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Altneuland · 1904-11-01 · Heft 11 (November 1904) · p. Seite 332

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 11 (November 1904)
Article
Die Wanderheuschrecke und deren Vernichtung
Date
1904-11-01
Page
Seite 332 (sequence 7)
Language
German
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— 332 — und zwar vier Pfund (englisch) auf 4V2 Liter Wasser; zu der jheissen Lösung setzt man unter stetem Umrühren allmählich 4y2 Liter Petroleum. Auch Harzseife ist an Stelle der Schmierseife (in gleicher Menge) verwendbar. Diese Grundlösungen lassen sich bis auf einen Gehalt von 1% Petroleum mit Wasser verdünnen. Die Verdünnungen scheiden sich zwar nach zehntägigem ruhigen Stehen, können aber durch einfaches Umrühren oder Erhitzen wieder vermilcht werden. 21/2°/0ige Lösungen schaden dem Pflanzengewächs nicht mehr, ausreichend wirksam sind solche von l1/2°/o Petroleumgehalt. Zur Verteilung über die Heuschrecken benutzt man Giesskannen oder Gartenspritzen. Eine ähnliche Wirkung, wie diese verschiedenen Arten von Petroleummilch, haben einfache Seifenlösungen. Sie haben vor jenen den erheblichen Vorteil voraus, dass sie ganz beträchtlich billiger sind und sich ohne grosse Mühe mit einfachem kalten Wasser in kürzester Frist herstellen lassen. Ihre Wirksamkeit beruht, wie die des Petroleums, in erster Linie darauf, dass sie den Heuschrecken die Luftgänge verstopfen. Da diese zu beiden Seiten des Körpers, etwas mehr nach unten als nach oben hin, gelegen sind, kommt es bei allen diesen Flüssigkeiten daraut an, hauptsächlich die Unterseite der Heuschrecken gründlich damit anzufeuchten. Verwendbar ist jede Art Seife, je höheren Fettgehalt sie aber hat, d. h. je besser sie verseift ist, um so wirksamer ist sie, weil ja eben das Oel oder die Seife als solche die Luftlöcher verstopft, freie Lauge sie aber dünnflüssiger und damit unwirksamer mncht. Die Lösung soll im allgemeinen etwa 3% Seife enthalten; gegen die jüngeren Stadien kann sie etwas schwächer, gegen die älteren Hupfer und die Flieger muss sie stärker (bis 5 %) sein- Am geringsten ist natürlich der Verbrauch bei den jüngsten Hupfern, weil diese am kleinsten sind. Um möglichst wenig Material und Mühe aufzuwenden, tut man daher am besten, diese aufzusuchen, und zwar in den frühen Morgenstunden, wo sie noch dicht zusammengedrängt sitzen. In der Wärme des Tages sind die Lösungen unwirksamer, schon allein, weil dann die Heuschrecken auf der Futtersuche weit auseinander laufen. Vorteilhaft ist es deshalb, sie dann möglichst auf Haufen, in Gräben oder gegen Schirme zu treiben. Wo die Bewachsung sehr dicht ist, empfiehlt es sich gleichfalls, die Hupfer auf freiere Stellen zusammenzutreiben. Sonst

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