Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1905)
- Article
- Einige Bemerkungen zu dem Artikel "Die Mühlenindustrie in Palästina"
- Date
- 1905-02-01
- Page
- Seite 45 (sequence 3)
- Language
- German
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— 45 — Francs, die nur dazu gedient hatten, den vorausgesehenen Misserfolg zu bestätigen. Dort wurde schon teilweise der Hauränweizen verwandt. Es ist auch noch zweifelhaft, ob in der Tat nach der Eröffnung der Haifa-Damaskus-Bahn 1—2 grosse Weizenmühlen in Haifa ein gutes Geschäft machen würden. Diese Mühlen werden sich nicht auf den Verbrauch im Inneren beschränken können, sie werden auch per Wasser ihre Produkte nach den Küstenstädten senden. Hierbei würden sie aber der ausländischen Konkurrenz unterliegen. Denn die Kosten der Ein- und Ausschiffung werden für sie ebenso hoch sein, wie für das ausländische Produkt. Der einzige Vorzug würde nur darin bestehen, dass wir für unsere Produkte nur 1—2% an Ausfuhrzoll zu zahlen hätten, während die ausländischen Erzeugnisse mit 8 % a(ä valorem verzollt werden. Bedenkt man aber, dass die ausgezeichneten grossen Mühlenfabriken im Auslande einen für Feinmehle geeigneteren Weizen verarbeiten, höheren Ertrag an Mehl erzielen und mit billigerem Kredit wirtschaften, so wird man zugeben müssen, dass die Differenz von 6—7 °/0 zu unseren Gunsten unser Produkt noch nicht konkurrenzfähig machen würde. Die anatolische Produktion wird fortgesetzt nach unseren Häfen gelangen, und die Zukunft von Walzenmühlen erscheint uns mindestens zweifelhaft. Wir halten es für überflüssig, auf die Preise einzugehen, die Verf. für die Mühleninstallationen angibt, auf alle Fälle sind sie niedriger als die üblichen. Wir behaupten aber fest, dass man nirgends in Palästina, auch nicht bei den „weicheren* Hauränweizen, einen Mahlgang von 1050 mm im Durchmesser durch einen Petroleummotor von 7 PS. bewegen kann. Unsere Weizen sind zu hart, und die Mahlgänge müssen mit so grosser Schnelligkeit sich bewegen, dass für den angegebenen Fall mindestens ein Motor von 10 PS. gebraucht wird, ja sogar 13 PS. werden nicht als zu viel angesehen. Wenn wir also nur einen Motor von 10 PS. in Betracht ziehen, so erhöhen sich sowohl die Installationskosten, wie auch die Betriebskosten. Der Verbrauch an Petroleum würde sich um ca. 50 % steigern (von 7 auf 10 PS.). Wir hätten statt 7 PS. X 0,5 1 X 10 Std. X 250 Tage 8700 1 oder 8700 rJIZ 250 Kisten Petroleum franko Mühle oo exkl. Gefäss ä 6 Frcs...... . . . 1500 Frcs.