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Altneuland · 1905-02-01 · Heft 2 (Februar 1905) · p. Seite 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 2 (Februar 1905)
Article
Einige Bemerkungen zu dem Artikel "Die Mühlenindustrie in Palästina"
Date
1905-02-01
Page
Seite 47 (sequence 5)
Language
German
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47 — Wenn wir mit dem Verf. annehmen, dass die Mühle 100 Tage ä 20 dz per Tag für den Besitzer arbeitet, so werden sich die jährlichen Einnahmen hieraus auf 20 dz ä 100 Tage X 2,55 Pres. 5100 Frcs. statt 6800 Frcs., d. i. um 1700 Frcs. weniger, als der Verf. angibt, mithin die Gesamteinnahmen der Mühle statt 13300 Frcs. nur 11600 Frcs. Wir sagten früher, dass zur Erzeugung der vom Verf. angegebenen Mengen von Mehl ein Petroleummotor von 21 PS. nötig wäre, nehmen wir aber an, dass wir auch mit einem solchen von 17 PS. die Arbeit leisten könnten. Die Ausgaben wären alsdann: 17 PS X 0,5 1 X 10 Std. X 250 Tage X V86 Kiste 610 Kisten ä 6 Frcs......... 3660 Frcs. also um 660 Frcs. mehr als es Verf. vorsieht. Ausserdem muss ja die Amortisation mindestens von einem Kapital von 15000 Frcs. gerechnet werden, was bei 15 % e^ne jährliche Ausgabe von 2250 Frcs. statt 1500 Frcs. ausmacht. Auf diese Weise ergeben sich Ausgaben in der Höhe von 9210 Frcs. (statt 7800 Frcs.). Werden diese Ausgaben von den Einnahmen reduziert, 11600—9210, so verbleibt ein Gewinn von 2390 Frcs. als Verzinsung für ein Anlagekapital von mehr als 20000 Frcs. (nach Herrn Wilbuschewitch von nur 18000 Frcs.). Wenn wir danach von den 25 %, die uns in Aussicht gestellt werden, weit entfernt sind, so würde auch dieses Ergebnis befriedigend sein, wenn nicht die folgende Kalkulation, an die Verf. nicht gedacht hatte, mit in Betracht gezogen werden müsste. Die Mühle soll für eigene Rechnung 100 Tage ä 20 dz Weizen verarbeiten 2000 dz ä 14,35 Frcs. pro dz, d. i. 28700 Frcs. an Weizen. Um sich also einerseits vor den Marktschwankungen zu schützen, andererseits um ein gleichmässiges Produkt zu haben; ohne welches sich eine ständige Kundschaft nicht erhalten lässt, müsste der Mühlenbesitzer einen Vorrat in der Höhe von mindestens der Hälfte des von ihm für das Jahr benötigten Weizens haben. Dies bedeutet eine Anlage von 14350 Frcs. in Weizen. Um andererseits die 95% des Erzeugnisses an Mehl und Kleie, d. i. 1900 dz ä 16,90 Frcs. 32110 Frcs. an den Mann zu bringen, müsste der Unternehmer Zahlungserleichterungen für mindestens die Hälfte der Summe gewähren, das bedeutet eine Immoj büisierung von weiteren 16000 Frcs. im Geschäft. Somit müssen dem Unternehmer ausser dem Anlagekapital noch 30000 Frcs.

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