Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1905)
- Article
- Einige Bemerkungen zu dem Artikel "Die Mühlenindustrie in Palästina"
- Date
- 1905-02-01
- Page
- Seite 44 (sequence 2)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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— 44 — Installation der Turbine von jüdischen Mechanikern aus Jerusalem, möglicherweise von der Handwerkerschule der Alliance ausgeführt wurde. Die vom Verf. zitierte Mühle von Sarghanieh besass seit lange ein grosses, unterschlächtiges Rad aus Holz und nicht ein solches mit Schaufeln, wie in dem Artikel allgemein angenommen wird...... Vor einigen Jahren hat der Mechaniker der Mühle (ein Jude) ein neues unterschlächtiges Rad gebaut, aus Eisen, 6 m im Durchmesser, das zwei Mahlgänge von 1,07 m im Durchmesser bewegt, wobei ein jeder 200 kg Mehl durchschnittlich per Stunde liefert. „Gewöhnlich verarbeitet ein Mahlgang nur ca. 200—300 kg Weizen pro Tag," sagt der Verfasser. (Die Mühle von Sarghanieh befindet sich etwa 5 Minuten westlich vom Weg, der von Jaffa nach Zichron-Jaeob führt, etwa eine Stunde von der letzteren Kolonie entfernt.) „In der Ebene von Judäa und im südlichen Galiläa gibt es nur fünf grosse Wassermühlen, und zwar . . . und Mejmas und Zerkanja am Zerka." Mejmas (richtig Mijamäs) besitzt keine Mühle. Etwa 10 Minuten westlich von diesem Ort befindet sich die schon erwähnte Mühle von Sarghanieh, die auch Tahünet Abu-Nür genannt wird. Ausserdem treibt der Nahr ez Zerka, der Krokodilfluss des Plinius, noch einige Mühlen westlich von Sarghanieh, in dem von ihm gebildeten Sumpf, der den Namen Ard-ez-Z6r führt. Um von Judäa nach Untergaliläa zu gelangen, muss man Samaria durchziehen, welches ebenso Wassermühlen besitzt, die nicht weniger bedeutend sind als die vom Verf. aufgezählten. Wir erinnern an die Mühle von Ledschün, das alte Megiddo und Legio, nur wenige Schritte einerseits von Ta'anak und andererseits vom Tell-el-Mutesellim entfernt, wo unlängst die bedeutenden Ausgrabungen und wichtigen Funde stattgehabt hatten. Und die grossen Mühlen von Besän, die von den Wasserfällen des Ain-Dschälüd, der Goliathquelle, getrieben werden! Und' sollte der Verf. nur die Wassermühlen des Küstenstriches gemeint haben, so hätte er doch noch die Mühle von El-Kurdäne zwischen Haifa und lAkka erwähnen müssen, die vom Nahr- Na'men (der alte Belus) getrieben wird, der hier drei Mahlgänge bewegt. Die Mühle heisst Tahunet-el-Hadsch-Säleh. Neben den missglückten deutschen Versuchen hätte Verf. auch den jüdischen Versuch mit einer Mühle für Feinmehl in Rosch-Pinah anführen können. Dieser Versuch kostete ca. 50000