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Altneuland · 1905-01-01 · Heft 1 (Januar 1905) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 1 (Januar 1905)
Article
Zum neuen Jahre
Date
1905-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Pächtern auf dem am nordöstlichen Winkel des Sees von Tiberias gelegenen Terrain eines türkischen Paschas von Damaskus. Dieses Terrain, unter dem Namen Btecha bekannt, liegt unmittelbar am Ufer des Tiberiassees und zeichnet sich leider durch ein ungesundes Klima aus. Die Bedingungen des zwischen den Pächtern und dem Besitzer abgeschlossenen Abkommens gipfeln darin, dass die Pächter, die ihr eigenes Inventar besitzen müssen, Land auf 9 Jahre erhalten gegen die Zahlung von 26% des Bruttoertrages, wobei die Zehritenabgabe der Besitzer übernimmt. Später erhalten "noch die Pächter von ihm ein kleines Haus per Familie, wie auch Stall und Hof. Vorläufig hat der Besitzer für die Leute Baracken aufgeführt. Sollte in der Tat dieser Versuch von Erfolg begleitet werden, so ist in diesem Vorgehen der reichen Grundbesitzer, die aus eigenem Interesse ihre arabischen Pächter durch jüdische ersetzen, ein sehr bedeutender Fortschritt unserer Arbeit in Palästina zu sehen. Wir befürchten aber, dass einerseits infolge des anscheinend ungünstigen Klimas des Ortes (während unseres Besuches dort lag beinahe die Hälfte der vor kurzem aus Russland frisch angekommenen Leute im Fieber), andererseits infolge ungenügender Garantien seitens des Besitzers der Versuch misslingen dürfte. Jedenfalls verdient er unsere volle Aufmerksamkeit und sorgsame Ueberwachung. Interessant ist es noch, dass die 16 Pächter für das erste Jahr ihrer Niederlassung eine Genossenschaft bildeten, indem ein jedes Mitglied 300 Rubel in die Genossenschaft zu zahlen hat. Für die Summe von 4800 Rubel sollen Ackergeräte, Arbeitstiere usw. erworben werden. Die Arbeit erfolgt gemeinsam. Dass Reibungen verschiedener Art sich einstellen mussten, Hess sich voraussehen. Es ist aber immerhin zu hoffen, dass dieser erste Versuch einer landwirtschaftlichen Genossenschaft in Palästina mehr oder weniger gelingen wird. Ein Misslingen desselben dürfte aber nicht dem Prinzip den Boden untergraben, wenn man bedenkt, dass die Bedingungen, unter denen diese Genossenschaft entstanden ist, sehr ungünstig sind: das schlechte Klima zwingt einen Teil der Kräfte, der Arbeit fernzubleiben, während die anderen die ganze Last tragen müssen. 3. Die Musterfarm. Bis jetzt besitzen wir nur eine einzige Farm, nämlich in Sedschera. Die nähere Betrachtung ihrer Organisation und ihres gegenwärtigen Zustandes hat uns gezeigt, dass diese Gründung sich in richtigen Bahnen bewegt. Die Farm von Sedschera macht

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