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Altneuland · 1905-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1905) · p. Seite 203

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1905)
Article
Die Einbürgerung der Smyrnafeigen in Kalifornien
Date
1905-06-01
Page
Seite 203 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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— 203 — Die kalifornischen Feigen waren also von geringerer Qualität und Smyrna lieferte, sei es direkt, sei es auf dem Umweg durch Grossbritannien, 70 0/0 der Einfuhr der Vereinigten Staaten. Die Kalifornier wurden von der Notwendigkeit der Einführung der Smyrnafeige überzeugt und, stolz auf ihre vorangegangenen Erfolge, waren sie schon des Sieges sicher und bedrohten den Smyrnahandel. Bevor wir die Ergebnisse der kalifornischen Versuche behandeln, halten wir es für nützlich, auf die Wichtigkeit der Kultur der sogenannten Smyrnafeigen hinzuweisen,. Die eigentliche Gegend von Smyrna beteiligt sich wenig an dieser Kultur. Sie ist besonders in den Distrikten von Nasely und Aidin, atif den reichen Alluvialböden des Mäander, in Aya-Suluk (das alte Ephesus), in Yeni Schehir usw. verbreitet. Die Ernten wechseln stark von einem Jahre zum anderen. Während die Ernten von 1880 und 1882 auf 50—60 Tausend Doppelzentner geschätzt wurden, soll die Ernte von 1886 140000 und die von 1889 210000 Doppelzentner betragen haben.1) 1896 war die Ernte sehr reich, die Qualität aber mittelmässig.. Nichtdestoweniger wurden in diesem Jahre für 10600000 Frcs. Smyrnafeigen ausgeführt, während die Ernten von 1897 und 1898 durch Fröste stark litten, die auch die Bäume mitnahmen. Die Ausfuhrziffer fiel auf 4500000 resp. 5000000 Frcs. Die - Ernten dieser Jahre schwankten zwischen 120000 und 150000 -Doppelzentner. Die Einfuhrländer sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit: England, welches mehr als die Hälfte der Produktion für sich beansprucht, Oesterreich, Amerika, Frankreich usw. Das Vilayet von Smyrna gehört zu den reichsten und am besten kultivierten Provinzen des türkischen Reiches und die Feigenkultur liefert 10 0/0 der Gesamtausfuhr. Die Gesamtausfuhr Smyrnas erreicht nämlich, je nach dem Ausfall der Ernten, den Wert von 80 bis 100 Millionen Francs. In dieser Summe figurieren die Rosinen mit 20 Millionen und die Feigen mit 10 Millionen. In den Jahren 1880 und 1882 gelang es dem Herausgeber des „San Francisco Bulletin", Mr. JulianP. Rosford, mit Hilfe des Konsuls der Vereinigten Staaten in Smyrna und eines amerikanischen Kaufmanns in derselben Stadt, etwa i) H. Sem ler: Die Tropische Agrikultur, 2. Auf Jage, 2. Band, S. 116.

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