Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1905)
- Article
- Einige Bemerkungen zu dem Artikel "Die Mühlenindustrie in Palästina"
- Date
- 1905-02-01
- Page
- Seite 46 (sequence 4)
- Language
- German
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— 46 — 10 PS. X 0,5 1 X 10 Std. X 250 Tage 12 500 1 oder 365 Kisten ä 6 Fr es, 2190 Frcs. Mithin eine Vermehrung der Ausgaben um 700 Frcs., so dass der Reingewinn von 1700 Frcs. auf nur 1000 Frcs. sinken muss. Da andererseits auch die Einrichtung statt 8500 Frcs. 10 000 Frcs. kosten müsste, so kämen wir zu einem Reingewinn von nur 10 % und nicht von 20 %, wie es der Verf. herausrechnet. Dieser Reingewinn entspricht auch dem in der Wirklichkeit erzielten und reicht auch vollständig aus, um die Anlage von jüdischem Geld in solchen Unternehmungen zu rechtfertigen. Solche Mühlen liefern, ausser 10 % Verzinsung des Kapitals, auch Beschäftigung für 1—2 Familien, und es ist durchaus unnötig, unvorsichtigerweise 20 % zu versprechen, die gewöhnlich nicht erzielt werden können, sollte es sich nicht gerade um Ausnahmefälle handeln. Wir kommen nun zu den Flachmühlen. Hier befindet sich Verf. vollständig auf dem Holzwege. 1. Wir wiederholen unsere vorherige Behauptung. Es ist ausreichend in Palästina bewiesen worden, dass es unmöglich ist, gleichzeitig zwei Paar Mühlsteine von 1070 mm durch einen Petroleummotor von 14 PS. in Betrieb zu setzen. Dazu sind 50 Prozent an Kraft mehr nötig, d. i. ein Motor von 21 PS., nehmen wir aber einen solchen von 17 PS. an, wenn er auch tatsächlich kaum ausreichen kann. 2. Andererseits werden alle dazu gehörenden Maschinen über 15000 Frcs. kosten und nicht 12500, wie der Verf. rechnet. 3. Der Mühlenbesitzer muss ja eine gewisse Zeit im Jahre auf eigene Rechnung Weizen mahlen. Herr Wilbuschewitch rechnet angesichts des Umstandes, dass unsere Hartweizen beim Waschen mehr Wasser aufnehmen, mit einem Ertrag von 97 % Mehl. In der Tat wird man zufrieden sein, auch 95 % zu er~ halten, da der Weizen hier einen grossen Prozentsatz von Erde, Steinen und Staub enthält, die beim Bürsten und Waschen abgehen. Andererseits ist der vom Verf. angegebene Preis von 9 Frcs. für 100 kg Kleie mindestens um x/3 höher als der wirkliche. Die Rechnung gestaltet sich also folgendermassen: Pro dz Weizen 80 kg Mehl ä 20 Frcs., pro dz . . 16,00 Frcs. Somit stellt sich der Verdienst pro dz auf . 2,55 Frcs. und 15 » Kleie ä 6 Die Ausgaben für 100 kg Getreide Gesamteinkünfte 16,90 Frcs. ...... 14,35 „