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Altneuland · 1905-02-01 · Heft 2 (Februar 1905) · p. Seite 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 2 (Februar 1905)
Article
Einige Bemerkungen zu dem Artikel "Die Mühlenindustrie in Palästina"
Date
1905-02-01
Page
Seite 49 (sequence 7)
Language
German
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— 49 — Gerstenmehl ebenso wie Gerste zum Füttern der Pferde verwendet, so kann man annehmen, dass diese Artikel zu demselben Preis verkauft werden können, da sogar die minderwertige Weizenkleie fast denselben Wert wie Gerste hat."(!?) Anzunehmen, dass das Gerstenmehl und die Gerstenkleie zu demselben Preise verkauft werden könnten wie das Korn selbst, ist doch ein schwerer Irrtum: 1. weil sie sich weniger gut aufbewahren lassen und mehr Abfall bei der Verfütterung ergeben; 2. weil sie einen geringeren Nährwert besitzen. Trotz der Behauptung des Verf. sind wir hier noch weit davon, für die „minderwertige Weizenkleie" denselben Preis wie für Gerste zu bezahlen, obgleich sie in der Tat einen ziemlich gleichen Nährwert besitzt. Als mittlere Zusammensetzung beider Produkte wird angenommen:1) Gerste: 85,7 Trockensubstanz, darin 10,0 Gesamteiweiss, 2,3 ätherlösl. Stoffe, 64,1 Kohlenwasserstoffe und 7,1 Zellulose; Weizenkleie 86,6 Trockensubstanz, darin 14,0 Gesamteiweiss, 3,8 ätherlösl. Stoffe, 45,0 Kohlenwasserstoffe und 18,6 Zellulose. Man sieht also, dass die Weizenkleie zwar an Eiweiss reicher ist, enthält aber weniger Kohlehydrate und mehr Zellulose. Bei der Herstellung der Perlgraupe wird man uns aber die Zellulose zurücklassen, während das Eiweiss und ein grosser Teil der Kohlehydrate uns entzogen werden. Die Landwirte werden mit Recht für Gerstenkleie und Gerstenmehl nur etwas über den halben Preis des Korns zahlen wollen. In diesem Falle würde sich die Rechnung wie folgt stellen: Ausgaben für 1000 kg verarbeitete Gerste, wie Verf. angibt...............105 Frcs. Einnahmen: 350 kg Perlgraupen ä 21 Frcs. per 100 kg......73,5 Frcs.. 200 kg Gerstenmehl ) ä 4,75 400 „ Gerstenkleie ) Frcs. pro 100 kg ..... . . 28,5 Frcs. 102 Frcs. Somit ein kleines Defizit. Wir sind also wiederum weit von den glänzenden Dividenden des Verf. entfernt, trotzdem wir einen Ertrag von 35 % Graupen und einen Preis von 21 Frcs. pro 100 kg annahmen, während Verf. die Graupen nur mit 18 Frcs. berechnete. l) Andre Sanson, Traite de Zootechaie, Tome I, p. 190 ff.

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