landwirtschaftswerk der Alliance Israelite Universelle. Wie alljährlich, so bringt auch diesmal der Bericht der Alliance Israelite Universelle für das I. und II. Semester 1904 ausführliche Angaben über den Zu- *) In Palästina hat man ebenfalls versucht, die Smyrnafeig-e einzuführen. Eine Anzabl von Bäumen wurde in Schefaye, vielleicht auch an anderen Orten gepflanzt. Die Ergebnisse waren ungünstig, und der Yersuch wurde natürlich aufgegeben. Ein kle:nes charakteristisches Detail: Man hat die Caprif ik ation nie zur Anwendung gebracht!

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