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Altneuland · 1905-08-01 · Heft 8 (August 1905) · p. Seite 241

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 8 (August 1905)
Article
Die Einbürgerung der Smyrnafeigen in Kalifornien
Date
1905-08-01
Page
Seite 241 (sequence 3)
Language
German
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— 241 — Die guten Folgen der Caprification haben sich bald eingestellt. Schon einige Tage nach der Befruchtung begannen die Feigen anzuschwellen, sich zu runden, und die ersten, am 11. Juni befruchteten, wurden am 2. August reif. Die allgemeine Reife fand aber erst in der zweiten Hälfte des Monats August statt, und dehnte sich bis auf den September aus. Schwarz schätzte die Ernte auf 12—15 Tonnen. Es entstanden aber bedeutende Verluste durch Spinnen, die die Blästophagas in ihr Gewebe fingen, durch Vögel usw. Einige Feigen sprangen zu sehr bei der Reife auf und konnten nicht konserviert werden. Im allgemeinen war doch das Ergebnis zufriedenstellend. Es wurden 11 Tonnen Smyrnafeigen erzielt, die getrocknet und auf den Markt gebracht wurden. Im Herbst 1901 wurden hier schon 50 Tonnen geerntet, während die Gesamternte auf 75 Tonnen geschätzt werden konnte. Die späteren Jahresberichte des Department of Agriculture erwähnen immer die gute Entwicklung der Blastophaga grossorum, deren Akklimatisation also schon als eine vollzogene Tatsache angesehen werden darf. Jetzt also wurden die kalifornischen Gärtner in die Möglichkeit versetzt, Smyrnafeigen zu erzeugen, womit sie auch zweifellos unverzüglich im grossen beginnen werden. Unsere Leser werden gewiss zugeben, dass solche andauernden und klug berechneten Bemühungen den Erfolg, von dem sie endlich gekrönt wurden, wohl verdient haben. Prüfen wir nun die Vorteile, die dieser Erfolg für Kalifornien brachte, und sehen wir uns gleichzeitig die Lage an, in welche der Smyrnahandel hierdurch versetzt wurde. Es ist wahrscheinlich, dass die kalifornischen Gärtner die amerikanischen Märkte, die ein Achtel der gesamten Smyrnaproduktion verbrauchten, an sich ziehen werden. In dem schon erwähnten Artikel schätzt Dr. Howard die Einfuhr von Smyrnafeigen nach Amerika auf 13440644 Pfd. 6 048 300 kg im Werte von 698894 Dollar etwa 3500000 Frcs. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Howard sehen Zahlen etwas zu hoch gegriffen sind. Wenn wir die geringeren Werte annehmen, die William A. Taylor1) mitteilt, oder uns an die Angaben der letzten Jearbooks of the United States Department of Agriculture halten, so finden wir, dass von 1891 bis einschliesslich The fruit industry and Substitution of domestic for foreign grown fruit etc. by Will. A. Taylor, Assistant pomologist. Washington 1893.

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